Ende dieser Website

Dies ist mein letzter Beitrag. Nach 12 Jahren beende ich diese Website Ende Februar. Dann läuft der Vertrag mit dem Webhosting-Unternehmen aus und die Seite wird gelöscht. Von den vielen Gründen für diese Entscheidung seien hier nur drei erwähnt:

  1. Es gibt zu wenig Leser. Und die „Views“, die das WordPress-Statistikprogramm anzeigt, sagen nichts aus über die Verweildauer. Womöglich werden nur die Überschriften gelesen. Die ganze Arbeit ist für die Katz.1Nationalpark Harz: Stehendes Totholz 2000 – 2022 wurde seit Veröffentlichung am 23.12.25 von 9 Personen angeklickt.
  2. Es gibt viel zu wenig Abonnenten. Zurzeit sind es nur noch 30 und es werden monatlich weniger. Und das für ein Abo, dessen Preis geradezu lächerlich niedrig ist. Das bedeutet, dass meine Kosten höher sind als die Einnahmen.2Das wichtige Yoast-SEO-Premium-Plugin für WordPress kostet z. B. rd. 150€ jährlich. Ein Tagesausflug in den Harz: 50€ nur für Benzin. Wollte ich 3 Tage in den Nationalpark Bayerischer Wald, um das aktuelle Fichtensterben zu dokumentieren, belaufen sich Unterkunft und Fahrtkosten auf rd. 500 €. Ich bezahle also Geld dafür, Artikel zu schreiben, die niemanden interessieren. 
  3. Niemand kommentiert. Ich bekomme keine Rückmeldungen: weder Lob noch Kritik. Selbst bei kontroversen Themen wie dem Klimawandel gibt es überhaupt keine Reaktionen. Und Diskussionen zwischen den Lesern kommen schon gar nicht zustande.3Am Anfang, vor 12 Jahren war die Kommentarfunktion immer abgeschaltet. Wenn ich Kommentare ausnahmsweise einmal erlaubte, gab es immer bitterböse Kommentare der Forstpartie. Jetzt – nichts mehr.

Weil das Thema Wald niemanden interessiert, verliert man am Ende selbst das Interesse: Ich habe keine Lust mehr. Es nützt doch nichts und ohnehin ist alles gesagt. Noch ein Artikel zu Sanitärhieben? Zur naturnahen Waldwirtschaft? Zum letzten Skandal in einem Nationalpark? Nein.

Ich komme gerade von einem Urlaub in Marsa Alam zurück. Schnorcheln im Roten Meer. Ich fand es schöner als Wandern im Wald. Es ist Zeit für etwas Neues. Aber ohne Website.

Wälder in Deutschland

Ich verabschiede mich vom deutschen Wald

Ich habe die Beschimpfung des Sauerlands ernst gemeint. Das war nicht gespielt. Ich fahre da nicht mehr hin. Kein Katastrophentourismus mehr. Ich fahre auch lieber nicht mehr in den Harz. Zumindest nicht mehr in den Nationalpark. Die alten Kirchen und Klöster dort sind sehr schön. Aber erst einmal keine Fahrt mehr in einen deutschen Nationalpark. Auch keine Naturwaldzellen mehr. Und keine FFH-Gebiete. Keine Briefe mehr an Forstämter. Nein, besser nicht. Auch nicht an Bürgermeister. Oder Umweltämter. Oder Jagdbehörden. Das lohnt nicht. Vielleicht später einmal wieder.

Rothaarsteig, Sauerland

Warum ich Ihnen – fast – nichts mehr erklären kann

Im Februar 2021 hatte ich geschrieben, dass ich fortan keine neuen Artikel mehr schreiben würde. Erst dann würde ich wieder Artikel veröffentlichen, wenn ich „ohne Maske, ohne Abstand, ohne Impfung und ohne Impfausweis in meinem Lieblingscafé sitzen könnte“. Dass ich kurze Zeit später einen negativen Covid-Test brauchen würde, um in meinem Lieblingscafé sitzen zu dürfen, konnte ich damals nicht ahnen. Ich hätte es mir auch nicht vorstellen können. Wie ich mir damals vieles nicht habe vorstellen können. Weiterlesen

Keine neuen Artikel mehr!

