Nationalpark Harz: Stehendes Totholz 2000-2022

Martin Baumgartner von der Pressestelle des Nationalparks Harz hat mir ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk geschickt. In einem offenen Brief hatte ich um Zahlen zu Totholzflächen gebeten. Baumgartner hat geantwortet und mir eine Excel-Datei mit Zahlen geschickt. Der Nationalpark Harz betreibt offensichtlich eine ähnlich vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit wie der Nationalpark Bayerischer Wald.

Nationalpark Harz - Totholzflächen 2000-2022

Die Datei ist sehr groß und ausführlich. Sie enthält mehrere Säulendiagramme und Tabellen, die gespickt sind mit Daten. Es gibt jährliche Zahlen über:

  • Totholzfächen,
  • Windwürfe,
  • beräumte Flächen,
  • unberäumte Flächen,
  • Gesamtzahlen für beide Bundesländer,
  • Zahlen für Niedersachsen,
  • Zahlen für Sachsen-Anhalt.

Es gibt sogar Zahlen für die einzelnen Nationalparkreviere. Weiterlesen

Der Klimawandel und der Nationalpark Harz

Wenn in einem Stadtwald die Fichtenwälder absterben, dann hat ein städtisches Forstamt wie z. B. das der Stadt Warburg damit kein Problem: Denn es ist ja für den Schaden nicht verantwortlich. Es hat nichts falsch gemacht. Der Klimawandel ist schuld. Man holzt den abgestorbenen Fichtenwald ab, pflanzt einen klimastabilen Mischwald und fertig. Alle sind zufrieden.

Wenn in einem Nationalpark die Fichtenwälder absterben, ist es nicht ganz so einfach. Ein Nationalparkamt wie z. B. das im Harz hat dann sehr wohl ein Problem. Zwar hat auch das Nationalparkamt selbstverständlich nichts falsch gemacht und auch hier ist der Klimawandel schuld. Aber man kann den Fichtenwald nicht einfach abholzen und kann auch keinen klimastabilen Mischwald pflanzen. Denn in einem Nationalpark gilt: Natur Natur sein lassen! Wenn das Nationalparkamt genauso handeln würde wie ein städtisches Forstamt, dann könnte man den Nationalpark Harz auch gleich dicht machen. Also hat man ein Problem:

  • Auf der einen Seite ist der Klimawandel. Und der ist selbstverständlich ganz schrecklich und die Zukunft ist grauenvoll!
  • Auf der anderen Seite ist die Natur. Und die soll man einfach machen lassen. Die hilft sich selber. Also ist es doch nicht so schlimm. Weil die Natur ja immer eine Lösung findet. So jedenfalls hat man es jahrelang erzählt. Wildnis! Urwald! Das verträgt sich schlecht mit Kahlschlägen und künstlich gepflanztem Mischwald. Esskastanien und Douglasien im Brockenurwald? Das geht gar nicht!

Also muss sich das Nationalparkamt etwas einfallen lassen. Das Ergebnis ist ein Spagat:

  • Auf der einen Seite: „Hitze! Dürre! Alarm! Der Wald stirbt! Panik! Hitzetote!“
  • Auf der anderen Seite: „Alles schon mal dagewesen! Ruhe bewahren! Geduld! Die Natur findet immer einen Weg!“

Die einen sagen dies, die anderen das. Und manchmal reden sie bunt durcheinander. Genau dies habe ich gefunden bei der Analyse der Informationsschilder, die das Nationalparkamt in den Jahren des großen Fichtensterbens im Park aufgestellt hat. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Der Klimawandel und die Informationsschilder im Nationalpark Harz.

Dr. Peter Meyer (NW-FVA) zu den vielen Ebereschen im Brockenurwald

Dr. Peter Meyer ist Leiter der Abteilung für Waldnaturschutz in der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) in Göttingen und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik. Ich habe ihm nach meiner Wanderung über den Höllenstieg zum Brocken eine E-Mail geschrieben und gefragt, ob er vielleicht eine Erklärung für die vielen Ebereschen im Brockenurwald hat.

Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,
wir hatten vor Jahren einmal einen E-Mail-Austausch zum NLP Harz. Ich erinnere mich noch gerne daran. Damals war ich auf meiner Webseite sehr kritisch mit dem NLP umgegangen: Kahlschläge, Wildverbiss usw. Sie waren sehr viel diplomatischer, hatten aber am Bsp. des Bruchbergs die Schäden durch Rotwild an den Laubbäumen und insbesondere der Eberesche sehr gut dokumentiert. Weiterlesen

Video: Der Höllenstieg zum Brocken

Ein 8-minütiges Video möge meinen Artikel über den Höllenstieg zum Brocken ergänzen. Die eingespielten Audiokommentare entstammen zwei Quellen:

Beide Autoren sind mittlerweile gestorben: Stern 2019, Bibelriether 2025.1Stets im Gedächtnis wird mir bleiben, wie Bibelriether mir 2014 beim Verfassen des Artikels Die Verdopplung der Borkenkäferschutzzone geholfen hat. Die im Film eingespielten Aussagen beziehen sich zwar auf den Nationalpark Bayerischen Wald. Seit 2018 passen sie aber auch auf den Nationalpark Harz.

Wunderschön – Höllenstieg im Nationalpark Harz

Sehr geehrte Frau …,
[…]
Ich war die letzte Woche auf dem Höllenstieg wandern. Und ich war begeistert! Restlos! Ohne Ironie! (Wenn Pusch das als Leiter noch erlebt hätte, dass der Adrian das über den NLP sagt …) Für solche herrlichen Waldbilder bin ich früher extra 800 km zum Rachel/Lusen in den NLP Bayerwald gefahren …
Insbesondere der aktuelle Zustand des Hochlagenwalds am Renneckenberg ist sensationell! Toll! Wunderschön! (Aber das muss ich Ihnen vermutlich nicht erzählen und ich trage Eulen nach Athen.) Die Ergebnisse der Stichprobeninventur 2015-17 sind ja nun wohl Geschichte.

Meine 4 Fragen:

  1. Gibt es aktuelle Forschungsberichte zum Hochlagenwald *nach* der Kalamität? Waldökologisches Monitoring?
  2. Wie beurteilt man die Verjüngung? (Gesicherte Verjüngung der Vogelbeeren – Jesus! Mehr als im NLP Bayerwald! Oder halluziniere ich?)
  3. Wie steht es mit dem aktuellen Wildverbiss? Monitoring? Terminaltriebverbiss im dortigen Revier? Schälschadeninventur?
  4. Wie geht es dem Wolfsrudel? (Ich hoffe inständig, dass es ihm gut geht! Inständig! Möge es wachsen und gedeihen. Auf dass es ihm nicht so geht wie Bruno.)

[…]
Danke für Ihre Arbeit!
Mfg
gezeichnet
Franz-Josef Adrian

Lesen Sie hier meinen neuen umfangreichen Artikel mit nicht weniger als 56 Fotos von einem Naturparadies: Der Höllenstieg zum Brocken.

Nationalpark Harz – Fehlende Tätigkeitsberichte 2023 und 2024

Die beste Ehefrau von allen meint, ich sei der Einzige, der die Tätigkeitsberichte des NLP Harz liest. Also nicht, dass sie immer recht hätte, das nicht. Aber manchmal drängt sich schon der Eindruck auf, dass niemand sonst die liest.

Und so fällt auch niemandem auf, dass die Tätigkeitsberichte der letzten beiden Jahre fehlen. Da es auch keine Pressemitteilung gibt, die das erklärt, um Verständnis bittet oder sich dafür entschuldigt, habe ich beim NLP nachgefragt:

An: Poststelle@npharz.de

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich vermisse die Tätigkeitsberichte der letzten beiden Jahre. Zumindest der für 2023 sollte doch nun so langsam fertig sein!
Ich bin beunruhigt. Fehlt es nun auch schon im NLP an geeignetem Fachpersonal? Das kann doch nicht sein! Krankheitsstand? Überlastung? Kapazitätsengpässe bei so einer wichtigen Veröffentlichung?
Wann ist mit dem Erscheinen zu rechnen?
Mit freundlichen Grüßen
gez. Franz-Josef Adrian

