Abonnements immer mit 14-tägigem Widerrufsrecht

Martin Pusch hat heute einen guten Kommentar zu meinem Beitrag „Webseite schließen? Pro und Contra“ verfasst. In meiner Antwort habe ich u. a. geschrieben: 

18 € für die Freischaltung von 563 Artikeln ist IMHO ein sehr gutes Angebot, insbesondere wenn man es mit dem Preis von ähnlichen Büchern vergleicht.“

Nun könnte ein Leser, der sich mit Internetabonnements nicht so gut auskennt, vielleicht einwenden, dass man die Katze im Sack kauft. Die Qualität der Artikel könne man ja gar nicht beurteilen, weil diese hinter einer Paywall versteckt sind. Man bezahle also 18 €, ohne zu wissen, was man für sein Geld erhält. Bei Büchern sei das anders: Im Buchladen könne man sie sich ansehen, bevor man sie dann bezahlt. Und bei Amazon könne man sie zurückschicken. 

Nun – das mit der Katze im Sack stimmt nicht! Denn man hat ein 14-tägiges Widerrufsrecht:

„Du möchtest eine Mitgliedschaft kündigen? Du hast das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen deinen Kaufvertrag zu widerrufen.“

Dieses Widerrufsrecht ist EU-weit gültig. Es ist nichts Besonderes und nicht etwa ein besonderer Service von Steady, das die Abonnements verwaltet. Das kostenlose Lesen von Artikeln ist also im Prinzip immer noch möglich. Missbrauch ist nicht auszuschließen: Weiterlesen

Mein – vielleicht – schönster Artikel

Nun – es ist Geschmackssache. Der meiner Meinung nach vielleicht schönste Artikel dieser Webseite ist der über Artenvielfalt auf belassenen Borkenkäferflächen. Mit 51 Fotos von Käfern, Wanzen, Hautflüglern, Vögeln und Pilzen. Die Arbeit an diesem Artikel dauerte vom 22. Mai bis zum 4. Juni 2015.

Crypturgus hispidulus_ov
Rauer Zwergborkenkäfer (Crypturgus hispidulus), Foto mit freundlicher Genehmigung von Lech Borowiec 

Warum ich zukünftig für alle Seiten eine Paywall benutze

Ich hatte es schon in meinem gestrigen Beitrag angekündigt, dass ich zukünftig alle neuen und alle alten Artikel hinter eine Paywall stellen werde. Denn in den Artikeln steckt sehr viel – zu viel – Arbeit und diese Arbeit werde ich nicht mehr kostenlos zur Verfügung stellen. Ich hatte gestern bereits an einem Beispiel gezeigt, wie viel Arbeitszeit für einen Artikel nötig ist. Ich möchte das heute an einem anderen Beispiel zeigen. Es ist der Artikel Antrag auf Kahlschlag am Wüstegarten durch Achim Frede, den ich 2017 veröffentlicht habe:

  • Der Aufsatz besteht aus insgesamt 18 Seiten.
  • Er enthält mehrere Dutzend Links und Zitate.
  • Er diskutiert ausführlich die Themen Borstgrasrasen, Flechten, Blockhalden u. v. a. m.
  • Allein die Liste der Namen im letzten Kapitel verschlägt mir heute selbst den Atem.

Wüstegarten Weiterlesen

Webseite schließen? Pro und Contra

Einleitung

Anfang dieses Jahres machte ich meinen Entschluss publik, diese Webseite Ende Februar zu schließen. Ich informierte meine Abonnenten, kündigte das Steady-Projekt, den Webhosting-Vertrag, die Abos für die WordPress-Plugins und löschte alle YouTube-Videos. Drei Wochen hielt ich an meinem Entschluss fest. Dann machte ich alles wieder rückgängig.

Im folgenden Beitrag möchte ich die Gründe für meine Kündigung und deren Widerruf etwas ausführlicher erläutern. Bei Gesprächen mit Abonnenten ist mir deutlich geworden, dass Erklärungsbedarf besteht. Der Beitrag ist gegliedert in folgende Kapitel:

  1. Die Kosten einer Webseite
  2. Die Arbeit für einen Artikel
  3. Konsequenzen für die Zukunft

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Der Fluch des Clickbaiting

Einleitung

In meinem Beitrag zum Ende dieser Webseite hatte ich geschrieben:

