Buchdrucker-Wissen in 60 Sekunden

„Der Buchdrucker spielt im Nationalpark eine ganz besondere Rolle.“
Prof. Jörg Müller

Einleitung

Als Außenstehender kann man den Eindruck gewinnen, dass der Nationalpark (i. Folg. abgek. NP) Bayerischer Wald (i. Folg. abgek. BW) vom Borkenkäfer besessen ist. Seit dem Fichtensterben am Lusen in den 80er Jahren scheint die Nationalparkverwaltung (i. Folg. abgek. NPV) nur ein einziges Thema zu haben: den Borkenkäfer. Seit 40 Jahren wird diskutiert und es nimmt kein Ende. 

2023 hat die NPV eine Folge von sechs Videos produziert. Ihr gemeinsames Thema: Buchdrucker-Wissen in 60 Sekunden. Es ist mittlerweile 40 Jahre her, seit der Käfer die Fichten am Lusen gefressen hat. In diesen 40 Jahren sind hunderte Zeitungsartikel, Fernsehbeiträge, wissenschaftliche Aufsätze, Unterrichtsmaterialien, Faltblätter und Bücher zum Käfer erschienen. Seit 40 Jahren gibt es Kampagnen, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Wildniscamps, Führungen, Bürgerwanderungen, Exkursionen und Ausstellungen.1siehe z. B. Jede Menge Infos zu Borkenkäfer und Waldentwicklung, Jahresbericht 2024, S. 34 Und trotzdem meint man, den Besuchern noch einmal erklären zu müssen, was ein Borkenkäfer ist.

Drei der sechs Videos habe ich mir angeschaut. Das dauerte ja nicht lange. Länger aber dauerte meine Ratlosigkeit. Meine Fassungslosigkeit. Und meine Empörung.

Screenshot YouTube

Gliederung

Die Seite ist gegliedert in folgende Abschnitte:

  1. Borkenkäfer im NP BW
    Buch­drucker-Wissen in 60 Sekunden (2/6)
  2. Die Gründe für Borkenkäfer-Massenvermehrungen
    Buchdrucker-Wissen in 60 Sekunden (4/6)
  3. Borkenkäfer im Porträt – Buchdrucker-Wissen in 60 Sekunden (1/6)
  4. Schluss – „Du hast drei Wünsche frei!“

Screenshot YouTube

Hinweis 1

  • Die beiden Fotos oben sind Screenshots von YouTube.
  • Die Fotos auf der nächsten Seite und ein Foto auf der übernächsten stammen aus der aktuellen Pressemappe des NP. Diese Fotos sind immer gekennzeichnet mit / NP BW.
  • Alle übrigen Fotos sind von mir im August 2026 auf der Waldhausstraße nach Lindberg-Zwieselerwaldhaus entstanden. Seit der Nationalparkerweiterung 1997 war dieses Gebiet Entwicklungszone. Erst bei der allerletzten Naturzonenerweiterung im Jahr 2022 wurde es zur Naturzone.2siehe dazu die Jahresbericht 2021, S. 52 und 2022, S 7. 25 Jahre also wurde dort der Käfer bekämpft. Es war völlig umsonst. Als ich im August zum ersten Mal auf dieser Straße fuhr, musste ich anhalten und rechts heranfahren. Ich konnte nicht glauben, was ich sah. Ich bin ausgestiegen und habe gelacht. Hysterisch gelacht.

Totholzfläche an der Waldhausstraße

Hinweis 2

Der folgende Text stellt eine individuelle Meinungsäußerung dar. Zwar halte ich meine Argumente für sehr plausibel und belege diese, wenn möglich, auch mit Texten, aber ich kann mich irren und beanspruche nicht, die absolute Wahrheit zu verkünden, die nicht mehr hinterfragt werden darf.

Totholzfläche an der Waldhausstraße

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