Idee zur unbekannten Pionierbaumart am Wüstebach

In meinem gestern veröffentlichten Artikel Adlerfarn statt Auenwald spreche ich auch über einen unbekannten Pionierbaum, der dort in großen Mengen auf dem Kahlschlag am Wüstebach wächst:

Pionierbaum am Wüstebach im Nationalpark Harz

Ich habe hin und her überlegt, welche Baumart das sein könnte. Weiterlesen

Sabines Fotos Teil 3 – Adlerfarn statt Auenwald

Erklärtes Ziel der „flächigen Entnahme  von Fichten“ am Wüstebach im Nationalpark Eifel einen „naturnahen Auenwald selbständig entstehen zu lassen“. Die Natur sollte die „Möglichkeit“ erhalten für eine „natürliche Ausbreitung von Eschen, Erlen und Weiden“.

Nun – diese Möglichkeit hat die Natur in den vergangenen 12 Jahren offenbar nicht genutzt. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Adlerfarn statt Auenwald.

Der nächste Artikel erscheint im März – dann mit dem vierten und letzten Teil der Fotos von Sabine.

Nationalpark Harz: Stehendes Totholz 2000-2022

Martin Baumgartner von der Pressestelle des Nationalparks Harz hat mir ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk geschickt. In einem offenen Brief hatte ich um Zahlen zu Totholzflächen gebeten. Baumgartner hat geantwortet und mir eine Excel-Datei mit Zahlen geschickt. Der Nationalpark Harz betreibt offensichtlich eine ähnlich vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit wie der Nationalpark Bayerischer Wald.

Nationalpark Harz - Totholzflächen 2000-2022

Die Datei ist sehr groß und ausführlich. Sie enthält mehrere Säulendiagramme und Tabellen, die gespickt sind mit Daten. Es gibt jährliche Zahlen über:

  • Totholzfächen,
  • Windwürfe,
  • beräumte Flächen,
  • unberäumte Flächen,
  • Gesamtzahlen für beide Bundesländer,
  • Zahlen für Niedersachsen,
  • Zahlen für Sachsen-Anhalt.

Es gibt sogar Zahlen für die einzelnen Nationalparkreviere. Weiterlesen

Offener Brief an den Nationalpark Harz zu Totholzflächen

Schon am 27. November habe ich dem Nationalpark Harz einen offenen Brief geschrieben – es geht um die dortigen Totholzflächen. Eine Antwort habe ich bislang leider nicht erhalten.

Sehr geehrte Damen und Herren von der Pressestelle,
von Ihren Kollegen im Nationalpark Bayerischer Wald habe ich jährliche Zahlen zur Entwicklung der Totholzflächen (gesamt, geräumt und belassen) erhalten (siehe Anlage).

Außerdem hat mir die Pressestelle den Link zu einer Studie über die Walddynamik im Nationalpark Bayerischer Wald von 2014 bis 2023 geschickt:
https://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/service/downloads/doc/berichte/bericht_walddynamik_2014_2023.pdf

Für den Nationalpark Harz wird es sicherlich auch solche Zahlen und Studien geben. Ich würde Sie bitten, mir die Zahlen zu den Totholzflächen in Ihrem Nationalpark und den Link zu einem Bericht über die dortige Walddynamik zu schicken.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Franz-Josef Adrian

belassene Totholzfläche im Nationalpark Harz

Der Klimawandel und der Nationalpark Harz

Wenn in einem Stadtwald die Fichtenwälder absterben, dann hat ein städtisches Forstamt wie z. B. das der Stadt Warburg damit kein Problem: Denn es ist ja für den Schaden nicht verantwortlich. Es hat nichts falsch gemacht. Der Klimawandel ist schuld. Man holzt den abgestorbenen Fichtenwald ab, pflanzt einen klimastabilen Mischwald und fertig. Alle sind zufrieden.

Wenn in einem Nationalpark die Fichtenwälder absterben, ist es nicht ganz so einfach. Ein Nationalparkamt wie z. B. das im Harz hat dann sehr wohl ein Problem. Zwar hat auch das Nationalparkamt selbstverständlich nichts falsch gemacht und auch hier ist der Klimawandel schuld. Aber man kann den Fichtenwald nicht einfach abholzen und kann auch keinen klimastabilen Mischwald pflanzen. Denn in einem Nationalpark gilt: Natur Natur sein lassen! Wenn das Nationalparkamt genauso handeln würde wie ein städtisches Forstamt, dann könnte man den Nationalpark Harz auch gleich dicht machen. Also hat man ein Problem:

  • Auf der einen Seite ist der Klimawandel. Und der ist selbstverständlich ganz schrecklich und die Zukunft ist grauenvoll!
  • Auf der anderen Seite ist die Natur. Und die soll man einfach machen lassen. Die hilft sich selber. Also ist es doch nicht so schlimm. Weil die Natur ja immer eine Lösung findet. So jedenfalls hat man es jahrelang erzählt. Wildnis! Urwald! Das verträgt sich schlecht mit Kahlschlägen und künstlich gepflanztem Mischwald. Esskastanien und Douglasien im Brockenurwald? Das geht gar nicht!

Also muss sich das Nationalparkamt etwas einfallen lassen. Das Ergebnis ist ein Spagat:

  • Auf der einen Seite: „Hitze! Dürre! Alarm! Der Wald stirbt! Panik! Hitzetote!“
  • Auf der anderen Seite: „Alles schon mal dagewesen! Ruhe bewahren! Geduld! Die Natur findet immer einen Weg!“

Die einen sagen dies, die anderen das. Und manchmal reden sie bunt durcheinander. Genau dies habe ich gefunden bei der Analyse der Informationsschilder, die das Nationalparkamt in den Jahren des großen Fichtensterbens im Park aufgestellt hat. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Der Klimawandel und die Informationsschilder im Nationalpark Harz.