Frau … von der Nationalparkverwaltung hat umgehend geantwortet: Weiterlesen

Brockenbahn und Auerhuhn

In meiner letzten E-Mail an Frau Dr. Röntgen vom Nationalparkamt stelle ich folgende Frage: „Warum verbieten Sie nicht die Harzer Schmalspurbahn (HSB)?“ Natürlich könnte eine Antwort lauten, dass die Nationalparkleitung das gar nicht darf und dass es dafür keine gesetzliche Grundlage gibt. Andererseits aber ist die Führung des Nationalparks Harz ein Akteur auf der politischen Bühne mit nicht unerheblichem Einfluss. Und die Harzer Schmalspurbahn ist alles andere als unumstritten. Denn sie macht keinen Gewinn, sondern Verluste und ist auf Fördermittel der Länder und Kommunen angewiesen. Ein Fahrgast, der für Hin- und Rückfahrt zum Brocken 57 € zahlt, zahlt also nicht nur den absurd hohen Fahrpreis. Er finanziert die Brockenbahn zusätzlich durch die Steuern, die er entrichtet.

Dieser Beitrag ist gegliedert in folgende Kapitel:

Ich habe Grok gefragt: Wie viel Gewinn macht die Harzer Schmalspurbahn GmbH?
Nächste Seite: Grok zum Gewinn der HSB

Wie gut sichtbar ist der Schneelochweg?

In früheren Artikeln zum Schneelochweg hatte ich vor den großen Gefahren des Schneelochwegs gewarnt, z. B. hier: 10 Sicherheitshinweise für den Schneelochweg. Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob die Gefahr, sich zu verirren und von Granitblöcken zu stürzen oder im Moor zu versinken, wirklich so groß ist. Denn offensichtlich ist der Weg irgendwann in den letzten Jahren freigeschnitten und mit roten Punkten markiert worden.

Sie können sich selbst ein Bild davon machen. Schauen Sie sich die Fotos an und überprüfen Sie, ob Sie den Weg erkennen: Wie gut sichtbar ist der Schneelochweg?

  

Der Brockenurwald im Nationalpark Harz – April 2025

Von einem gewissen Jens wurden mir Filmaufnahmen vom Schneelochweg zugespielt. Einige Aufnahmen zeigen den sog. Brockenurwald im oberen Teil des Wegs, der verboten und gesperrt ist. Wie natürlich dieser Urwald tatsächlich ist, kann niemand sagen – vermutlich nicht einmal Insider in der Nationalparkverwaltung. Denn was die Hirsche vom Urwald übrig lassen, weiß niemand. Auffällig ist, dass hier oben keine Vogelbeeren, keine Birken, kein Bergahorn, keine Weiden und auch sonst keine Pionierbäume wachsen. Vielleicht ist das natürlich, vielleicht nicht.

Wie auch immer: Meiner Meinung nach kommt man nirgendwo im Park so nahe an den Urwald heran wie auf diesem Schneelochweg. Zumindest suggerieren das die Filmaufnahmen. Aber natürlich muss man lebensmüde und todesmutig wie dieser Jens sein, um sich in unmittelbare Nähe der toten Fichten zu wagen. Denn diese können jederzeit und ohne Vorwarnung umfallen.1siehe auch Soll man abgestorbene Fichten stehen lassen? Auf dem nicht einmal 100 m langen sog. Urwaldstieg des Nationalparks kann das selbstverständlich nicht passieren; dieser ist absolut verkehrssicher. So sagt man.

Der Eckerlochstieg im Nationalpark Harz nach dem Fichtensterben

Der Schneelochstieg im Nationalpark Harz ist verboten. Aber es gibt ja noch andere Stiege am Brocken, die nicht verboten sind; z. B. den Eckerlochstieg. 2015 bin ich ihn im Winter gegangen und damals standen die Fichten noch, zumindest die meisten. Siehe meinen damaligen Artikel: Eckerlochstieg zum Brocken. Niemand hat damals auch nur geahnt, was drei Jahre später passieren würde.

