Nachdenken über Sinner – Teil 2

Nehmen wir einmal an, Sinner sitzt auf seiner Wolke im Himmel und beobachtet von dort das Geschehen in seinem Nationalpark. Was denkt er, wenn er den großflächig abgestorbenen Fichtenwald rund um den Falkenstein sieht?

Hochlagenfichtenwald am Großen Falkenstein

  1. 13 Jahre lang habe ich den Borkenkäfer bekämpft. Hunderte Hektar habe ich räumen lassen.1Siehe Totholzflächen im Nationalpark Bayerischer Wald Alles umsonst!
  2. Immer habe ich an die Wissenschaft geglaubt. Über 99% der Wissenschaftler waren sich einig: Es gibt eine Kaltklimafichtenrasse in den Hochlagen! Und jetzt kommen die Politiker und leugnen die Wissenschaft!
  3. Die Borkenkäferbekämpfung in den Entwicklungszonen war notwendig. Sie war naturverträglich. Sie war gut für den Holzmarkt. Sie war naturschutzrechtlich unstrittig. Und plötzlich stoppen die Politiker die Bekämpfung und ruinieren alles!
  4. Ich habe es immer gewusst, aber ich habe mitgemacht. Wir haben alle mitgemacht. Was tut man nicht alles, um Leitender Forstdirektor zu werden?

Hintergrund

Am 23. Juni 2022 erließ die bayerische Staatsregierung unter Leitung des Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder mit Zustimmung des Bayerischen Landtags die Verordnung 791-4-2-U. Sie trat eine Woche später, am 1. Juli 2022, in Kraft. Mit dieser Verordnung wurde  §14 der Nationalpark-Verordnung (NPVO) ersatzlos gestrichen.2siehe Bayern-Recht – Verkündungsplattform Fundstelle GVBL. 2022 S. 277
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Der schönste Wald der Sila Grande – La Fossiata

Kürzlich hatte ich angekündigt, dass ich zukünftig für Abonnenten einen neuen Artikel pro Monat schreiben werde. Heute beginnt ein neuer Monat. Hier also der versprochene neue Artikel: La Fossiata – der schönste Wald der Sila Grande.

Das passende 10-minütige 4K-Video dazu gibt es für Abonnenten auf Anfrage ab Monatsmitte.

Neues privates YouTube-Video: Die Giganten der Sila

Einen Artikel über die Giganten der Sila habe ich ja schon veröffentlicht: Es geht um riesige Kiefern im Nationalpark Sila in Kalabrien, die bis zu 45 m hoch, 2 m dick und 350 Jahre alt sind. Der Artikel enthält nicht nur die genaue Wegbeschreibung und 29 4K-Fotos, sondern ich bringe auch Licht in das Dunkel der Namen für die gigantischen Bäume: „Pinien Larici“, „Pino Laricio“ und „Pino silano“ – Reiseführer sind sehr kreativ. Zur Auswahl stehen zusätzlich: korsische oder kalabrische oder Sila-Kiefer. Schwarzkiefer ist auch im Angebot. Die lateinischen Artnamen lasse ich der Übersichtlichkeit halber an dieser Stelle einmal weg.

Giganten der Sila

Nicht nur der Artikel steht nun zum überwiegenden Teil hinter der Paywall. Auch das Video, das ich heute auf YouTube veröffentlicht habe, ist privat, d. h., nur Abonnenten können es sich anschauen. Wenn Sie Abonnent sind und Interesse an dem Video haben, schicken Sie mir bitte Ihre E-Mail-Adresse, unter der Sie bei Google registriert sind. Dann trage ich diese in die Liste der Personen ein, mit denen ich dieses Video teile, und Sie erhalten von YouTube automatisch eine Nachricht mit dem Link zum Video.1Selbstverständlich können Sie sich auch für alle meine privaten Videos freischalten lassen. Eine Liste der bisher veröffentlichten 14 Videos finden Sie hier.

Vielleicht wird Ihnen nicht nur der niedliche Hund auffallen, der an einer Stelle ins Bild kommt und mit großem und nicht erlahmendem Eifer eine Maus o. ä. jagt. Sie werden möglicherweise auch die Buchen bemerken, die dort wachsen. Es ist keine Kiefernplantage. Die Buchen sind alle gesund. Kein Waldsterben nirgends. Und das in Süditalien.

Idee zur unbekannten Pionierbaumart am Wüstebach

In meinem gestern veröffentlichten Artikel Adlerfarn statt Auenwald spreche ich auch über einen unbekannten Pionierbaum, der dort in großen Mengen auf dem Kahlschlag am Wüstebach wächst:

Pionierbaum am Wüstebach im Nationalpark Harz

Ich habe hin und her überlegt, welche Baumart das sein könnte. Weiterlesen

Sabines Fotos Teil 3 – Adlerfarn statt Auenwald

Erklärtes Ziel der „flächigen Entnahme  von Fichten“ am Wüstebach im Nationalpark Eifel einen „naturnahen Auenwald selbständig entstehen zu lassen“. Die Natur sollte die „Möglichkeit“ erhalten für eine „natürliche Ausbreitung von Eschen, Erlen und Weiden“.

Nun – diese Möglichkeit hat die Natur in den vergangenen 12 Jahren offenbar nicht genutzt. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Adlerfarn statt Auenwald.

Der nächste Artikel erscheint im März – dann mit dem vierten und letzten Teil der Fotos von Sabine.