Vorbildliche und alternativlose Kahlschläge am Wurmberg im Harz

Die Überschrift ist kein Teaser, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzeugen. Es gibt zu den Kahlschlägen am Wurmberg im Harz tatsächlich keine Alternative. Es wurde professionell gearbeitet und die Öffentlichkeitsarbeit der Niedersächsischen Landesforsten ist vorbildlich. Wenn Sie anderer Meinung sind, dann schreiben Sie bitte einen Kommentar!

Neugierig geworden war ich durch alarmistische Meldungen der Süddeutschen Zeitung: „Kahlschlag bisher ungekannten Ausmaßes“. Ich fuhr zum Wurmberg, der direkt neben dem Nationalpark Harz liegt, und schaute mir die Kahlschläge an.

Ich habe Fotos gemacht und die umfangreiche Berichterstattung in den Medien intensiv studiert. Trotz alledem gestehe ich gleich zu Anfang, dass ich die Welt nicht mehr verstehe: Niemand protestiert. Niemand ist beunruhigt. Niemand fragt nach. Niemanden interessiert das Sterben der Fichtenwälder im Harz. Klimawandel! Borkenkäfer! Und? So ist es eben! Wir machen hier Urlaub!

Lesen Sie hier den ersten Teil meines Artikels: Der Kahlschlag am Wurmberg im Harz.

Ein Gedanke zu „Vorbildliche und alternativlose Kahlschläge am Wurmberg im Harz

  1. Danke für Ihre ausführlichen und interessanten Dokumentationen!
    Ich habe früher in der Forstwirtschaft, also im Holzeinschlag gearbeitet. Seid ich Ihre Berichte lese, stelle ich mir ständig die Frage, warum die massiven Kahlschläge nicht wenigstens auf die konservative Weise gemacht wurden. Eine Kolonne von Waldarbeitern mit Motorsäge und leichten Maschinen oder optimalerweise sogar mit Pferden zum Holzrücken hätte den Boden nicht so verdichtet. Und selbst auf den Kahlschlagflächen hätte sich leicht neues Leben entwickeln können.
    Das wäre dann wohl weniger ökonomisch gewesen als ökologisch?! Wo sich ja dann aber auch wieder die Frage aufdrängt: Wirtschaftsdenken im Nationalpark auf Kosten der Natur? Da hatte wohl der schnelle Profit die Oberhand!

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