Wildverbiss im Nationalpark Bayerischer Wald

Kahlschläge gibt es selbstverständlich nicht nur am Süntel in Niedersachsen. Auch Wildverbiss auf Kahlschlägen ist keine lokale Besonderheit des Süntels. Im Gegenteil: Es gibt vermutlich keinen einzigen Kahlschlag in Deutschland, wo die neu wachsenden kleinen Bäumchen nicht von Rehen oder Hirschen gefressen werden.

kurz und klein gebissene Vogelbeere am Ruckowitzberg

Das gilt auch für die Nationalparks – obwohl der wohlmeinende Bürger vielleicht zunächst einmal denken würde, dass wenigstens dort alles in Ordnung ist und auf den einstmals kahlen Flächen wieder neue junge Wälder in Hülle und Fülle spriessen. Dem ist nicht so. Und zwar nicht nur im NLP Eifel oder Harz, sondern auch im NLP Bayerischer Wald. Lange Zeit hatte ich geglaubt, dass dort gegen Rehe und Hirsche genauso konsequent vorgegangen würde wie gegen den Borkenkäfer. Dem ist nicht so.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel mit zahlreichen Fotos, die den Verbiss dokumentieren: Wildverbiss am Ruckowitzberg.

Außerdem gibt es ein Video vom Kahlschlag, in dem Sie die 62 % Vogelbeeren sehen können, die laut wissenschaftlicher Studie nicht verbissen sind. Und ich präsentiere Ihnen ein wissenschaftliches Forschungsprojekt am Ruckowitzberg, das Fragen über Fragen aufwirft.

Was tun gegen Baumfällungen?

Diese Webseite gibt es seit 2013. Und gleich im allerersten Artikel kritisierte ich Baumfällungen: Schirmschlag in Mülheimer Buchenwäldern. Andere Städte kamen hinzu: Baumfällungen in Bottrop, Essen, Bückeburg. Dann entdeckte ich die großen Kahlschläge in den Nationalparks: Eifel, Harz, Bayerischer Wald. Von Anfang an beschäftigte mich die Frage: Was tun? Denn man muss doch etwas tun! Photographieren und Kritisieren reicht doch nicht! 10 Jahre gibt es diese Webseite. Zeit zurückzublicken.

In meine Bilanz fließen auch meine Erfahrungen mit den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen ein. Was Proteste gegen Baumfällungen und gegen Corona-Maßnahmen gemeinsam haben? Nun – in Minden nahmen vielleicht 50 Leute an den Montagsspaziergängen teil. Wenn wir damals in Bottrop oder Essen einen Spaziergang gegen Baumfällungen organisiert hätten, wären es nicht mehr gewesen. Und zwischen uns und den Förstern war der Graben genauso garstig breit wie zwischen Geimpften und Ungeimpften.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Was tun gegen Baumfällungen?

Was ist Ihre Meinung? Schreiben Sie es in den Kommentaren!

Wanderglück am Roten Stein

In meinem Beitrag Deutsche Bahn und deutscher Wald hatte ich folgende Behauptung aufgestellt:

Es gibt auch schöne Wirtschaftswälder. Gepflegt von Förstern, die wirklich gut sind. Und am besten ist ein Förster immer dann, wenn man gar nicht merkt, dass er hier Holz erntet. Hat er aber. Wenn man ganz genau hinguckt. Muss man aber nicht.

Ein Beispiel für solch einen schönen Wirtschaftswald ist der Wald am Roten Brink:

Diese schönen Wirtschaftswälder entdeckt man eher zufällig. Ganz unerwartet. Weiterlesen