Weltuntergang am Wurmberg

Bei meinen Recherchen zum Kahlschlag am Wurmberg im Harz stoße ich im Archiv des Harz-Kuriers auf einen Artikel, der mich fassungslos macht. „Landesforsten – Wir haben die Lage nicht im Griff“. Da steht Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten, vor dem riesigen Kahlschlag am Wurmberg und er posiert dort für ein Pressefoto zusammen mit Forstamtsleiter, Bürgermeister und Landespolitikern. Sie stehen vor dem Kahlschlag und lächeln in die Kamera. Und nicht nur das: Merker gibt vor der Presse bekannt, dass die Landesforsten die Lage nicht im Griff haben! Früher wäre man für so etwas gefeuert worden.

Lesen Sie hier meinen dritten und letzten Artikel zum Wurmberg: Wurmberg, Weltuntergang und Wiederaufforstung.

Vorbildliche und alternativlose Kahlschläge am Wurmberg im Harz

Die Überschrift ist kein Teaser, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzeugen. Es gibt zu den Kahlschlägen am Wurmberg im Harz tatsächlich keine Alternative. Es wurde professionell gearbeitet und die Öffentlichkeitsarbeit der Niedersächsischen Landesforsten ist vorbildlich. Wenn Sie anderer Meinung sind, dann schreiben Sie bitte einen Kommentar!

Neugierig geworden war ich durch alarmistische Meldungen der Süddeutschen Zeitung: „Kahlschlag bisher ungekannten Ausmaßes“. Ich fuhr zum Wurmberg, der direkt neben dem Nationalpark Harz liegt, und schaute mir die Kahlschläge an.

Ich habe Fotos gemacht und die umfangreiche Berichterstattung in den Medien intensiv studiert. Trotz alledem gestehe ich gleich zu Anfang, dass ich die Welt nicht mehr verstehe: Niemand protestiert. Niemand ist beunruhigt. Niemand fragt nach. Niemanden interessiert das Sterben der Fichtenwälder im Harz. Klimawandel! Borkenkäfer! Und? So ist es eben! Wir machen hier Urlaub!

Lesen Sie hier den ersten Teil meines Artikels: Der Kahlschlag am Wurmberg im Harz.