Aufregung in der Presse

Aufregung um die Holzernte herrschte im Dezember nicht nur bei YouTube, sondern auch in der Presse. Die Main-Post und die Süddeutsche berichteten über die Holzernte bei Hummelmarter im Steigerwald.

Ich stelle zwei Zeitungsartikel vor und analysiere, wie die Mainstream-Medien mit dem Thema umgehen. Forstbetriebsleiter Mergner ist nicht zu beneiden: Wie erklärt man einer Klima-Aktivistin wie Lisa Badum von den Grünen, was integrativer Naturschutz ist?

Lesen Sie hier die Fortsetzung meines Artikels: Aufregung um die Holzernte bei Hummelmarter.

Hinweis: In Kürze berichte ich über weitere Artikel der Main-Post, in dem Hummelmarter eine Rolle spielt. Außerdem stelle ich die ausführliche Presseerklärung des Forstbetriebs vor und diskutiere die Probleme, die ein solcher Betrieb bekommt, wenn Aktivisten von Extinction Rebellion sich einschalten.

Aufregung im Steigerwald

Vor einer Woche macht mich ein Leser auf Videos bei YouTube aufmerksam.

Die nicht enden wollenden Holzpolter machen Eindruck auf mich und ich frage bei Forstbetriebsleiter Mergner in Ebrach nach. Dieser erklärt mir, was er gemacht hat.

Das  Video fragt: „Wollen wir diese Form der Forstwirtschaft?“ Lesen Sie hier meine Antwort: Aufregung um Holzernte bei Hummelmarter.

Hinweis: In Kürze erscheint eine Fortsetzung des Artikels mit noch mehr Hintergrundinformationen.

Die Verwaltung des Nationalparks Harz und der Klimawandel

Nur mal so angenommen: Aktivisten von Extinction Rebellion würden am Bahnhof Wernigerode die Brockenbahn – die Dampfloks fahren mit Kohle – blockieren. „Burn Capitalism, Not Coal!“, „Rettet die Fichten!“, „Dies ist ein Notfall!“ „Es geht ums Überleben!“, „Jetzt handeln!“, „Fichtensterben stoppen!“

DAVID HOLT, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons

Was würde Andreas Pusch, Chef im Nationalpark (NLP) Harz, dazu sagen? Nach der Lektüre der NLP-Tätigkeitsberichte bin ich mir nicht mehr sicher, ob er sich für die Dampfloks und gegen Extinction Rebellion aussprechen würde. Die Tätigkeitsberichte der letzten zwei Jahre reden ganz häufig vom Klimawandel und sie tun das einseitig, verkürzt und übertrieben, teilweise sogar sachlich falsch. Glaubt man den Tätigkeitsberichten, dann scheint das Wetter im NLP nur noch extrem zu sein: Dürre, Hitze und Stürme.

Ich habe die Stellen zu Wetter und Klima aus den Tätigkeitsberichten herausgesucht und kommentiert. Außerdem habe ich die Daten zum Klima zusammengetragen, die die Tätigkeitsberichte verschweigen. Daraus ist der längste Artikel dieses Jahres geworden: Wetter und Klimawandel in den Tätigkeitsberichten des Nationalparks Harz.

Hinweis: Allen meinen Lesern wünsche ich einen Guten Rutsch!

Das Scheitern der Borkenkäferbekämpfung im Nationalpark Harz

Im Juli 2018 macht Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, eine Aussage, die seine Zuhörer bewusst in die Irre führt:

„Ich habe vorhin gesagt, wir lassen den Käfer laufen bei uns. Es gibt ein paar Ausnahmen. In der Kernzone trifft das uneingeschränkt zu. An der Außengrenze bekämpfen wir den Käfer, um die anliegenden Wirtschaftswälder zu schützen.“

Pusch tut so, als ob der Nationalpark nur aus Kernzone und Außengrenze besteht. „Ein paar Ausnahmen“? Von wegen! Pusch lässt eine ganze Zone weg: nämlich die Naturentwicklungszone. Rund 40 % der Nationalparkfläche (siehe Tätigkeitsbericht 2018, S. 31) – fast 10.000 ha – lässt er einfach unter den Tisch fallen. Er hat seine Gründe: Denn in dieser Zone wurde der Borkenkäfer fast drei Jahrzehnte lang massiv bekämpft. Von wegen „den Käfer laufen lassen“! Erst 2018 kapitulierte der Nationalpark vor dem Borkenkäfer. Die jahrzehntelange Borkenkäferbekämpfung in der Entwicklungszone war gescheitert.

Die Tätigkeitsberichte lassen weder die Naturentwicklungszone noch die Borkenkäferbekämpfung weg. Über diese berichten sie stolz. Bis 2018. Bis Friederike. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Das Scheitern der Borkenkäferbekämpfung im Nationalpark Harz im Spiegel der Tätigkeitsberichte.

Hinweis: Der letzte Artikel dieses Jahres erscheint am 31. Dezember. Sein Thema wird sein: Der Klimawandel im Nationalpark Harz im Spiegel der Tätigkeitsberichte. Soviel vorab: Die NLP-Verwaltung dramatisiert den Klimawandel und seine Folgen wie Aktivisten von Fridays For Future. Ich warte darauf, dass Aktivisten von Extinction Rebellion die kohlebetriebene Brockenbahn besetzen und die NLP-Verwaltung Beifall klatscht. (siehe dazu die PR-Veranstaltung Klimawandel beeinflusst Wildnisentwicklung)