„Von den vielen Gründen für diese Entscheidung seien hier nur drei erwähnt …“

Es gab also mehr Gründe als nur die drei erwähnten. Einer versteckt sich in dem Satz:

„Das wichtige Yoast-SEO-Premium-Plugin für WordPress kostet z. B. rd. 150 € jährlich.“

Es ist dieses Plugin, das mich in den Wahnsinn getrieben und zur Weißglut gebracht hat. Es geht um Clickbaiting. Um Search Engine Optimization. Um Keyphrases und Teaser. Es ist ein Fluch!
Dieser Beitrag ist gegliedert in folgende Abschnitte:

  1. Clickbaiting – Mit Speck fängt man Mäuse
  2. Suchmaschinenoptimierung mit der Focus-Keyphrase
  3. Im Hamsterrad der Suchmaschinenoptimierung
  4. Der Fluch des Clickbaiting

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Nicht das Ende dieser Website

Am 16. Januar hatte ich den unten stehenden Beitrag veröffentlicht. Einen Monat lang hielt ich an meinem Entschluss fest, die Webseite zu schließen. Vor wenigen Tagen habe ich meine Entscheidung widerrufen. Zu Dokumentationszwecken veröffentliche ich hier noch einmal meinen ursprünglichen Beitrag, der nicht mehr gültig ist:

Dies ist mein letzter Beitrag. Nach 12 Jahren beende ich diese Website Ende Februar. Dann läuft der Vertrag mit dem Webhosting-Unternehmen aus und die Seite wird gelöscht. Von den vielen Gründen für diese Entscheidung seien hier nur drei erwähnt:

1.
Es gibt zu wenig Leser. Und die „Views“, die das WordPress-Statistikprogramm anzeigt, sagen nichts aus über die Verweildauer. Womöglich werden nur die Überschriften gelesen. Die ganze Arbeit ist für die Katz. Z. B. wurde der Beitrag Nationalpark Harz: Stehendes Totholz 2000 – 2022 von nur 10 Personen angeklickt. Weiterlesen

Ich verabschiede mich vom deutschen Wald

Ich habe die Beschimpfung des Sauerlands ernst gemeint. Das war nicht gespielt. Ich fahre da nicht mehr hin. Kein Katastrophentourismus mehr. Ich fahre auch lieber nicht mehr in den Harz. Zumindest nicht mehr in den Nationalpark. Die alten Kirchen und Klöster dort sind sehr schön. Aber erst einmal keine Fahrt mehr in einen deutschen Nationalpark. Auch keine Naturwaldzellen mehr. Und keine FFH-Gebiete. Keine Briefe mehr an Forstämter. Nein, besser nicht. Auch nicht an Bürgermeister. Oder Umweltämter. Oder Jagdbehörden. Das lohnt nicht. Vielleicht später einmal wieder.

Rothaarsteig, Sauerland

Warum ich Ihnen – fast – nichts mehr erklären kann

Im Februar 2021 hatte ich geschrieben, dass ich fortan keine neuen Artikel mehr schreiben würde. Erst dann würde ich wieder Artikel veröffentlichen, wenn ich „ohne Maske, ohne Abstand, ohne Impfung und ohne Impfausweis in meinem Lieblingscafé sitzen könnte“. Dass ich kurze Zeit später einen negativen Covid-Test brauchen würde, um in meinem Lieblingscafé sitzen zu dürfen, konnte ich damals nicht ahnen. Ich hätte es mir auch nicht vorstellen können. Wie ich mir damals vieles nicht habe vorstellen können. Weiterlesen

Keine neuen Artikel mehr!

Vor wenigen Tagen schrieb mir Silke, ein Mitglied meiner Webseite:

„Mich macht die fortgesetzte Ernte von dicken Buchen im Steigerwald ganz traurig! Es gibt viel zu wenig Methusalembäume: der Wald ist für die Natur entwertet.  Für Höhlenbrüter ist da kein Platz! Mit Naturschutz hat das alles nichts zu tun!“

Zu allem Überfluss hängte sie auch noch ein aktuelles Foto von Steigi-Bleibt-Aktivisten an ihre Mail.

