Weltuntergang am Wurmberg

Bei meinen Recherchen zum Kahlschlag am Wurmberg im Harz stoße ich im Archiv des Harz-Kuriers auf einen Artikel, der mich fassungslos macht. „Landesforsten – Wir haben die Lage nicht im Griff“. Da steht Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten, vor dem riesigen Kahlschlag am Wurmberg und er posiert dort für ein Pressefoto zusammen mit Forstamtsleiter, Bürgermeister und Landespolitikern. Sie stehen vor dem Kahlschlag und lächeln in die Kamera. Und nicht nur das: Merker gibt vor der Presse bekannt, dass die Landesforsten die Lage nicht im Griff haben! Früher wäre man für so etwas gefeuert worden.

Lesen Sie hier meinen dritten und letzten Artikel zum Wurmberg: Wurmberg, Weltuntergang und Wiederaufforstung.

Vor- und Nachgeschichte des Kahlschlags am Wurmberg

Das Online-Archiv des Harz-Kuriers ist eine wahre Fundgrube. Ich fand darin viele Artikel, die die Vor- und Nachgeschichte der großen Kahlschläge am Wurmberg im Jahr 2019 beschreiben. Es fängt ganz klein an, 2015 sind es nur wenige 100 Fichten, 2020 sind es fast 200.000. Selbst die Fichten, die 2012 für eine Beschneiungsanlage gefällt wurden – wogegen der BUND wortreich protestierte – sind Peanuts dagegen.

Revierförster Laubner steht nicht alleine da. Was er in den letzten Jahren wegen seiner Fichten durchgemacht hat, haben viele Förster erlebt. Deshalb ist das, was am Wurmberg im Harz passiert ist, nur ein typisches Beispiel für unzählige andere. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Vor- und Nachgeschichte des Kahlschlags am Wurmberg 2019.

Kahlschlag am Wurmberg – Teil 2

Im zweiten Teil meines Artikels über den Kahlschlag am Wurmberg gibt es Interviews mit Frau Laubner von der Revierförsterei Braunlage und mit Herrn Rudolph, Pressesprecher der Landesforsten. Außerdem zeige ich Fotos des 500 m-Borkenkäfer-Sicherungsstreifens, die deutlich machen, dass der Schutz der Wirtschaftswälder unzureichend war.

Ich schließe den Artikel mit einer Alternative zum Urlaub in Braunlage am Wurmberg. Es stimmt nicht, dass der Harz nur aus Fichtenwäldern besteht. Man hat den falschen Teil des Harzes zum NLP gemacht: Der Kahlschlag am Wurmberg im Harz – Teil 2.

Veröffentlicht unter Harz

Vorbildliche und alternativlose Kahlschläge am Wurmberg im Harz

Die Überschrift ist kein Teaser, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzeugen. Es gibt zu den Kahlschlägen am Wurmberg im Harz tatsächlich keine Alternative. Es wurde professionell gearbeitet und die Öffentlichkeitsarbeit der Niedersächsischen Landesforsten ist vorbildlich. Wenn Sie anderer Meinung sind, dann schreiben Sie bitte einen Kommentar!

Neugierig geworden war ich durch alarmistische Meldungen der Süddeutschen Zeitung: „Kahlschlag bisher ungekannten Ausmaßes“. Ich fuhr zum Wurmberg, der direkt neben dem Nationalpark Harz liegt, und schaute mir die Kahlschläge an.

Ich habe Fotos gemacht und die umfangreiche Berichterstattung in den Medien intensiv studiert. Trotz alledem gestehe ich gleich zu Anfang, dass ich die Welt nicht mehr verstehe: Niemand protestiert. Niemand ist beunruhigt. Niemand fragt nach. Niemanden interessiert das Sterben der Fichtenwälder im Harz. Klimawandel! Borkenkäfer! Und? So ist es eben! Wir machen hier Urlaub!

Lesen Sie hier den ersten Teil meines Artikels: Der Kahlschlag am Wurmberg im Harz.