Lothar Wieler und Andreas Pusch

„Wir gehen alle davon aus, dass im nächsten Jahr Impfstoffe zugelassen werden. Wir wissen nicht genau, wie die wirken, wie gut die wirken, was die bewirken. Aber ich bin sehr optimistisch, dass es Impfstoffe gibt.“
Lothar Wieler1Phoenix-Interview vom 15.10.2020, Min. 28:29[/mfn]

„Das ist also ein üppiges Wachstum, was hier festgestellt werden kann.“
Andreas Pusch

Einleitung

Lothar Wieler und Andreas Pusch haben viele Gemeinsamkeiten:

  • Beide sind Chefs: der eine des Robert-Koch-Instituts, der andere des Nationalparks Harz
  • Beide haben die Unterstützung ihrer Ministerien: hinter Wieler steht das Gesundheits-, hinter Pusch das Umweltministerium.
  • Beide genießen das Vertrauen ihrer Vorgesetzten: Wieler das der Kanzlerin, Pusch das des Ministerpräsidenten.
  • Beide sind Helden in den Mainstream-Medien; Wieler ist Fachmann für Hygiene, Pusch für Naturschutz.
  • Beide sind immun gegen Kritik. Wer Wieler kritisiert, ist Verschwörungstheoretiker; wer Pusch kritisiert, Umweltsau.
  • Beide gelten als Experten ihres Fachs. Wer den Rücktritt von Wieler fordert, hat keine Ahnung von Medizin, wer den von Pusch fordert, keine von Forstwirtschaft.
Andreas Pusch (links) hat Ahnung von Forstwirtschaft


In diesem Artikel geht es nicht um Wieler. Es geht um Pusch. Denn Kritik an Wieler gibt es genug – natürlich nicht im Mainstream, aber zumindest in den freien Medien. Kritik an Pusch aber gibt es überhaupt nicht.1Die Bürgermeisterin von Schierke, Christiane Hopstock, ist die Ausnahme von der Regel. Nicht einmal in den freien Medien.2Ein Beispiel für die Kritiklosigkeit der freien Medien ist ein Artikel von Karl-Friedrich Weber über Kahlschläge im Nationalpark. Keine Kritik, nirgends! Meine Webseite ist eine Ausnahme; einer muss anfangen.3siehe Foto Weiterlesen

Dramatischer Wildverbiss im Nationalpark Harz

„Menschen brauchen Natur, um sich zu regenerieren. Und zwar eine ernsthafte Natur und kein Maisfeld oder eine Güllewiese.“
Franz Leibl, Leiter des NLP Bayerischer Wald150 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald: Interview mit Dr. Franz Leibl und Prof. Jörg Müller

Ich veröffentliche heute ein neues Video zum Wildverbiss im NLP Harz.

Zunächst zeige ich, wie eine nicht verbissene Buchennaturverjüngung aussieht und erkläre, was Wildverbiss überhaupt ist; Drehort ist das FFH-Gebiet Wälder bei Porta Westfalica. Dann zeige und kommentiere ich den Großkahlschlag im Kleinen Sandtal im NLP Harz. Im Tal wurden nach Kyrill große Flächen kahlgeschlagen, um den Borkenkäfer zu bekämpfen. Auf die kahlen Flächen wurden dann Buchen gepflanzt. Diese wurden von den Hirschen alle und ohne Ausnahme kurz und klein gebissen.

Diesen Großkahlschlag im Sandtal hatte ich bereits vor 6 Jahren gefilmt: Weiterlesen

Angst um den Tourismus im Nationalpark Harz

Der Präsident des Harzklubs – „Der Harz geht nicht ohne uns!“ – und der Leiter des Nationalparks Harz sind ziemlich beste Freunde. 2018 traten beide Seite an Seite auf einer gemeinsamen Informationsveranstaltung auf. Ein Foto zeigt Dr. Oliver Junk und Andreas Pusch, wie sie fröhlich in die Pressekameras strahlen.

Der Ehrenvorsitzende des Harzklubs ist Dr. Albrecht von Kortzfleisch und er ist kein Freund von Herrn Pusch.

Ein halbes Jahr vor der Informationsveranstaltung sorgte ein Zeitungsartikel im Harz-Kurier für Aufsehen, in dem der Ehrenvorsitzende den NLP heftig kritisiert und wegen des Fichtensterbens Schäden für den Tourismus befürchtet. Politiker und Tourismusfachleute waren verunsichert. Eine vom Ehrenvorsitzenden geforderte Meinungsumfrage wurde prompt durchgeführt. Die NLP-Verwaltung reagierte mit einer PR-Kampagne. Eine zweite PR-Kampagne startete der Harzer Tourismusverband. Noch boomt der Tourismus im Harz. Aber kommen die Urlauber auch wieder? Lesen Sie hier meinen Artikel: Der Zorn des alten Mannes.

Offener Brief an den Nationalpark Harz

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Kahlschlag im Borkenkäfer-Sicherungstreifen am Naturmythenpfad

Angeblich baut die Natur im Nationalpark (NLP) Harz eine neue Wildnis. Das behauptet zumindest die PR-Kampagne „Baustelle Natur!“. Der Holzeinschlag des NLP wird nur noch am Rande erwähnt. Die Tätigkeitsberichte verzichten seit 2015 ganz auf Zahlen. Deshalb habe ich am 17.8. einen Brief an den NLP geschrieben: Weiterlesen

Wieder Fichten und keine neue Wildnis – der NLP Harz scheitert

Vor 5 Jahren schrieb mir der Pressesprecher des Nationalparks Harz, Dr. F. Knolle, zu einem Großkahlschlag in der Nähe des Oderteichs:

„Die Fläche wurde im Anschluss an den Windwurf [Kyrill 2007] geräumt und mit Buchen bepflanzt, um der dort in der Vergangenheit vom Menschen zurückgedrängten Baumart die Chance zur Wiederbesiedlung der umliegenden Wälder zu geben. […] Die Buchen haben sich befriedigend entwickelt.“

5 Jahre später ist genau das eingetreten, was ich schon damals befürchtet habe: Wiederverfichtung, Vergrasung und Wildverbiss. Und was die umliegenden Wälder angeht: sie sind mittlerweile alle vom Borkenkäfer gefressen worden. Die Räumung hätte man sich sparen können. Der NLP hat gegen den Käfer keine Chance. Und gegen die Hirsche auch nicht.

Ich starte heute eine Serie von Artikeln zur aktuellen Entwicklung im NLP Harz. Lesen Sie hier den ersten Artikel: Der Großkahlschlag am Oderteich im Jahr 2020.