Vor wenigen Tagen schrieb mir Silke, ein Mitglied meiner Webseite:

„Mich macht die fortgesetzte Ernte von dicken Buchen im Steigerwald ganz traurig! Es gibt viel zu wenig Methusalembäume: der Wald ist für die Natur entwertet.  Für Höhlenbrüter ist da kein Platz! Mit Naturschutz hat das alles nichts zu tun!“

Zu allem Überfluss hängte sie auch noch ein aktuelles Foto von Steigi-Bleibt-Aktivisten an ihre Mail.

Daraufhin platzte mir der Kragen und ich schrieb ihr folgendes:

Liebe Silke!
Ich habe seit Monaten echt andere Probleme als die Anzahl von Methusalembäumen! Und solange der Lockdown und diese Hygieneregeln anhalten und mich demnächst die Polizei zur Impfung abholt, muntern mich Bilder von diesen dummen Steigi-Bleibt-Aktivisten, die noch dazu alle diese sch… Masken tragen, nun wirklich nicht auf! Also ich schreibe noch einen allerletzten Artikel – über Extinction Rebellion – und mache dann Pause. Ich kann unter diesen Bedingungen nicht schreiben! 
Um Höhlenbrüter macht sich zur Zeit echt überhaupt keine Sorgen:
Franz-Josef

Hinweis: Sollte ich irgendwann wieder – ohne Maske, ohne Abstand, ohne Impfung und ohne Impfausweis – in meinem Lieblingscafé sitzen können, weiß ich schon jetzt, worüber ich dort – bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Torte – schreiben werde: Die Waldschutzbewegung als Avantgarde der Angst.

Nächste Artikel

Am 31.7. veröffentliche ich den dritten Teil meiner Serie über das Prozessschutzrevier Quierschied – dann zum Thema: Prozessschutz und Verkehrssicherung. Im August plane ich ausnahmsweise drei statt zwei Artikel – alle drei über Wanderungen im NLP Bayerischer Wald, z. T. nicht nur mit Fotos, sondern auch mit längeren Filmen:

  • Der Urwaldsteig bei Bayrisch Eisenstein (10.8),
  • Vom Gfäll zum Rachel (20.8) und
  • Vom Lusen zum Steinfleckberg (30.8.).

Pfad zum Steinfleckberg

Danke an meine 20 Mitglieder!

In der letzten Woche kamen zwei neue Mitglieder hinzu und ich habe mich sehr gefreut. Nun sind es schon 20. Als Dank veröffentliche ich heute das folgende Video über den neuen Urwald am Steinfleckberg. Die Arbeit mit Adobe Premiere Pro macht viel Mühe und kostet mich viel Zeit und Nerven. Vieles sieht noch ziemlich dilettantisch aus und es hört sich auch so an. Aber die beste Ehefrau von allen ermuntert mich und meint, ich müsse nicht immer alles perfekt machen.

Nächster Artikel: 15. April

Ich möchte mich an meine Regel halten: 2 Artikel im Monat sind genug. Da ich in diesem Monat bereits drei geschrieben habe, erscheint mein nächster Artikel erst am 15. April. Thema dann wird sein der SPIEGEL-Artikel über die BBIWS und die Online-Petition Wälder sind keine Holzfabriken. Zur Erinnerung: 2 Mitglieder der BBIWS hielten Mitte Dezember in einem Zeitungsinterview eine halbe Million Unterschriften für „eine gute Zahl“. ((siehe In der Holzfabrik, Der Bote vom 15./16. Dezember 2018))

2 Artikel im Monat sind genug – Wider die Informationsflut im Internet

„Wir stumpfen schlicht und einfach ab, wenn man uns stündlich die Katastrophe ankündigt.“
Heiner Flassbeck ((Wenn alles Klimawandel ist, ist Klimawandel nichts mehr))

Einleitung

Ich werde in Zukunft nur noch zwei Artikel pro Monat veröffentlichen. Höchstens. Das liegt nicht nur daran, dass gute Artikel viel Zeit brauchen. Es liegt auch daran, dass im Internet eine Flut von belanglosen Informationen herrscht. Zu dieser Flut an unwichtigen und überflüssigen Informationen will ich nicht beitragen.

