Extinction Rebellion im Steigerwald

„Was passiert erst, wenn Überflutungen und Dürren zum Alltag in den nördlichen Breiten werden – dabei soll ich noch Kinder großziehen?“
Emil Pfafferott, 20 Jahre, Student der Sozialarbeit

Einleitung

Das Desinteresse der breiten Bevölkerung an einem Nationalpark Steigerwald lässt die Berufspolitikerin Lisa Badum zu einer gefährlichen Notlösung greifen: für ihr Bündnis „Steigi Bleibt“ holt sie sich die Unterstützung von Extinction Rebellion (XR). Dass es im Dezember 2020 zu einer Sachbeschädigung an einem Forwarder kam, ist kein Zufall.

Zu dem Bündnis Steigi Bleibt gehören nicht weniger als 5 Ortsgruppen von Extinction Rebellion (XR): Bamberg, Erlangen, Fürth, Nürnberg und Würzburg. Die Sprecherin des Bündnisses, Grünen-MdB Lisa Badum, scheint überhaupt keine Probleme mit der Mitgliedschaft der 5 XR-Ortsgruppen zu haben. Sie hat auch keine Probleme, sich auf der Gründungsveranstaltung von „Steigi Bleibt“ am 2. Februar 2020 gemeinsam mit ihnen fotografieren zu lassen.

Es besteht sogar die Vermutung, dass Badum die XR-Ortsgruppen aktiv eingeladen hat; entweder persönlich oder durch ihren Parteikollegen Tim-Luca Rosenheim, den Sprecher von Fridays For Future Bamberg, zu dem Badum enge Kontakte unterhält und der der zweite Sprecher von „Steigi Bleibt“ ist.1siehe Aktionen im Jahr 2018 – 16. Dezember – Grünen-MdB Badum kettet sich an Steigerwald-Buche Natürlich ist es auch denkbar, dass einer aus Badums Team, also einer der drei Mitarbeiter des Bamberger Wahlkreisbüros oder einer der vier Mitarbeiter des Bundestagsbüros die entsprechenden Kontakte geknüpft hat. Eine Berufspolitikerin wie Badum hat ihre Möglichkeiten.

Ich fürchte, dass viele Leser nicht genau wissen, welche Ziele XR hat. Vielleicht denken viele, dass XR nur eine etwas radikalere Version von Fridays For Future ist. Vielleicht finden sie die Aktionen von XR sogar gut: Blockaden von Straßen, Brücken, U-Bahnen und Flughäfen usw. usf. Ältere Leser fühlen sich vielleicht an die Proteste der 68er gegen den Kapitalismus oder an die Sitzblockaden der Friedensbewegung vor Atomwaffenlagern erinnert und finden die rebellischen Jugendlichen ganz sympathisch. Vielleicht glauben gerade Naturschützer auch an die apokalyptische Botschaft von XR, nämlich dass die Welt unmittelbar vor einer ökologischen Katastrophe steht.

2019 war London das europäische Zentrum der Aktionen von XR. Was dort damals alles passierte, ist den meisten Deutschen vermutlich weitgehend unbekannt. Oder wissen Sie, was beim Battle of Cunning Town geschah? Die englischen Medien haben damals die Sprecher von XR interviewt. Vier wichtige Interviews habe ich transkribiert und z. T. auch kurz kommentiert. Vielleicht bringen die Aussagen von Lunnon, Lovelock und Lights einige derjenigen zum Nachdenken, die sich noch keine Meinung gebildet haben oder die bisher der Tagesschau geglaubt haben und XR bislang für „radikal, aber gewaltlos“ hielten. Ich jedenfalls finde die Aussagen der Sprecher nicht einfach nur dumm und naiv. Sie sind antikapitalistisch, autoritär und extrem und sie lieben Auftritte, die für Schlagzeilen sorgen. Vielleicht beschmieren sie als nächstes keine Harvester, sondern versprühen Kunstblut auf das Forstamt in Ebrach.

Der Artikel ist gegliedert in folgende Abschnitte:

Hinweis: Die Videos wurden mit großer Sorgfalt transkribiert und aus dem Englischen übersetzt. Wenn Ihnen der Text streckenweise völlig absurd oder komplett verrückt vorkommt, liegt das nicht an mir, sondern an XR. Sollte ich wider Erwarten doch etwas falsch verstanden und/oder falsch übersetzt haben, schreiben Sie mir bitte eine E-Mail!  

Nach oben
Nächste Seite: Interview von Sophie Ridge mit Savannah Lovelock and Sarah Lunnon von XR – Sky News am 6.10.2019

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.