Unterleuten liegt bei Paderborn – Fortsetzung

Natürlich rege sich Widerstand. Schließlich wolle jeder Windkraft, nicht wahr, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür. […] Viele Dörfer versuchten, sich zu wehren. Aber die meisten würden verlieren. So sei das eben.
»Und wer gewinnt?«, fragte Gerhard.
»Der Stärkere«, sagte Kaczynski.

Juli Zeh, Unterleuten

Lesen Sie hier den dritten Teil meines Artikels: Herausragende Kritik an der Windkraft – Unterleuten von Juli Zeh.

Brockenbahn und Auerhuhn

In meiner letzten E-Mail an Frau Dr. Röntgen vom Nationalparkamt stelle ich folgende Frage: „Warum verbieten Sie nicht die Harzer Schmalspurbahn (HSB)?“ Natürlich könnte eine Antwort lauten, dass die Nationalparkleitung das gar nicht darf und dass es dafür keine gesetzliche Grundlage gibt. Andererseits aber ist die Führung des Nationalparks Harz ein Akteur auf der politischen Bühne mit nicht unerheblichem Einfluss. Und die Harzer Schmalspurbahn ist alles andere als unumstritten. Denn sie macht keinen Gewinn, sondern Verluste und ist auf Fördermittel der Länder und Kommunen angewiesen. Ein Fahrgast, der für Hin- und Rückfahrt zum Brocken 57 € zahlt, zahlt also nicht nur den absurd hohen Fahrpreis. Er finanziert die Brockenbahn zusätzlich durch die Steuern, die er entrichtet.

Dieser Beitrag ist gegliedert in folgende Kapitel:

Ich habe Grok gefragt: Wie viel Gewinn macht die Harzer Schmalspurbahn GmbH?
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Busverbindung zum Brocken

Am 12. Mai 2025 hatte ich einen offenen Brief an die Nationalparkverwaltung geschrieben und gefragt:

„Warum sorgt die NLP-Verwaltung nicht für eine kostengünstige Busverbindung zwischen Schierke und Brocken?“

Genau einen  Monat später, am 12. Juni 2025, antwortet Frau Dr. Röntgen, Leiterin des Fachbereichs IV (Fachbereich Informations- und Bildungsarbeit, Nationalparkwacht):

Sehr geehrter Herr Adrian,

danke für ihre freundliche Anfrage. Der Nationalpark Harz setzt sich seit vielen Jahren erfolgreich für die Verbesserung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) in der Harzregion ein, so zum Beispiel bei der Schaffung des Tickets „Hatix“ und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden der anliegenden Städte, Gemeinden, sowie dem Harzer Tourismusverband und den Landkreisen Goslar, Göttingen und Harz. Erst jüngst hat unser Förderverein, die Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks (GFN), die Bewerbung der Buslinien im Bereich Bad Harzburg und Goslar durch die aufwändige Beklebung eines Busses unterstützt, dazu wurden Spendengelder eingesetzt. Weiterlesen

Nationalpark Harz – Offener Brief an die Verwaltung

Nationalpark Harz – Preiswerte Busverbindung zum Brocken

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage zum Öffentlichen Nahverkehr im NLP Harz. Ich bin 62 Jahre alt und 50 % schwerbehindert. In der vergangenen Woche bin ich den Eckerlochstieg zum Brocken hochgewandert.

teilweise steil“

Ich war – wie Sie sich vielleicht vorstellen können – sehr stolz auf mich, dass ich diesen „teilweise steilen und stein- und wurzelreichen Weg“ und die „500 Höhenmeter“ geschafft habe.

„stein- und wurzelreich“

Sie räumen selbst ein, dass „gute Kondition“ dafür erforderlich ist (Zitate aus Ihrer Broschüre „Durch das Eckerloch zum Brocken“ 8. Auflage 2018).

Liebend gern hätte ich mir den Rückweg gespart und wäre mit einem Bus wieder nach Schierke zurückgefahren. Weiterlesen

Alle gegen den Borkenkäfer! Klagen zwecklos!