Ich werde in diesem Artikel auch die Informationsflut von drei Webseiten kritisieren, die sich mit dem Wald und seinem Schutz beschäftigen: Karl-Friedrich Weber und Peter Wohlleben auf Facebook und die Naturwaldakademie auf Twitter. Diese Seiten tragen leider auch dazu bei, dass die Leser mit oberflächlichen und geschwätzigen Artikeln überschwemmt werden. Dabei nehme ich mich von der Kritik ausdrücklich nicht aus: Auch ich habe in der Vergangenheit manchmal viel zu viele Artikel in viel zu kurzer Zeit geschrieben. Weiterlesen

Neuer Webhoster

Am Wochenende war die Webseite wegen eines erneut notwendigen Umzugs vorübergehend nicht erreichbar. Nach dem Fiasko bei STRATO musste ich erneut den Webhoster wechseln: Ich habe mich für MITTWALD entschieden. Deren hervorragenden Support und den Umzugsservice kann ich sehr empfehlen. Sollten Sie trotzdem beim Betrachten einer Webseite einmal Schwierigkeiten haben, schicken Sie mir bitte eine Mail.

[Not a valid template]

Nach dem Umzug zu einem neuen Provider funktioniert leider in vielen Fällen das WordPress-Plugin NextGEN-Gallery Pro nicht mehr richtig. Auf vielen Seiten steht nun statt einer Fotogalerie die Fehlermeldung [Not a valid template]. Leider läßt sich das Problem nur manuell beheben: Ich muss jede Seite einzeln korrigieren. Das dauert … Sollten Sie auf eine Fehlermeldung stoßen, schreiben Sie mir bitte eine Mail mit dem Link zur defekten Seite: adrian.franzjosef@gmail.com. Ich behebe dann den Fehler.

Providerwechsel

Ich werde am Wochenende meinen Provider wechseln: Die ganze Homepage mit mittlerweile 191 Beiträgen, 274 Seiten und 3.478 Bildern wird umziehen. Die Adresse wird dieselbe bleiben.

Natürlich wird das alles nicht klappen. Ich werde vermutlich nächtelang durcharbeiten. Ich werde stundenlang mit dem Support wegen fehlender Datenbanken telefonieren. Und ich werde vergeblich nach dem My-SQL-Benutzername und Passwort für die wp-config.php-Datei fragen. Ich werde Wutanfälle bekommen und eine Ehekrise auslösen.

Vielleicht klappt es ja aber doch!

In eigener Sache: Fehlerteufel

Wie jeder Mensch mache ich Fehler. Das ist umso wahrscheinlicher als ich zur Zeit bei der Recherche zu den Kahlschlägen im Nationalpark Bayerischer Wald dutzende verschiedener Quellen durchforste und hunderte von Zahlen zusammentrage und auswerte. Zwei Fehler hat Karl-Friedrich Sinner, der ehemalige Leiter des Nationalparks, gefunden:

  1. So hatte ich behauptet, die Windwürfe des Sturms vom 13. Juli 2011 seien restlos aufgearbeitet worden. Das war falsch: von 106.000 Festmetern Sturmholz hat man 20.000 liegen lassen.
  2. Die Borkenkäferbekämpfungszone im Erweiterungsteil des Nationalparks war im ersten Diagramm auf der Seite „Tricksen: Fehlende Vergleichsmöglichkeiten – das Beispiel der Entwicklungszone des Falkenstein-Rachel-Gebiets“ jeweils 3.733 ha zu groß gewesen.

Beide Fehler habe ich sofort korrigiert. Sollten Sie also einen Fehler finden, schreiben Sie mir bitte einfach eine Mail: Kontakt.

P. S.: Ebenso dankbar bin ich für Hinweise, die Sie für nützlich und hilfreich halten. Im Fall des Nationalparks Bayerischer Wald suche ich immer noch nach Zeitschriften- oder Zeitungsartikel mit Hintergrundinformationen zu den Kahlschlägen. Ich warte auch immer noch auf Insider, die in der Nähe der Entscheidungsträger der Jahre 1997, 1998 und 2007 waren.