Ich veröffentliche heute den ersten Teil eines Artikels über den Eckerlochstieg im Jahr 2025: Auf der Suche nach einem Untertitel.

Nationalpark Harz – Offener Brief an die Verwaltung

Nationalpark Harz – Preiswerte Busverbindung zum Brocken

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage zum Öffentlichen Nahverkehr im NLP Harz. Ich bin 62 Jahre alt und 50 % schwerbehindert. In der vergangenen Woche bin ich den Eckerlochstieg zum Brocken hochgewandert.

teilweise steil“

Ich war – wie Sie sich vielleicht vorstellen können – sehr stolz auf mich, dass ich diesen „teilweise steilen und stein- und wurzelreichen Weg“ und die „500 Höhenmeter“ geschafft habe.

„stein- und wurzelreich“

Sie räumen selbst ein, dass „gute Kondition“ dafür erforderlich ist (Zitate aus Ihrer Broschüre „Durch das Eckerloch zum Brocken“ 8. Auflage 2018).

Liebend gern hätte ich mir den Rückweg gespart und wäre mit einem Bus wieder nach Schierke zurückgefahren. Weiterlesen

Eichennatürverjüngung ohne Zaun und Schutzhüllen im Harz

Meine Artikel sind in letzter Zeit etwas deprimierend; es geht fast nur um Kahlschläge, tote Fichten, Wildverbiss und gescheiterte Wiederaufforstungen. Das hat etwas von Endzeitstimmung. Doch es gibt Lichtblicke: Cornelius Meyer-Stork war einer. Das macht Mut! Das macht Hoffnung! Es ist nicht alles schlecht!

junge Eiche vorne links am Wiesenrand, nicht aus der Baumschule, ungezäunt und ohne Schutzhülle, am Schloteberg (470 m) südlich von Ilsenburg

Und nicht nur der private Wald von Herrn Meyer-Stork stimmt hoffnungsfroh. Auch ein Teil des Stadtwalds Ilsenburg. Und auch ein Teil des Landeswalds Sachsen-Anhalt. Der Wald am Schloteberg gehört nämlich beiden: der Stadt und dem Land. Und dort gibt es eine vielfältige Naturverjüngung ohne Zaun und ohne Schutzhüllen. Dort wachsen ohne jeden Schutz junge Eichen, die nicht aus der Baumschule kommen! Im Harz! Praktisch direkt neben dem Nationalpark. Es ist unglaublich! Und ein kleiner Lichtblick! Ein kleiner. Aber es ist einer!

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel, in dem es auch um Verkehrssicherungspflicht, Megagefahrenbäume und Caspar David Friedrich geht. Und in dem Mountainbiker eine ganz wichtige Rolle spielen: Eichennaturverjüngung am Schloteberg im Harz.

 

Zu viel Wild im Tänntal?

Gibt es zu viel Wild im Tänntal? In meinem Artikel Zeigt die Fingerhutblüte im Tänntal zu hohe Wilddichten an? konnte ich diese Frage nicht klären. Aber dann bekam ich unverhofft Hilfe von jemandem, der es wissen muss: Cornelius Meyer-Stork. Er besitzt einen großen Wald im Tänntal und er kennt sich mit der Jagd aus. Wenn jemand das Kunststück fertig bringt, in seinem Wald Weißtannen ohne Zaun und ohne Schutzhüllen zu verjüngen, dann muss er Ahnung von Jagd haben. Denn Weißtannen sind extrem verbissempfindlich:

„Die Etablierung der Weißtanne und dauerhaft hohe Bestände von Rot-, Dam- oder Muffelwild als Standwild schließen sich aus. Auf eine intensive Rehwildbejagung ist gleichsam zu achten.“1Positionspapier der ANW zur Weißtanne

Weißtannnen – Naturverjüngung im Wald von Cornelius Meyer-Stork

Herr Meyer-Stork hat es mir genau erklärt: Waldbesitzer Meyer-Stork zur Wilddichte im Tänntal

Zur Fingerhutblüte in den Harz

Im Artikel Was kostet die Wiederaufforstung in Ilsenburg im Harz? hatte ich ironisch die Vermutung aufgestellt, die neue Touristenattraktion der Stadt Ilsenburg werde in Zukunft vielleicht die Fingerhutblüte sein. Mit einem Wald könne sie schließlich nicht mehr werben. Nun – die Stadt hat die Fingerhutblüte noch nicht für sich entdeckt, aber ich bin schon einmal ihretwegen in den Harz gefahren, genauer gesagt ins Tänntal etwas südlich von Ilsenburg.