Die Klage von Peter Wohlleben und Pierre Ibisch gegen die Kahlhiebe auf der Montabaurer Höhe war meiner Meinung nach von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Denn die Kahlhiebe waren sog. Sanitärhiebe, d. h. sie dienten der Bekämpfung des Borkenkäfers. Und gegen den Borkenkäfer sind alle. Tote oder befallene Fichten müssen gefällt werden. Müssen. Unbedingt. Es gibt keine Alternative.

alternativloser Sanitärhieb im Stadtwald Warburg

Über die Sinn- und Zwecklosigkeit von Klagen gegen Sanitärhiebe schreibe ich in meinem Text: Am Ende des Tunnels kein Licht. Wenn Sie anderer Meinung sind und Licht am Ende des Tunnels sehen, schreiben Sie bitte einen Kommentar. Der Text bildet das Schlusskapitel meines ausführlichen Artikels: Umstrittene Klage von Peter Wohlleben und Pierre Ibisch gescheitert.

Abgelehnte Klage: Peter Wohlleben in heikler Sackgasse

Die Klage von Peter Wohlleben gegen den Kahlschlag auf der Montabaurer Höhe wurde abgelehnt. Aber Wohlleben will „dran bleiben und nicht locker lassen“. Das sagt er in einem 2-minütigen Video auf X im Februar 2022:

Ich analysiere das Video ausführlich und behaupte, dass Wohlleben in einer Sackgasse steckt. Die von ihm im Video angekündigten Wege führen alle in eine Sackgasse. Sein Antrag nach dem Umweltinformationsgesetz bringt nichts. Und auch von der EU-Kommission hat er eine Abfuhr bekommen.

Lesen Sie hier: Abgelehnte Klage – Peter Wohlleben in heikler Sackgasse.

Zwei Bürgerinitiativen gegen den Kahlschlag – Bemerkenswerter Einsatz auf der Montabaurer Höhe

Dass es zwei Bürgerinitiativen gegen den Kahlschlag auf der Montabaurer Höhe gegeben hat, erwähnt Peter Wohlleben auf Wald und Wildnis leider nicht. Er berichtet über die Aktion der 23 Aktivisten von Greenpeace, über die mehr als 500 Unterschriften der Online-Petition berichtet er nicht. Kein Wort über die Bürgerinitiative „Dein Wald“, keines über „WaldZukunft“. Dieses Schweigen ist bedauerlich, zumal Wohllebens Waldakademie für „WaldZukunft“ angeblich sogar ein Gutachten geschrieben hat.

Bürgerinitiativen

Leider gibt es beide Bürgerinitiativen heute scheinbar nicht mehr. Wenn man so will, schreibe ich hier ihren Nachruf: Die zwei Bürgerinitiativen gegen den Kahlschlag in Montabaur.

Meine kritische Analyse von Wohllebens Wald und Wildnis gGmbH

2022 scheitern Peter Wohlleben und Pierre Ibisch mit ihrer Strafanzeige wegen des Kahlschlags im Naturschutzgebiet auf der Montabaurer Höhe. Die Klage wird ermöglicht durch eine gemeinnützige GmbH: Wohllebens Wald und Wildnis gGmbH. Sie wird finanziert durch Spenden. Eine Webseite dokumentiert die Arbeit der gGmbH: Wohllebens Wald und Wildnis.

Wohllebens Wald und Wildnis

Diese Webseite macht drei Jahre später einen seltsam vernachlässigten Eindruck. Vieles wirkt wie angefangen und nicht beendet. Es drängt sich der Eindruck auf, dass man die Lust daran verloren hat. Vielleicht wegen der verlorenen Klage, vielleicht wegen ausbleibender Spenden.

Lesen Sie hier meine kritische Analyse: Wohllebens Wald und Wildnis. Die Analyse ist das 3. Kapitel meines Artikels: Umstrittene Klage von Peter Wohlleben und Pierre Ibisch gescheitert.