Ende dieser Website

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„Der Trick an dem Job ist, nicht vor Langeweile zu sterben“
Steal

Dies ist mein letzter Beitrag. Nach 12 Jahren beende ich diese Website Ende Februar. Dann läuft der Vertrag mit dem Webhosting-Unternehmen aus und die Seite wird gelöscht. Von den vielen Gründen für diese Entscheidung seien hier nur drei erwähnt:

  1. Es gibt zu wenig Leser. Und die „Views“, die das WordPress-Statistikprogramm anzeigt, sagen nichts aus über die Verweildauer. Womöglich werden nur die Überschriften gelesen. Die ganze Arbeit ist für die Katz.1Nationalpark Harz: Stehendes Totholz 2000 – 2022 wurde  von nur 10 Personen angeklickt.
  2. Es gibt viel zu wenig Abonnenten. Zurzeit sind es nur noch 30 und es werden monatlich weniger. Und das für ein Abo, dessen Preis geradezu lächerlich niedrig ist. Das bedeutet, dass meine Kosten höher sind als die Einnahmen.2Das wichtige Yoast-SEO-Premium-Plugin für WordPress kostet z. B. rd. 150€ jährlich. Ein Tagesausflug in den Harz: 50€ nur für Benzin. Wollte ich 3 Tage in den Nationalpark Bayerischer Wald, um das aktuelle Fichtensterben zu dokumentieren, belaufen sich Unterkunft und Fahrtkosten auf rd. 500 €. Ich bezahle also Geld dafür, Artikel zu schreiben, die niemanden interessieren. 
  3. Niemand kommentiert. Ich bekomme keine Rückmeldungen: weder Lob noch Kritik. Selbst bei kontroversen Themen wie dem Klimawandel gibt es überhaupt keine Reaktionen. Und Diskussionen zwischen den Lesern kommen schon gar nicht zustande.3Am Anfang, vor 12 Jahren, war die Kommentarfunktion immer abgeschaltet. Wenn ich Kommentare ausnahmsweise einmal erlaubte, gab es immer bitterböse Kommentare der Forstpartie. Jetzt – nichts mehr.

Weil das Thema Wald niemanden interessiert, verliert man am Ende selbst das Interesse: Ich habe keine Lust mehr. Es nützt doch nichts und ohnehin ist alles gesagt. Noch ein Artikel zu Sanitärhieben? Zur naturnahen Waldwirtschaft? Zum letzten Skandal in einem Nationalpark? Nein.

Ich komme gerade von einem Urlaub in Marsa Alam zurück. Schnorcheln im Roten Meer. Ich fand es schöner als Wandern im Wald. Es ist Zeit für etwas Neues. Aber ohne Website.

Wälder in Deutschland

2 Gedanken zu „Ende dieser Website

  1. Hallo Herr Adrian,

    ich kann Ihren Verdruss sehr gut verstehen. Wenn man sich lange und mit viel Herzblut für eine Sache eingesetzt hat, aber trotz der hervorragenden Arbeit kaum Resonanz erfährt, dann macht das was mit einem – und natürlich nichts gutes… Daher habe ich volles Verständnis dafür, dass Sie sich jetzt zurückziehen und in neuen Projekten neue Kraft tanken wollen.

    Trotzdem würde ich mir wünschen, dass Sie die vielen Artikel und Texte und das darin enthaltene Wissen weiter der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Das Thema Wald wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nichts von seiner Relevanz einbüßen – eher im Gegenteil. Besteht die Chance, dass Sie das Projekt nur einfrieren anstatt es zu löschen? Reichen die bestehenden Abonnements eventuell, um die Kosten für das Webhosting zu decken?

    Ich würde mich freuen, wenn sich da noch eine andere Lösung finden ließe!

    Viele Grüße
    Bernd Liebermann

    • Hallo Herr Liebermann,
      vielen Dank für Ihren Kommentar!

      „… dass Sie sich jetzt zurückziehen und in neuen Projekten neue Kraft tanken wollen.“

      Das einzige Projekt wird in Zukunft der Strand in Ägypten sein.

      „Trotzdem würde ich mir wünschen, dass Sie die vielen Artikel und Texte und das darin enthaltene Wissen weiter der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.“

      Kostenlos?

      „Reichen die bestehenden Abonnements eventuell, um die Kosten für das Webhosting zu decken?“

      Und ich mache einen auf Ehrenamt und zivilgesellschaftliches Engagement?

      Franz-Josef Adrian

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