Einfach mal im Nationalpark anrufen!

Nationalpark Bayerischer Wald. Ich wandere vom Zwieslerwaldhaus zum Falkenstein. Nach 1 km komme ich durch einen Wald, wo alle Fichten vom Borkenkäfer gefressen worden sind. Alle tot, aber sie stehen noch. Nach 2 km komme ich durch einen Wald, wo alle Fichten gefällt worden sind. Die einen werden gefällt, die anderen bleiben stehen – und das in direkter Nachbarschaft. Warum?

Ich habe mit der Försterin Frau Pflug telefoniert. Sie hat es mir erklärt. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel mit vielen Fotos und einem Video: Borkenkäferbekämpfung auf dem Weg zum Falkenstein.

Offener Brief an den Nationalpark Harz

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Kahlschlag im Borkenkäfer-Sicherungstreifen am Naturmythenpfad

Angeblich baut die Natur im Nationalpark (NLP) Harz eine neue Wildnis. Das behauptet zumindest die PR-Kampagne „Baustelle Natur!“. Der Holzeinschlag des NLP wird nur noch am Rande erwähnt. Die Tätigkeitsberichte verzichten seit 2015 ganz auf Zahlen. Deshalb habe ich am 17.8. einen Brief an den NLP geschrieben: Weiterlesen

Kahlschlag am Wurmberg – Teil 2

Im zweiten Teil meines Artikels über den Kahlschlag am Wurmberg gibt es Interviews mit Frau Laubner von der Revierförsterei Braunlage und mit Herrn Rudolph, Pressesprecher der Landesforsten. Außerdem zeige ich Fotos des 500 m-Borkenkäfer-Sicherungsstreifens, die deutlich machen, dass der Schutz der Wirtschaftswälder unzureichend war.

Ich schließe den Artikel mit einer Alternative zum Urlaub in Braunlage am Wurmberg. Es stimmt nicht, dass der Harz nur aus Fichtenwäldern besteht. Man hat den falschen Teil des Harzes zum NLP gemacht: Der Kahlschlag am Wurmberg im Harz – Teil 2.

Veröffentlicht unter Harz

Vorbildliche und alternativlose Kahlschläge am Wurmberg im Harz

Die Überschrift ist kein Teaser, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzeugen. Es gibt zu den Kahlschlägen am Wurmberg im Harz tatsächlich keine Alternative. Es wurde professionell gearbeitet und die Öffentlichkeitsarbeit der Niedersächsischen Landesforsten ist vorbildlich. Wenn Sie anderer Meinung sind, dann schreiben Sie bitte einen Kommentar!

Neugierig geworden war ich durch alarmistische Meldungen der Süddeutschen Zeitung: „Kahlschlag bisher ungekannten Ausmaßes“. Ich fuhr zum Wurmberg, der direkt neben dem Nationalpark Harz liegt, und schaute mir die Kahlschläge an.

Ich habe Fotos gemacht und die umfangreiche Berichterstattung in den Medien intensiv studiert. Trotz alledem gestehe ich gleich zu Anfang, dass ich die Welt nicht mehr verstehe: Niemand protestiert. Niemand ist beunruhigt. Niemand fragt nach. Niemanden interessiert das Sterben der Fichtenwälder im Harz. Klimawandel! Borkenkäfer! Und? So ist es eben! Wir machen hier Urlaub!

Lesen Sie hier den ersten Teil meines Artikels: Der Kahlschlag am Wurmberg im Harz.

Wieder Fichten und keine neue Wildnis – der NLP Harz scheitert

Vor 5 Jahren schrieb mir der Pressesprecher des Nationalparks Harz, Dr. F. Knolle, zu einem Großkahlschlag in der Nähe des Oderteichs:

„Die Fläche wurde im Anschluss an den Windwurf [Kyrill 2007] geräumt und mit Buchen bepflanzt, um der dort in der Vergangenheit vom Menschen zurückgedrängten Baumart die Chance zur Wiederbesiedlung der umliegenden Wälder zu geben. […] Die Buchen haben sich befriedigend entwickelt.“

5 Jahre später ist genau das eingetreten, was ich schon damals befürchtet habe: Wiederverfichtung, Vergrasung und Wildverbiss. Und was die umliegenden Wälder angeht: sie sind mittlerweile alle vom Borkenkäfer gefressen worden. Die Räumung hätte man sich sparen können. Der NLP hat gegen den Käfer keine Chance. Und gegen die Hirsche auch nicht.

Ich starte heute eine Serie von Artikeln zur aktuellen Entwicklung im NLP Harz. Lesen Sie hier den ersten Artikel: Der Großkahlschlag am Oderteich im Jahr 2020.