Borkenkäfer am Rachel – natürliche oder menschengemachte Störung?

„Wir müssen Kindern und Erwachsenen zeigen, welch wunderbare Reaktionen so viele Arten auf natürliche Störungen zeigen.“
Prof. Reed Noss, Waldnaturschutztagung des Nationalparks 2017

Einleitung

Für die Nationalparkverwaltung (i. F. abg. NPV) ist die Borkenkäfermassenvermehrung im Park eine natürliche Störung.1siehe z. B. Forschung im Nationalpark, Je toter desto besser Angeblich ist sie genauso eine natürliche Störung wie Sturm, Feuer oder Schneebruch. Die NPV greift nach solchen Störungen nicht ein, weil sie natürlich sind. Die NPV lässt natürliche Dynamik zu; sie lässt Natur Natur sein. Dass sie im Erweiterungsteil des Nationalparks (i. F. abgek. NP) zwischen Falkenstein und Rachel jahrzehntelang eingegriffen hat, steht auf einem anderen Blatt und ist nicht Thema dieses Artikels.2siehe Ultraviolence Aber am Rachel zumindest hat sie Ende der 90er Jahre nicht eingegriffen und den Borkenkäfer fressen lassen.3siehe Herbstwanderung zum Rachel – Zeitpunkt des Absterbens der Altbestände Darauf ist die NPV stolz. Trotzdem behaupte ich, dass die Massenvermehrung keine natürliche Störung ist, wenn man den Klimawandel für menschengemacht hält. Mit vielen Argumenten und Beispielen werde ich begründen, dass die Borkenkäferkalamität im NP nur dann natürlichen Ursprungs sein kann, wenn auch der Klimawandel natürlich ist.

Gliederung

Die Seite ist gegliedert in folgende Abschnitte:

  1. Der Borkenkäfer als natürliche Störung
  2. Der Borkenkäfer als menschengemachte Störung
  3. Der menschengemachte Klimawandel und das Naturerlebnis am Rachel
  4. Natürlicher Klimawandel und Rachel
  5. Schluss – Zwei Videos zum natürlichen Klimawandel

Hinweis

Die Fotos in diesem Artikel entstanden im August 2026 auf einer Wanderung vom Gfäll zur Baustelle des Waldschmidthauses unterhalb des Großen Rachels. Bergauf bin ich den Auerhahn-Rundweg, bergab die Bärlapp-Wanderlinie gegangen.

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