Video „Der Wolfsschluchtweg bei Porta Westfalica“

Ich selbst gehe den Wolfsschluchtweg bei Porta Westfalica nicht mehr. Zum einen ist  es verboten. Zum anderen ist der Weg voller umgestürzter Bäume, die quer über dem Weg liegen. Und da kommt man mit einem frisch operierten künstlichen Knie- und Hüftgelenk nicht so gut drüber. Aber kürzlich lag ein USB-Stick mit Videos in meinem Briefkasten. Absender unbekannt. Vielleicht von einer Mitarbeiterin von Wald-und-Holz. Oder einer Mitarbeiterin des Umweltamts in Minden.

Hinweis: Das Video ist privat und nur für Abonnenten sichtbar.

Wie der Wolfsschluchtweg heute aussehen würde, wenn sich die Gegner der Sperrung wie z. B. die Redakteure des Mindener Tageblatts oder Stadtheimatpfleger Herbert Wiese durchgesetzt hätten, kann man seit Oktober 2023 direkt gegenüber am Jakobsberg auf der anderen Seite der Weser sehen. Weiterlesen

„Jetzt sind sie halt weg!“

Ich habe heute den Artikel Naturgemäße Forstwirtschaft und Jagd – Lucas von Fürstenberg abgeschlossen. Im Schlusskapitel zeige ich nicht Bilder vom Revier in Brabecke sondern von meiner Rückfahrt durch das Sauerland. Fürstenberg hatte mir die L776 von Nuttlar nach Rüthen empfohlen: der Anblick sei „sensationell“.

Die L776 ist kein Insidertipp. Fürstenberg verrät mir kein Geheimnis. Praktisch das ganze Sauerland ist eine einzige Kalamitätsfläche. Trotzdem möchte man fast meinen, die Regierung in NRW sei irgendwie stolz darauf. Sie hat nämlich für die riesigen Kahlschläge eine eigene Webseite eingerichtet: Waldinfo.NRW. Niemand bricht fassungslos in Tränen aus. Niemand hat ein schlechtes Gewissen. „Jetzt sind sie halt weg!“ Man hat immer alles richtig gemacht. Und wenn man es falsch gemacht hat, dann konnte man es vorher nicht wissen. Schuld am Fichtensterben im Sauerland ist der Klimawandel. Punkt! Wer anderes behauptet, ist ein Staatsfeind und gesichert rechtsextremistisch.
L776 Nuttlar – Rüthen, Waldinfo.NRW – Waldschäden und Gefahrenabwehr – Kalamitätskarte Nadelwald

Naturgemäße Forstwirtschaft und Jagd

Wie angekündigt erscheint heute der erste Teil meines Exkursionsberichts in ein Beispielrevier des BioWild-Projekts im Sauerland. Im Forstbetrieb Fürstenberg-Brabecke stimmt die Jagd – und dort gelingt natürliche Verjüngung von Eichen und Weißtannen ohne Zaun und ohne Schutzhüllen: Naturgemäße Forstwirtschaft und Jagd – Lucas von Fürstenberg.

Hinweis: Der Artikel wird in den nächsten Tagen noch um weitere Kapitel ergänzt.

35 ha Prozessschutz – die Naturwaldzelle Rosenberg im Eggegebirge

Nach meinem Offenen Brief folgt nun der ausführliche Artikel zur Naturwaldzelle Nr. 70 – inklusive den ersten jemals veröffentlichten Bestandesbeschreibungen: Rosenberg im Eggegebirge.

Hinweis: Mein nächster Artikel erscheint am Freitiag, den 27.10. zum Thema: Naturgemäße Forstwirtschaft und Jagd – Exkursion mit Lucas von Fürstenberg durch den Forstbetrieb Brabecke.

Offener Brief an Herrn Striepen (Naturwaldzellen NRW)

Sehr geehrter Herr Striepen!

In Ihrer letzten E-Mail baten Sie mich, Fragen zur Naturwaldzelle Rosenberg (i. F. abgek. NWZ) direkt an Sie zu stellen und nicht etwa an Revierbeamte des Regionalforstamts Hochstift. Ich komme dieser Bitte gerne nach! Allerdings schreibe ich diese E-Mail dieses Mal als Offenen Brief, weil ich der Ansicht bin, dass der Inhalt Ihrer Antwort zum einen für eine breitere Öffentlichkeit interessant sein könnte und zum anderen sicherlich keinen Geheimhaltungsvorschriften unterliegt.

Vorab eine kleine Anekdote: Ich war gestern zu Besuch bei Lukas von Fürstenberg, der mich gut eine Stunde in seinem Revier im Sauerland herumfuhr. Ich war geradezu sprachlos, wie viel er über seinen Wald wusste: hier hatte sein Großvater dies gemacht, hier sein Vater jenes und er habe hier vor kurzem usw. etc. pp. Er wusste genau, wo was wächst, was wann warum gepflanzt worden war, wie hier der Boden, dort das Licht und da drüben die Temperatur am Boden Anfang April sei. Warum erzähle ich Ihnen das? Nun – Sie müssen mir nicht gleich die Temperatur am Boden der Steinbeke Anfang April mitteilen, aber die eine oder andere Information über die Naturwaldzelle Rosenberg wäre schon interessant. Zumal diese explizit zu den NWZ für „Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung“ gehört.

Quelle: Wildnis in Nordrhein-Westfalen

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