Daraufhin platzte mir der Kragen und ich schrieb ihr folgendes:

Liebe Silke!
Ich habe seit Monaten echt andere Probleme als die Anzahl von Methusalembäumen! Und solange der Lockdown und diese Hygieneregeln anhalten und mich demnächst die Polizei zur Impfung abholt, muntern mich Bilder von diesen dummen Steigi-Bleibt-Aktivisten, die noch dazu alle diese sch… Masken tragen, nun wirklich nicht auf! Also ich schreibe noch einen allerletzten Artikel – über Extinction Rebellion – und mache dann Pause. Ich kann unter diesen Bedingungen nicht schreiben! 
Um Höhlenbrüter macht sich zur Zeit echt überhaupt keine Sorgen:
Franz-Josef

Hinweis: Sollte ich irgendwann wieder – ohne Maske, ohne Abstand, ohne Impfung und ohne Impfausweis – in meinem Lieblingscafé sitzen können, weiß ich schon jetzt, worüber ich dort – bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Torte – schreiben werde: Die Waldschutzbewegung als Avantgarde der Angst.

Nächste Artikel

Am 31.7. veröffentliche ich den dritten Teil meiner Serie über das Prozessschutzrevier Quierschied – dann zum Thema: Prozessschutz und Verkehrssicherung. Im August plane ich ausnahmsweise drei statt zwei Artikel – alle drei über Wanderungen im NLP Bayerischer Wald, z. T. nicht nur mit Fotos, sondern auch mit längeren Filmen:

  • Der Urwaldsteig bei Bayrisch Eisenstein (10.8),
  • Vom Gfäll zum Rachel (20.8) und
  • Vom Lusen zum Steinfleckberg (30.8.).

Pfad zum Steinfleckberg

Danke an meine 20 Mitglieder!

In der letzten Woche kamen zwei neue Mitglieder hinzu und ich habe mich sehr gefreut. Nun sind es schon 20. Als Dank veröffentliche ich heute das folgende Video über den neuen Urwald am Steinfleckberg. Die Arbeit mit Adobe Premiere Pro macht viel Mühe und kostet mich viel Zeit und Nerven. Vieles sieht noch ziemlich dilettantisch aus und es hört sich auch so an. Aber die beste Ehefrau von allen ermuntert mich und meint, ich müsse nicht immer alles perfekt machen.

Nächster Artikel: 15. April

Ich möchte mich an meine Regel halten: 2 Artikel im Monat sind genug. Da ich in diesem Monat bereits drei geschrieben habe, erscheint mein nächster Artikel erst am 15. April. Thema dann wird sein der SPIEGEL-Artikel über die BBIWS und die Online-Petition Wälder sind keine Holzfabriken. Zur Erinnerung: 2 Mitglieder der BBIWS hielten Mitte Dezember in einem Zeitungsinterview eine halbe Million Unterschriften für „eine gute Zahl“. ((siehe In der Holzfabrik, Der Bote vom 15./16. Dezember 2018))

2 Artikel im Monat sind genug – Wider die Informationsflut im Internet

„Wir stumpfen schlicht und einfach ab, wenn man uns stündlich die Katastrophe ankündigt.“
Heiner Flassbeck ((Wenn alles Klimawandel ist, ist Klimawandel nichts mehr))

Einleitung

Ich werde in Zukunft nur noch zwei Artikel pro Monat veröffentlichen. Höchstens. Das liegt nicht nur daran, dass gute Artikel viel Zeit brauchen. Es liegt auch daran, dass im Internet eine Flut von belanglosen Informationen herrscht. Zu dieser Flut an unwichtigen und überflüssigen Informationen will ich nicht beitragen.

Ich werde in diesem Artikel auch die Informationsflut von drei Webseiten kritisieren, die sich mit dem Wald und seinem Schutz beschäftigen: Karl-Friedrich Weber und Peter Wohlleben auf Facebook und die Naturwaldakademie auf Twitter. Diese Seiten tragen leider auch dazu bei, dass die Leser mit oberflächlichen und geschwätzigen Artikeln überschwemmt werden. Dabei nehme ich mich von der Kritik ausdrücklich nicht aus: Auch ich habe in der Vergangenheit manchmal viel zu viele Artikel in viel zu kurzer Zeit geschrieben. Weiterlesen

Neuer Webhoster

Am Wochenende war die Webseite wegen eines erneut notwendigen Umzugs vorübergehend nicht erreichbar. Nach dem Fiasko bei STRATO musste ich erneut den Webhoster wechseln: Ich habe mich für MITTWALD entschieden. Deren hervorragenden Support und den Umzugsservice kann ich sehr empfehlen. Sollten Sie trotzdem beim Betrachten einer Webseite einmal Schwierigkeiten haben, schicken Sie mir bitte eine Mail.