Idee zur unbekannten Pionierbaumart am Wüstebach

In meinem gestern veröffentlichten Artikel Adlerfarn statt Auenwald spreche ich auch über einen unbekannten Pionierbaum, der dort in großen Mengen auf dem Kahlschlag am Wüstebach wächst:

Pionierbaum am Wüstebach im Nationalpark Harz

Ich habe hin und her überlegt, welche Baumart das sein könnte. Weiterlesen

Sabines Fotos Teil 3 – Adlerfarn statt Auenwald

Erklärtes Ziel der „flächigen Entnahme  von Fichten“ am Wüstebach im Nationalpark Eifel einen „naturnahen Auenwald selbständig entstehen zu lassen“. Die Natur sollte die „Möglichkeit“ erhalten für eine „natürliche Ausbreitung von Eschen, Erlen und Weiden“.

Nun – diese Möglichkeit hat die Natur in den vergangenen 12 Jahren offenbar nicht genutzt. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Adlerfarn statt Auenwald.

Der nächste Artikel erscheint im März – dann mit dem vierten und letzten Teil der Fotos von Sabine.

Nationalpark Eifel – Sabine geht Kahlschlag gucken

„Ein Kahlschlag sieht im ersten Jahr immer schrecklich aus. Gehen Sie dort in fünf Jahren gucken, dann sieht das dort ganz anders aus.“ Das hat 2014 der damalige Leiter des Nationalparks Eifel, Henning Walter, gesagt.1200 Gäste kamen zur Wald-Fachtagung, Kölnische Rundschau vom 4.6.2014 Ein Jahr zuvor waren am Wüstebach 8 ha Fichtenwald kahlgeschlagen worden. Die Presse berichtete. Sogar das Fernsehen mit Peter Wohlleben war da.

Kahlschlag am Wüstebach, Oktober 2013

Sabine hat Walter beim Wort genommen. Sie ist dort gucken gegangen. Und sie hat mir Fotos und Videos geschickt. Anonym, denn das Verlassen der Wege im Nationalpark ist eine Ordnungswidrigkeit. Nun können wir uns ein Urteil bilden: Sieht es dort ganz anders aus? Lesen Sie hier gleich zwei neue Artikel:

2009 – Totholzflächen am Hochschachten

In meinem letzten Beitrag habe ich Zahlen zu den Totholzflächen im Falkenstein-Rachel-Gebiet veröffentlicht. Zahlen sind abstrakt. Was aber bedeutete es konkret, wenn 2009 268 ha geräumt wurden? War das viel? Hat das überhaupt jemand bemerkt?

Ich war 2009 im Nationalpark und vermutlich war ich damals ein ganz normaler Urlauber. Ich kannte weder Wohlleben noch Bibelriether. Über Nationalparks wusste ich nichts und über den Bayerischen Wald noch weniger. Was habe ich damals gesehen? Fotos, die ich auf einer Tour zum Hochschachten gemacht habe, geben Antwort.

Lesen Sie hier den ersten Teil meines neuen Artikels: 2009 – Mein erster Besuch im Nationalpark Bayerischer Wald.

Wiesen statt Wald am Rindelsteig

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ja, mir fehlt es an „ästhetischem Empfinden“ (Müller/Simonis) für die Naturprozesse am Rachel im Nationalpark Bayerischer Wald. Die „waldsteppenartigen Totholzflächen“ dort finde ich wirklich nicht schön. Das heißt aber nicht, dass es mir an „Akzeptanz“ (Müller/Simonis) dafür fehlt. Die Natur macht das eben so und dann soll sie es so machen. In Ordnung. Dafür ist schließlich ein Nationalpark da.

Wofür ich aber überhaupt keine „Akzeptanz“ habe, das sind die riesigen Kahlschläge zwischen Falkenstein und Rachel. Vom Rindelsteig aus kann man sie gut sehen. Kein Wald mehr, keine Waldsteppen, sondern große grüne Wiesen. Man möchte junge Rinder darauf grasen lassen wie früher am benachbarten Rindel- und Albrechtschachten. Direkt neben diesen Wiesen: die nach Kyrill 2007 nicht geräumten Windwürfe am Lackenberg und Sandl. Und auch wenn Müller/Simonis das vielleicht nicht gerne hören: Ich freue mich über den dort „nachwachsenden Wald“ und bin begeistert über die „üppige Naturverjüngung“. Und Müller/Simonis liegen bei mir völlig falsch: Diese Freude und diese Begeisterung entspringen nicht „forstlichen und ökonomischen Holzproduktionsgefühlen“. Ich habe ganz einfach den Wunsch nach einem „grünen Wald“, auch wenn Aschenbrand/Michler das vielleicht irgendwie doof finden.

