Dystopie Nationalpark Bayerischer Wald – Geschichte löschen – Teil 3

Nicht nur Bibelriether löscht in seinem Buch Geschichte. Nicht nur er betreibt Geschichtsklitterung. Nicht nur er lässt unbequeme Episoden der Nationalparkgeschichte einfach weg. Auch der Sammelband „Urwald der Bayern“ macht dies. Zum 50-jährigen Jubiläum des Parks machen die 21 Autoren ihm ein hübsches Geschenk: In ihrer auf Hochglanz polierten Geschichte des Parks fehlt der Orkan Kyrill mitsamt der anschließenden Borkenkäferbekämpfung.

Nationalpark Bayerischer Wald

Lesen Sie hier das neue Kapitel: Geschichte löschen durch Bücher – Beispiel 2

Dystopie Nationalpark Bayerischer Wald – Geschichte löschen – Teil 2

Im letzten Kapitel habe ich beschrieben, wie die Verwaltung des Nationalparks Bayerischer Wald unbequeme Teile der Geschichte des Nationalparks mithilfe von Informationsschildern löscht. Im neuen Kapitel beschreibe ich, wie man Geschichte mit Büchern löscht.

Das erste Buch stammt von einem Autor, der viele Jahre lang einer meiner Helden war. Der Autor ist Hans Bibelriether. Sein Buch „Natur Natur sein lassen“ löscht Geschichte. Er verschweigt die dunklen Seiten des Nationalparks. Er lässt die Fehler seiner Nachfolger einfach weg. Die Borkenkäferbekämpfung nach Kyrill mit den riesigen Kahlschlägen kommt im Buch nicht vor.

Bibelriether

Lesen Sie hier das neue Kapitel Löschen durch Bücher – Hans Bibelriether, Natur Natur sein lassen.

Dystopie Nationalpark Bayerischer Wald – Geschichte löschen

Im letzten Kapitel meines Artikels Besucherlenkung am Hirschgespreng – Wie man eine baumlose Grassteppe versteckt habe ich eine ideale und perfekte Welt, eine Utopie, entworfen: Wie würde ein positiver Umgang des Nationalparks mit dem Riesenkahlschlag am Hirschgespreng aussehen? Ich habe Rundwege, Führungen, Informationsschilder, Ausstellungen u. v. a. m. vorgeschlagen.

Nun beschreibe ich das Gegenteil, eine Dystopie. In dieser düsteren Welt wird die Vergangenheit kontrolliert wie im Roman 1984 von George Orwell: Unbequeme geschichtliche Ereignisse werden gelöscht.Nationalpark Bayerischer Wald

Lesen Sie hier den Anfang meines neuen Kapitels: Dystopie – das Löschen der Borkenkäferbekämpfung am Hirschgespreng.

Utopie Nationalpark Bayerischer Wald

Ich werfe der Verwaltung des Nationalparks Bayerischer Wald vor, sie wolle die baumlose Grassteppe am Hirschgespreng verstecken, indem sie die Besucher von dieser Schmuddelecke weglenke.

Nationalpark Bayerischer Wald

Wenn jemand etwas scharf kritisiert, dann wird er häufig gefragt: „Was wollen Sie eigentlich? Wie sieht denn Ihr Programm aus? Wie würden Sie es denn machen?“ Nun, ich habe viele ganz konkrete Vorschläge, die ich in meinem neuen Kapitel skizziere.

Lesen Sie hier mein neues Kapitel: Utopie – ein positiver Umgang der Nationalparkverwaltung mit der Borkenkäferbekämpfung am Hirschgespreng

Dystopie Nationalpark Bayerischer Wald – Teil 3

Ich habe die Presseberichte des NP durchsucht, aber über den Rückbau der Forststraße am Hirschgespreng habe ich nichts gefunden. Vielleicht gab es eine kurze Meldung im Grafenauer Anzeiger. Vielleicht aber gab es auch gar keine Mitteilung darüber. Das Hirschgespreng ist nur wenigen bekannt und die Forststraße wurde nur von wenigen genutzt. Noch dazu ist sie eine Sackgasse und endet im Nirgendwo. Vielleicht hat die Verwaltung nur einen einzigen Grund gehabt für den Rückbau: Sie hat die Macht dazu.

„Der NP […]verwandelt so manche Forststraße in einen idyllischen Wandersteig.“ 1siehe Zurück zur Natur, Pressemitteilung vom 23.8.2019

Denn alle Gründe, die für gewöhnlich für einen Rückbau ins Feld geführt werden, sind nicht plausibel. Im neuen Kapitel diskutiere ich alle möglichen Gründe und verwerfe sie gleich wieder. Der Rückbau macht einfach keinen Sinn. Auch deswegen kann man auf die Idee kommen, dass die Verwaltung die baumlose Grassteppe verstecken und die Besucher weg vom Hirschgespreng lenken will.

Lesen Sie hier das Kapitel: Keine plausible Begründung für den Rückbau der Forststraße