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Einleitung
2019 war die kleine Welt von Porta Westfalica noch in Ordnung: der Wolfsschluchtweg war noch nicht gesperrt und jeder konnte diesen Weg zwischen dem berühmten Kaiser-Wilhelm-Denkmal und der weniger berühmten Wittekindsburg gehen. Das Mindener Tageblatt (MT) widmete ihm einen langen Artikel: der Buchenwald sei „verwunschen“, das Wesertalpanorama „romantisch“ und die Wolfshöhle „mystisch“.1siehe Abenteuerlicher Weg zum vergessenen Relief, MT vom 23.1.2019
Ein Jahr später ist die Welt in Porta Westfalica nicht mehr heil: Das Regionalforstamt hat den Weg auf Weisung des Umweltministeriums gesperrt. Die Aufregung ist groß. In nur wenigen Wochen veröffentlicht das Mindener Tageblatt mehr als 10 Artikel zur Sperrung. Und die Zeitung ergreift eindeutig Partei gegen die Sperrung. In Düsseldorf versteht man die Welt nicht mehr. In Porta Westfalica hat man sie noch nie verstanden.
In diesem Aufsatz werde ich mit vielen Argumenten begründen, warum die Entscheidung des Umweltministeriums richtig ist. Dessen Gegner haben Unrecht. Ihre Gründe sind nicht stichhaltig, ihre Vorschläge nicht durchführbar.
Die fragwürdige Rolle des Mindener Tageblatts
Im ersten Kapitel widme ich mich einem Artikel des MT, der ein Jahr vor der Sperrung erschienen ist: Abenteuerlicher Weg zum vergessenen Relief. Der Artikel verwendet bereits viele der falschen Behauptungen, die ein Jahr später das Gesprächsklima vergiften werden. Im den folgenden Kapitel analysiere ich ausführlich die Artikel des MT, die ab Ende März 2020 erscheinen. Schwerpunkt der Analyse ist die gezielte Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch das MT.
Die Seite ist also gegliedert in folgende Kapitel:
- 23.1.2019 – der Zeitungsartikel „Abenteuerlicher Weg zum vergessenen Relief“
- 30.3.2020 – der erste Artikel des MT zur Sperrung
- 31.3.2020 – der zweite Artikel des MT zur Sperrung
- 1.4.2020 – der Film der WDR-Lokalzeit OWL über die Sperrung
- 6.4.2020 – der dritte Artikel des MT zur Sperrung
- 15.4.2020 – der vierte Artikel des MT zur Sperrung
- 16.4.2020 – der fünfte Artikel des MT zur Sperrung
- 28.4.2020 – der sechste Artikel des MT zur Sperrung
- 16.5.2020 – der siebte Artikel des MT zur Sperrung
- Erste Zwischenbilanz – Die Meinungsmache des MT
- 20.5.2020 – der achte Artikel des MT zur Sperrung
- 22.5.2020 – der neunte Artikel des MT zur Sperrung
- 27.5.2020 – der Stadtrat von Porta beschwert sich beim Petitionsausschuss
- Zweite Zwischenbilanz – Gegen die Sperrung protestiert zwar nur eine Minderheit – es ist aber ein hervorragendes Wahlkampfthema
- 28.5.2020 – der zehnte Artikel des MT zur Sperrung
- 16.6.2020 – der elfte und letzte Artikel des MT zur Sperrung
- Ausblick
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Die Sperrung des Weges finde ich absurd, es würde völlig reichen ein Schild aufzustellen, das es nicht ganz ungefährlich ist. Ich bin im zarten Alter von 5 Jahren (1954) mit meinen Großeltern mit der Strassenbahn nach Barkhausen nahe der alten Weserbrücke gefahren und dann zum Dekmal hoch gespiegelt. Weiter auf dem Wolfschluchtsweg mit Betreten der Grotte, bis zur Wittekindsburg und wieder zurück. Auch den Bismarckturm am Kammweg (da saß einer und man zahlte 10 Pfennig für das Besteigen) haben wir erklommen. Heutzutage wird gewarnt wenn nicht gar verboten in den Wald zu gehen wenn mal der Wind weht. Später bin ich immer wieder mit Freunden und Bekannten den Weg gegangen, bis zum wilden Schmied usw. Heute wird man gegängelt,Bevormundung und von Verboten überschüttet wenn man mal die asphaltierten Strassen und Wege verlässt !!! Verwunderlich dass Fußgänger keine Helme, Knie und Ellenbogenschoner tragen müssen, der Strassenverkehr ist für für sie doch das Gefährlichste. Aber die „Freiheit“ des Autofahrers ist den Lobbyisten ja heilig. Alles andere wird in strenge Regeln gefasst. Das Argument den Wald zu schützen sollte auf den CO2 Ausstoß angewendet werden, Fußgänger sind gewiß nicht die Schlimmsten. Aber wen interessiert es???