Schauen Sie sich hier meine neue Dokumentation an über die geräumten und die nicht geräumten Flächen am Rindelsteig. Die hochauflösenden Fotos wurden bereits 2020 gemacht, aber bislang noch nicht veröffentlicht: Riesenkahlschlag am Rindelloch – 13 Jahre nach Kyrill.

Waldsterben auf der Montabaurer Höhe?

Waldsterben! Wegen Borkenkäfer und Kahlschlägen herrschte 2021 kein Mangel an apokalyptischen Prophezeiungen. Frontal-21 titelte  „Der Wald stirbt!“ und zeigte einen wildgewordenen Förster mit der Axt auf dem Titelbild seines YouTube-Videos. Wirklich! Ohne Ironie! Man könne sich „von deutschen Wäldern verabschieden“. Ernsthaft! Experten traten auf und sagten, der „Bereich“ sei „vollkommen gestört“, der Waldboden „geschädigt“ und „geschützte Pflanzen“ würden „absterben“. Dürre. Hitze. Klimakatastrophe. Das ZDF zur besten Sendezeit.

Peter Wohlleben und Prof. Dr. Ibisch erstatteten damals Strafanzeige gegen das Forstamt. Sie scheiterten. Ich habe darüber geschrieben: Umstrittene Klage von Peter Wohlleben und Pierre Ibisch gescheitert. Was bisher fehlte, waren Fotos von der Montabaurer Höhe. Wie sieht ein sterbender Wald aus, von dem man sich verabschieden kann?

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Skandalisierte Kahlschläge auf der Montabaurer Höhe – 4 Jahre später.

Ökologische Kahlschläge? Was meinen Sie?

Die Fotos zeigen einen der vielen Kahlschläge im Stadtwald Warburg. Das Informationsschild steht am Großen Knechtsberg. Forstwirte mögen mir verzeihen, dass ich nicht den Fachbegriff des Sanitärhiebs verwende. Aber Kahlschlag „hat so was kolossal Anschauliches“.1Theodor Fontane, Der Stechlin Was halten Sie von dem „Skulpturenwald“?

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Alle gegen den Borkenkäfer! Klagen zwecklos!

Die Klage von Peter Wohlleben und Pierre Ibisch gegen die Kahlhiebe auf der Montabaurer Höhe war meiner Meinung nach von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Denn die Kahlhiebe waren sog. Sanitärhiebe, d. h. sie dienten der Bekämpfung des Borkenkäfers. Und gegen den Borkenkäfer sind alle. Tote oder befallene Fichten müssen gefällt werden. Müssen. Unbedingt. Es gibt keine Alternative.

alternativloser Sanitärhieb im Stadtwald Warburg

Über die Sinn- und Zwecklosigkeit von Klagen gegen Sanitärhiebe schreibe ich in meinem Text: Am Ende des Tunnels kein Licht. Wenn Sie anderer Meinung sind und Licht am Ende des Tunnels sehen, schreiben Sie bitte einen Kommentar. Der Text bildet das Schlusskapitel meines ausführlichen Artikels: Umstrittene Klage von Peter Wohlleben und Pierre Ibisch gescheitert.

Kahlschlag im Naturschutzgebiet: Wann ermittelt der Staatsanwalt?

Die Klage von Peter Wohlleben gegen den Kahlschlag im Wald auf der Montabaurer Höhe wurde abgelehnt, weil die Staatsanwaltschaft nicht davon überzeugt werden konnte, dass das Naturschutzgebiet wirklich beschädigt worden war: es fehlten „zureichende konkrete Anhaltspunkte für das Vorliegen solcher Schädigungen“1Strafanzeige gegen [geschwärzt] wegen der Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete. Das folgende Foto aus dem Nationalpark Harz wäre für einen Staatsanwalt vermutlich bestenfalls ein Anhaltspunkt für die „bloße Beeinträchtigung“ eines Lebensraums, aber keinesfalls für eine „erhebliche Schädigung“

Beeinträchtigung, nicht Schädigung

Wie aber beweist man „eine erhebliche Schädigung“? Ich habe dazu einen fiktiven Dialog zwischen einem Staatsanwalt und einem Zeugen geschrieben. Der Dialog ist selbstverständlich frei erfunden. Ähnlichkeiten mit der Wirklichkeit sind natürlich in keiner Weise beabsichtigt.

