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Einleitung
Der Nationalpark Eifel wollte Bachtäler renaturieren.1siehe Das LIFE+-Projekt „Wald-Wasser-Wildnis“ Eschen, Erlen und Weiden sollten sich ausbreiten:
Auf dem Schild steht das erklärte Ziel der „flächigen Entnahme von Fichten in Bachtälern“:
„Die Natur erhält so die Möglichkeit, über die natürliche Ausbreitung von Eschen, Erlen und Weiden einen naturnahen Auwald selbständig entstehen zu lassen.“
Adlerfarn
Das hat irgendwie nicht funktioniert. Die Fotos von Sabine demonstrieren, dass sich am Wüstebach auf dem Kahlschlag Pafferscheid-Süd der Adlerfarn ausbreitet.
Adlerfarn ist bekannt dafür, dass er große, dicht geschlossene Bestände bildet. Jetzt im Winter liegen die Wedel abgestorben am Boden. Im nächsten Frühjahr werden die unterirdischen Kriechsprosse (Rhizome) wieder neue Blätter bilden.
Die Fotos machen deutlich, dass überall da, wo der Farn wächst, keine jungen Bäume wachsen. Das ist keine Überraschung und der Forstwirtschaft bekannt:
„Für die Forstwirtschaft werden dichte Bestände des Adlerfarn problematisch, da sie „verdämmend“ wirken, nämlich so gut wie jede Naturverjüngung der Bäume unmöglich machen und auf Forstkulturflächen gepflanzte Bäume rasch verdunkeln können.“2Wikipedia – Adlerfarn – Behandlung durch die Forstwirtschaft
Auf dem Foto oben sieht man in der Mitte etwas im Hintergrund einen jungen Baum, der mit dem Adlerfarn kämpft. Links im Hintergrund wird ein zweites Bäumchen vom Adlerfarn bedrängt.
Zwei Stahlplatten liegen über dem Wüstebach und ermöglichen es den Mitarbeitern des Nationalparks, trockenen Fußes den Bach zu überqueren. Auch 12 Jahre nach den Kahlschlägen im September 2013 haben sich am Bach keine Bäume angesiedelt – auch nicht am rechten Ufer, wo statt Adlerfarn Binsen wachsen. Geeignete Samensbäume wären ja durchaus vorhanden, wie man an den großen Erlen rechts im Hintergrund sieht.
Unbekannter Pionierbaum
Wenn auch der Adlerfarn ein großes Problem darstellt, so kann er die Naturverjüngung doch nicht ganz verhindern. Die Fotos von Sabine zeigen, dass sich eine bestimmte Baumart durchaus hat ansiedeln können. Welche Baumart es ist, kann ich leider nicht sagen. Zu einer Bestimmung der Art fehlen natürlich im Winter die Blätter, und allein mithilfe der Borke eine Entscheidung zu treffen, fällt mir schwer. Birken sind es definitiv nicht. Erlen wohl auch nicht. Vielleicht sind es Weiden. Das wäre dann immerhin eine Baumart, die sich laut den Plänen der Nationalparkverwaltung ansiedeln sollte. Allerdings wachsen die meisten dieser Bäumchen nicht am Bach, sondern weit davon entfernt – sehr viele direkt am Weg.
Wenn Sie erkennen können, um was für einen Baum es sich handelt, schreiben Sie es bitte in den Kommentar.
