Video – Waldsteppe am Großen Rachel im Nationalpark Bayerischer Wald

Das Video zeigt knapp 13 Minuten lang die „waldsteppenartigen Totholzflächen“ am Großen Rachel im Nationalpark Bayerischer Wald. Der Ausdruck stammt nicht von Gegnern des Nationalparks – die würden vermutlich von „Waldfriedhof“ sprechen – sondern von Dr. Jörg Müller, Vize-Chef im Nationalpark, und Rainer Simonis, Förster dort. Diese Waldsteppen erstrecken sich in den Hochlagen des Parks „kilometerweit“ (Wenn der Borkenkäfer geht, kommt der Gartenrotschwanz, LBV-Vogelschutz, Heft 1, 2011).

Das Video ist ohne Kommentar und auch ohne Begleitmusik.
Bilden Sie sich bitte Ihre eigene Meinung! Meine Meinung dazu kennen Sie.

Die Aufnahmen entstanden auf dem Rachelsteig von Oberfrauenau zum Waldschmidthaus im September 2019. Es wird sich seitdem vermutlich nicht viel geändert haben. Die Natur ist sehr langsam dort oben. Genauso wie die Umbauarbeiten am Waldschmidthaus, das laut Pressestelle des Parks voraussichtlich noch bis zum Sommer 2027 geschlossen ist.

Keine blühenden Landschaften am Rachel

Schon einmal habe ich mich mit den Waldsteppen am Rachel im Nationalpark Bayerischer Wald beschäftigt: Von Wüsten und Waldsteppen am Rachel. Ich möchte es noch einmal tun. Nicht nur, um Lesern, die noch nicht am Rachel waren, zu zeigen, wie Waldsteppen aussehen. 20 Jahre nach dem Borkenkäfer.

Es geht mir in meinem neuen Artikel darum, dass niemand von den Verantwortlichen jemals davon gesprochen hat, dass diese Waldsteppen entstehen könnten. Erst sprach niemand vom Borkenkäfer. Und als der dann halt da war, sprach niemand von Waldsteppen. Und dass die Verjüngung Jahrzehnte dauern könnte. Bis zum Jahr 2011, als Müller/Simonis auf einmal wie selbstverständlich von Waldsteppen und Totholzflächen sprachen. Kilometerweit. Und das sei auch gut so!

Immer noch gibt es auf der Homepage des Nationalparks keine Informationen zu Waldsteppen, geschweige denn ein Informationsschild darüber vor Ort am Rachel. Was es aber auch nicht besser machen würde. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel mit Zitaten aus Büchern über den Nationalpark von 1974, 1998 und 2005, die einen fassungslos zurücklassen: Waldsteppen am Rachel.

Zum Niederknien schön – mein Märchenwald

Vielleicht wird Thomas Michler, Umweltpädagoge im Nationalpark Bayerischer Wald, nun schmunzeln oder vielleicht auch die Nase rümpfen, wenn ich von „Märchenwald spreche. Denn er schreibt:1zusammen mit Co-Autor Erik Aschenbrand

„Auch vom Wald existieren stereotype Vorstellungen. Weit verbreitet ist die Vorstellung vom grünen Märchenwald mit uralten Baumriesen, die als Symbole der Weisheit und der Dauerhaftigkeit der Natur interpretiert werden (Schama 1996). Diese stereotype Vorstellung vom Wald ist nicht nur aus Märchen und Filmen bekannt, sie wird derzeit z. B. auch erfolgreich von „Deutschlands berühmtestem Förster“ (Bild Zeitung 2017) Peter Wohlleben in seinen Büchern bedient.“2Erik Aschenbrand und Thomas Michler, Gestörte Heimat – Nationalparks zwischen Naturschutz, Tourismus und lokaler Akzeptanz, Naturschutz und Landschaftsplanung 04/2019, Hervorhebungen von mir

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Video: Der Höllenstieg zum Brocken

Ein 8-minütiges Video möge meinen Artikel über den Höllenstieg zum Brocken ergänzen. Die eingespielten Audiokommentare entstammen zwei Quellen:

Beide Autoren sind mittlerweile gestorben: Stern 2019, Bibelriether 2025.1Stets im Gedächtnis wird mir bleiben, wie Bibelriether mir 2014 beim Verfassen des Artikels Die Verdopplung der Borkenkäferschutzzone geholfen hat. Die im Film eingespielten Aussagen beziehen sich zwar auf den Nationalpark Bayerischen Wald. Seit 2018 passen sie aber auch auf den Nationalpark Harz.

Ein Gefühl für den Wald – Besuch bei Roland Wirtz in Eppelborn

Ende April war ich zu Besuch in Eppelborn bei Förster Roland Wirtz und seinem Kollegen Urban Backes. Wirtz leitet die Reviere Eppelborn und Quierschied nahe Saarbrücken. Backes ist nebenan Revierleiter in Rastpfuhl/Püttlingen.1siehe SaarForst Reviere Beide zeigten mir ausgewählte Flächen ihrer Reviere und stellten mir aktuelle Probleme der Forstwirtschaft vor.

Roland Wirtz und Urban Backes

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel über ein aktuelles und kontrovers diskutiertes Thema: Soll man abgestorbene Fichten stehen lassen?