Lesen Sie hier: Wie weist man die Schädigung eines Lebensraums nach?

Abgelehnte Klage: Peter Wohlleben in heikler Sackgasse

Die Klage von Peter Wohlleben gegen den Kahlschlag auf der Montabaurer Höhe wurde abgelehnt. Aber Wohlleben will „dran bleiben und nicht locker lassen“. Das sagt er in einem 2-minütigen Video auf X im Februar 2022:

Ich analysiere das Video ausführlich und behaupte, dass Wohlleben in einer Sackgasse steckt. Die von ihm im Video angekündigten Wege führen alle in eine Sackgasse. Sein Antrag nach dem Umweltinformationsgesetz bringt nichts. Und auch von der EU-Kommission hat er eine Abfuhr bekommen.

Lesen Sie hier: Abgelehnte Klage – Peter Wohlleben in heikler Sackgasse.

Zwei Bürgerinitiativen gegen den Kahlschlag – Bemerkenswerter Einsatz auf der Montabaurer Höhe

Dass es zwei Bürgerinitiativen gegen den Kahlschlag auf der Montabaurer Höhe gegeben hat, erwähnt Peter Wohlleben auf Wald und Wildnis leider nicht. Er berichtet über die Aktion der 23 Aktivisten von Greenpeace, über die mehr als 500 Unterschriften der Online-Petition berichtet er nicht. Kein Wort über die Bürgerinitiative „Dein Wald“, keines über „WaldZukunft“. Dieses Schweigen ist bedauerlich, zumal Wohllebens Waldakademie für „WaldZukunft“ angeblich sogar ein Gutachten geschrieben hat.

Bürgerinitiativen

Leider gibt es beide Bürgerinitiativen heute scheinbar nicht mehr. Wenn man so will, schreibe ich hier ihren Nachruf: Die zwei Bürgerinitiativen gegen den Kahlschlag in Montabaur.

Meine kritische Analyse von Wohllebens Wald und Wildnis gGmbH

2022 scheitern Peter Wohlleben und Pierre Ibisch mit ihrer Strafanzeige wegen des Kahlschlags im Naturschutzgebiet auf der Montabaurer Höhe. Die Klage wird ermöglicht durch eine gemeinnützige GmbH: Wohllebens Wald und Wildnis gGmbH. Sie wird finanziert durch Spenden. Eine Webseite dokumentiert die Arbeit der gGmbH: Wohllebens Wald und Wildnis.

Wohllebens Wald und Wildnis

Diese Webseite macht drei Jahre später einen seltsam vernachlässigten Eindruck. Vieles wirkt wie angefangen und nicht beendet. Es drängt sich der Eindruck auf, dass man die Lust daran verloren hat. Vielleicht wegen der verlorenen Klage, vielleicht wegen ausbleibender Spenden.

Lesen Sie hier meine kritische Analyse: Wohllebens Wald und Wildnis. Die Analyse ist das 3. Kapitel meines Artikels: Umstrittene Klage von Peter Wohlleben und Pierre Ibisch gescheitert.

Oberstaatsanwaltschaft entscheidet gegen Peter Wohlleben und Pierre Ibisch – Wichtige Auswirkungen auf deutsche Wälder

2021 hatten Peter Wohlleben und Pierre Ibisch Strafanzeige gestellt gegen die Verantwortlichen für den Kahlschlag im FFH-Gebiet „Montabaurer Höhe“. Die Oberstaatsanwaltschaft Koblenz hat die Klage zurückgewiesen:

„Nach Prüfung des Anzeigevorbringens wird von der Aufnahme strafrechtlicher Ermittlungen abgesehen, weil sich danach zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat nicht ergeben.“1Strafanzeige gegen [geschwärzt] wegen der Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete

Ein „wichtiges Zeichen für die ordnungsgemäße Forstwirtschaft in Deutschland“ urteilt Lukas Freise, Geschäftsführer der AG Rohholz.2Klage von Wohlleben und Ibisch gescheitert, Holzkurier vom 17.1.2022 Und eine schallende Ohrfeige für Peter Wohlleben und Pierre Ibisch, werden böse Zungen ergänzen.

