Schneelochweg und Brockenurwald

Ich selbst gehe den Schneelochweg im Nationalpark Harz nicht mehr. Es ist gefährlich und es ist verboten. Aber 2020 lag ein USB-Stick mit Fotos in meinem Briefkasten. Absender unbekannt. Vielleicht von einer Mitarbeiterin des Nationalparks. Die Fotos zeigen: Der Borkenkäfer macht auch aus dem berühmten Brockenurwald Kleinholz.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Schneelochweg im Herbst 2020.

Wildverbiss im Nationalpark Bayerischer Wald

Kahlschläge gibt es selbstverständlich nicht nur am Süntel in Niedersachsen. Auch Wildverbiss auf Kahlschlägen ist keine lokale Besonderheit des Süntels. Im Gegenteil: Es gibt vermutlich keinen einzigen Kahlschlag in Deutschland, wo die neu wachsenden kleinen Bäumchen nicht von Rehen oder Hirschen gefressen werden.

kurz und klein gebissene Vogelbeere am Ruckowitzberg

Das gilt auch für die Nationalparks – obwohl der wohlmeinende Bürger vielleicht zunächst einmal denken würde, dass wenigstens dort alles in Ordnung ist und auf den einstmals kahlen Flächen wieder neue junge Wälder in Hülle und Fülle spriessen. Dem ist nicht so. Und zwar nicht nur im NLP Eifel oder Harz, sondern auch im NLP Bayerischer Wald. Lange Zeit hatte ich geglaubt, dass dort gegen Rehe und Hirsche genauso konsequent vorgegangen würde wie gegen den Borkenkäfer. Dem ist nicht so.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel mit zahlreichen Fotos, die den Verbiss dokumentieren: Wildverbiss am Ruckowitzberg.

Außerdem gibt es ein Video vom Kahlschlag, in dem Sie die 62 % Vogelbeeren sehen können, die laut wissenschaftlicher Studie nicht verbissen sind. Und ich präsentiere Ihnen ein wissenschaftliches Forschungsprojekt am Ruckowitzberg, das Fragen über Fragen aufwirft.

Was tun gegen Baumfällungen?

Diese Webseite gibt es seit 2013. Und gleich im allerersten Artikel kritisierte ich Baumfällungen: Schirmschlag in Mülheimer Buchenwäldern. Andere Städte kamen hinzu: Baumfällungen in Bottrop, Essen, Bückeburg. Dann entdeckte ich die großen Kahlschläge in den Nationalparks: Eifel, Harz, Bayerischer Wald. Von Anfang an beschäftigte mich die Frage: Was tun? Denn man muss doch etwas tun! Photographieren und Kritisieren reicht doch nicht! 10 Jahre gibt es diese Webseite. Zeit zurückzublicken.

In meine Bilanz fließen auch meine Erfahrungen mit den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen ein. Was Proteste gegen Baumfällungen und gegen Corona-Maßnahmen gemeinsam haben? Nun – in Minden nahmen vielleicht 50 Leute an den Montagsspaziergängen teil. Wenn wir damals in Bottrop oder Essen einen Spaziergang gegen Baumfällungen organisiert hätten, wären es nicht mehr gewesen. Und zwischen uns und den Förstern war der Graben genauso garstig breit wie zwischen Geimpften und Ungeimpften.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Was tun gegen Baumfällungen?

Was ist Ihre Meinung? Schreiben Sie es in den Kommentaren!

Die Verwaltung des Nationalparks Harz und der Klimawandel

Nur mal so angenommen: Aktivisten von Extinction Rebellion würden am Bahnhof Wernigerode die Brockenbahn – die Dampfloks fahren mit Kohle – blockieren. „Burn Capitalism, Not Coal!“, „Rettet die Fichten!“, „Dies ist ein Notfall!“ „Es geht ums Überleben!“, „Jetzt handeln!“, „Fichtensterben stoppen!“

DAVID HOLT, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons

Was würde Andreas Pusch, Chef im Nationalpark (NLP) Harz, dazu sagen? Nach der Lektüre der NLP-Tätigkeitsberichte bin ich mir nicht mehr sicher, ob er sich für die Dampfloks und gegen Extinction Rebellion aussprechen würde. Die Tätigkeitsberichte der letzten zwei Jahre reden ganz häufig vom Klimawandel und sie tun das einseitig, verkürzt und übertrieben, teilweise sogar sachlich falsch. Glaubt man den Tätigkeitsberichten, dann scheint das Wetter im NLP nur noch extrem zu sein: Dürre, Hitze und Stürme.

Ich habe die Stellen zu Wetter und Klima aus den Tätigkeitsberichten herausgesucht und kommentiert. Außerdem habe ich die Daten zum Klima zusammengetragen, die die Tätigkeitsberichte verschweigen. Daraus ist der längste Artikel dieses Jahres geworden: Wetter und Klimawandel in den Tätigkeitsberichten des Nationalparks Harz.

Hinweis: Allen meinen Lesern wünsche ich einen Guten Rutsch!