Schließt das Kerngebiet!

Der amerikanische Standup-Comedian Tim Dillon hielt in seiner Show vom 22.8.26  eine knapp zweiminütige Rede, in der er die Schließung der Strände in den USA forderte. Ich habe diesen Teil übersetzt und auf das Kerngebiet des Nationalparks Bayerischer Wald übertragen:

„Hier ist mein Standpunkt zu der ganzen Sache – und ich habe es schon einmal gesagt: Ich bin dafür, das Kerngebiet des Nationalparks Bayerischer Wald zu schließen. Dauerhaft. So ähnlich wie bei Covid das Hans-Eisenmann-Haus, das Haus zur Wildnis, das Waldgeschichtliche Museum, das Jugendwaldheim, das Wildniscamp, die Tier-Freigelände und das Waldspielgelände.

Ich bin für die Schließung des Kerngebiets. Ich bin dafür, das Kerngebiet zu schließen, weil es dort viele Auerhühner und Haselhühner gibt, wegen der Störungen, der Kükenaufzucht und all solchen Dingen.

Leute, wisst ihr was? Ich glaube, es ist an der Zeit, dass wir das ganze Kerngebiet im Nationalpark schließen. Das ist eine Ansicht, die ich mittlerweile vertrete – früher habe ich das nicht so gesehen. Ich war diesen Sommer einmal im Kerngebiet. Es war in Ordnung.

Aber wissen Sie, ich glaube, jetzt ist der Zeitpunkt für eine Schließung gekommen. Wir sollten ein Moratorium einführen. Lassen Sie uns ein fünfjähriges Moratorium beschließen: Man darf nicht mehr ins Kerngebiet gehen. Schluss damit, Kerngebiet zu! In fünf Jahren sehen wir uns die Sache noch einmal an.“

Weiterführende Links:

Adventskalender – 16. Dezember

Lörmecke-Tal bei Bestwig-Nuttlar

Hinweis: Das Folgende ist eine Satire. Es ist nicht ernst gemeint. Man könnte mich missverstehen. Denn der größte Binnenland-Windpark Europas (Lichtenau-Asseln) ist tatsächlich keine 50 km vom Lörmecke-Tal entfernt. Und viele Förster hören sich fast so an wie Aktivisten von Fridays For Future, wenn sie in jedem zweiten Satz von Dürre, Trockenheit, Klimakrise und Hitzenotstand reden und sich fast so gebärden, als seien sie die Last Generation von Förstern:

Haben die Aktivisten von Fridays For Future nicht recht? Kann das Aufforsten der Kalamitätsflächen im Sauerland überhaupt funktionieren? Das mit dem klimastabilen Mischwald ist ja gut gemeint … Aber jetzt mal ehrlich: Dürre und Hitze – das wird doch immer schlimmer! Und beim nächsten Hitzenotstand vertrocknen die ganzen gepflanzten Bäumchen wieder! All diese mickrigen Esskastanien, Stieleichen und Elsbeeren können einem doch nur leid tun! Von wegen „Zukunftsbäume“! Das waren die Fichten auch mal! Und jetzt?

Wäre es nicht am besten, man würde auf den Freiflächen Windräder bauen? Im Sauerland gäbe es auch keinen Ärger mit Bürgerinitiativen wie im Reinhardswald. Denn Bäume müssten ja keine mehr gefällt werden; die sind ja schon alle weg! Freiflächen For Future!