Abonnements immer mit 14-tägigem Widerrufsrecht

Martin Pusch hat heute einen guten Kommentar zu meinem Beitrag „Webseite schließen? Pro und Contra“ verfasst. In meiner Antwort habe ich u. a. geschrieben: 

18 € für die Freischaltung von 563 Artikeln ist IMHO ein sehr gutes Angebot, insbesondere wenn man es mit dem Preis von ähnlichen Büchern vergleicht.“

Nun könnte ein Leser, der sich mit Internetabonnements nicht so gut auskennt, vielleicht einwenden, dass man die Katze im Sack kauft. Die Qualität der Artikel könne man ja gar nicht beurteilen, weil diese hinter einer Paywall versteckt sind. Man bezahle also 18 €, ohne zu wissen, was man für sein Geld erhält. Bei Büchern sei das anders: Im Buchladen könne man sie sich ansehen, bevor man sie dann bezahlt. Und bei Amazon könne man sie zurückschicken. 

Nun – das mit der Katze im Sack stimmt nicht! Denn man hat ein 14-tägiges Widerrufsrecht:

„Du möchtest eine Mitgliedschaft kündigen? Du hast das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen deinen Kaufvertrag zu widerrufen.“

Dieses Widerrufsrecht ist EU-weit gültig. Es ist nichts Besonderes und nicht etwa ein besonderer Service von Steady, das die Abonnements verwaltet. Das kostenlose Lesen von Artikeln ist also im Prinzip immer noch möglich. Missbrauch ist nicht auszuschließen: Weiterlesen

Ich verabschiede mich vom deutschen Wald

Ich habe die Beschimpfung des Sauerlands ernst gemeint. Das war nicht gespielt. Ich fahre da nicht mehr hin. Kein Katastrophentourismus mehr. Ich fahre auch lieber nicht mehr in den Harz. Zumindest nicht mehr in den Nationalpark. Die alten Kirchen und Klöster dort sind sehr schön. Aber erst einmal keine Fahrt mehr in einen deutschen Nationalpark. Auch keine Naturwaldzellen mehr. Und keine FFH-Gebiete. Keine Briefe mehr an Forstämter. Nein, besser nicht. Auch nicht an Bürgermeister. Oder Umweltämter. Oder Jagdbehörden. Das lohnt nicht. Vielleicht später einmal wieder.

Rothaarsteig, Sauerland