Lesen Sie hier mein neues Kapitel: Die Ablehnung der Klage.

Kein Erfolg für Peter Wohlleben

Fast täglich fahre ich an dem Kahlschlag im FFH-Gebiet gegenüber dem Bahnhof von Porta Westfalica vorbei. Ich habe mit meinem Protest leider keinen Erfolg gehabt. Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!

Peter Wohlleben

Beim Aufstehen kann es helfen, davon zu hören, dass auch andere hinfallen. Peter Wohlleben und Prof. Pierre Ibisch zum Beispiel. Mit ihrer Strafanzeige gegen ein Forstamt wegen eines Kahlschlags sind sie gescheitert. Böse Zungen behaupten, sie seien krachend gescheitert. Denn die Staatsanwaltschaft hat ihre Klage abgewiesen.

Lesen Sie hier den ersten Teil meines neuen Artikels: Umstrittene Klage von Peter Wohlleben und Pierre Ibisch gescheitert.

Aufforstung auf dem Süntel – Überraschende Fotos vom neuen klimastabilen Mischwald

Hinweis: Dies ist kein Aprilscherz!1Mit Aprilscherzen habe ich ganz schlechte Erfahrungen gemacht: Strafprozess von Wald-und-Holz-NRW gegen Adrian.
Die Nadelwälder auf dem Süntel sind dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen. Nun forstet die Forstgenossenschaft wieder auf.2siehe auch Aufforstung der Kahlschläge am Süntel

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Diskussion über Kahlschläge: Absolut sinnlos!

Nacktes Niveau ist ein Podcast von Paul Brandenburg. Ich habe diesen Podcast auf der Fahrt nach Bad Münder gehört. Natürlich war Brandenburg nie in Bad Münder und beide haben überhaupt nichts miteinander zu tun. Außer dass ich eben den Podcast von Brandenburg gehört habe auf der Fahrt nach Bad Münder. Nach Bad Münder. Nicht in Bad Münder. Denn dort hatte ich den Podcast schon abgeschaltet. Vorzeitig. Ich habe den Podcast also nicht zu Ende gehört. Denn ich war sauer. Grund war der Studiogast Joana Cotar und ihre Meinung zum Ukraine-Krieg. Genauer gesagt war nicht ihre Meinung der Grund für meinen Ärger, sondern die Tatsache, dass Brandenburg ihre Meinung einfach so stehen ließ. Unkommentiert. Cotar hatte ihre Meinung, Brandenburg eine andere. Und das war es dann. Keine Diskussion. Es wurde nicht argumentiert, es wurde nicht gestritten. Die Frage, wer Recht hatte, wurde überhaupt nicht gestellt. Man ging schiedlich friedlich auseinander, weil man wusste, dass es keinen Zweck hatte, sich zu streiten. Es führt zu nichts. Cotar hat ihre Gründe, Brandenburg seine. Sie hat kein Argument, um ihn umzustimmen. Er keines, um sie umzustimmen. Sie wird bei ihrer Meinung bleiben, egal was er sagt. Er bleibt bei seiner, egal was sie sagt.

Warum erzähle ich Ihnen das alles? Weiterlesen

Förster Christian Bröker und der Stadtwald Schmallenberg

Wenn alle Förster so wären wie Christian Bröker, dann bräuchte ich keine verzweifelten Videos über sie machen. Bröker ist zugewandt und freundlich. Emails beantwortet er umgehend und auch ein Gesprächstermin ist ganz schnell und unkompliziert vereinbart. Vor Ort im Wald antwortet er geduldig auf Fragen und erklärt. Und es gibt für den Laien viel zu erklären: Wie funktioniert das LoBo-Pflanzverfahren? Was ist die diwima®-App? Und was steht in den neuen Pachtverträgen? Dabei ist Bröker nicht eitel. Er ist kein selbstverliebter Selbstdarsteller. In den Zeitungen finden sich nur ganz wenige Berichte über ihn und den Stadtwald. Ihm reicht es, so meint er am Ende unserer Exkursion, wenn in 50 Jahren die Leute einmal über ihn sagen, dass er gute Arbeit im Stadtwald geleistet hat.

eine mit dem LoBo-Verfahren gepflanzte Douglasie (roter Pfeil)

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Stadtförster Christian Bröker über Wiederbewaldung und Jagd.