Heute veröffentliche ich einen ersten Teil meines neuen Artikels zum Tänntal. Weitere Teile werden folgen: Der Gemeindewald im Tänntal

Ich muss 174,60 Euro an die Stadt Ilsenburg zahlen

Die Beantwortung meiner Fragen zu den Fichtenkahlschlägen und Wiederaufforstungen der Stadt Ilsenburg war nicht kostenlos.

„Gebühren und Auslagen“ der Stadtverwaltung müssen bezahlt werden: § 10, § 3, §§ 4-7, § 10, § 1, §§ 12-14, IZG LSA, VwKostG LSA, IZG LSA KostVO, AllGo LSA, Abs., Satz, Anlage, i. V. m. Teil A und Teil B. Der folgende Brief erklärt es ganz genau: Weiterlesen

Was kostet die Wiederaufforstung in Ilsenburg im Harz?

Tänntal, Stadtwald Ilsenburg1siehe auch Wanderer und Mountainbike-Fahrer beeinträchtigt – Warum im Ilsenburger Stadtwald das Totholz entfernt wird, Volksstimme vom 10.9.2022

Denis Loeffke, Bürgermeister von Ilsenburg im Harz, konnte die Frage nach den Kosten der Wiederaufforstung in seinem Stadtwald nicht beantworten:

„Hier müssten also ab 2018 sämtliche Rechnungen, Buchungen und Verwendungsnachweise in die Hand genommen und für sie aufbereitet werden. So würde ein geschätzter Arbeitsaufwand von ca. 16 – 20 Stunden verschiedener Mitarbeiter erforderlich sein.“

16 – 20 Arbeitsstunden, die ich bezahlen müsste – Informationsfreiheitsgesetz hin oder her. Dankenswerter gibt es aber schon eine Kostenaufstellung für die Wiederaufforstung im Stadtwald, wenn auch versteckt unter Wirtschaft und Bauen – Projektförderung. Weiterlesen

Adventskalender – 24. Dezember

Eine schöne Bescherung!

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz des Landes Sachsen-Anhalt hat mir geantwortet. Anfang Dezember hatte ich mich bei ihm über den Bürgermeister von Ilsenburg beschwert, weil dieser nicht auf meinen zweiten offenen Brief geantwortet hatte.1siehe Der Bürgermeister von Ilsenburg antwortet nicht

Meine beiden offenen Briefe2siehe Offener Brief an den Bürgermeister von Ilsenburg und Zweiter offener Brief an den Bürgermeister von Ilsenburg an den Ilsenburger Bürgermeister hängen direkt mit dem Thema dieses Adventskalenders zusammen: Auch in Ilsenburg geht es um das Fichtensterben. Kein Wunder, denn Ilsenburg liegt im Landkreis Harz. Und dieser hält einen traurigen Rekord: mit 19.620 ha ist er von 2018 bis 2020 derjenige Landkreis Deutschlands mit dem höchsten Verlust an Nadelwäldern.3Thonfeld, F.; Gessner, U.; Holzwarth, S.; Kriese, J.; da Ponte, E.; Huth, J.; Kuenzer, C. A First Assessment of Canopy Cover Loss in Germany’s Forests after the 2018–2020 Drought Years. Remote Sens. 2022, 14, 562. https://doi.org/10.3390/rs14030562, CC BY 4.0 Deed Auch Sachsen-Anhalt nimmt einen unrühmlichen Spitzenplatz ein: 2018-2020 hat es 17 % seiner Nadelwälder verloren. Damit liegt es auf Platz 3 der Bundesländer – hinter NRW (26 %) und Hessen (20 %).4Adventskalender – 23. Dezember

Hier nun die Antwort des Landesbeauftragten: Weiterlesen