Käfer – nicht im Buch, sondern im Wald

Ich habe in der Vergangenheit viel über Käfer geschrieben, z. B. hier, hier oder hier oder hier. Unzählige Nächte habe ich mir mit dem Studium von Fachpublikationen um die Ohren geschlagen, die häufig in einem völlig unverständlichen Fachchinesisch geschrieben waren. Ich habe viel gelesen über Käfer. Gesehen hatte ich sie nie. Eine Exkursion mit Jörg Müller und Simon Thorn war die Ausnahme von der Regel. Nun ändert sich das. Ich sehe Käfer live und in Farbe.

Gefleckter Blütenbock

Dafür danke ich Hans-Joachim Grunwald vom Verein Coleo. Er hat mich mitgenommen in die Naturwaldzelle Hellerberg im Sauerland und stundenlang mit mir Käfer gesucht.

Das Ergebnis ist der folgende Artikel: Käferexkursion im Sommer 2024

1. Weihnachtstag

Frohe Weihnachten!

Herr Striepen vom Landesbetrieb Wald-und-Holz NRW hat mir ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk gemacht und meinen offenen Brief beantwortet. Seine detaillierten Antworten lassen – fast – keine Fragen zur Naturwaldzelle Rosenberg offen. Das ist wirklich eine schöne Bescherung – und das schreibe ich ohne jede Ironie.

Lesen Sie hier die ausführliche Antwort von Herrn Striepen: Geschichte der Naturwaldzelle Rosenberg.

Besuch in der Naturwaldzelle Kluß

Mitte Oktober habe ich die Naturwaldzelle Kluß in der Nähe von Paderborn besucht. Ich habe dort die „Waldstruktur und Bodenvegetation“ nicht „aufgenommen“. Auch „Stichprobenflächen“  und „Dauerbeobachtungsflächen“ haben mich nicht interessiert. Ich habe keine Ahnung, ob dort „besondere Fragestellungen oder Aspekte untersucht werden“ sollten. Es macht vermutlich keinen Sinn, „das Monitoring auf diesen Flächen intensiver“ fortzuführen. Eine „Buchen-Fichten-Konkurrenz“ wie in Hunau gibt es dort jedenfalls nicht. Der „Aspekt“ Fichten hat sich auf der Paderborner Hochfläche erledigt. (Sämtliche Zitate aus Schützen – Forschen – Lernen, Konzept für die Naturwaldzellen in Nordrhein-Westfalen, S. 36 f.)

Der Landesbetrieb Wald-und-Holz-NRW hat die Naturwaldzelle Kluß nicht „für die Öffentlichkeitsarbeit ausgewählt“. Denn sie wird nicht „von vielen Erholungssuchenden genutzt“ und ist auch nicht „durch Wanderwege erschlossen oder gut einsehbar“. Es macht hier keinen Sinn, „Erholungssuchende zu informieren und zur Schonung der Naturwaldzelle zu lenken“.

Wenn Sie zu der kleinen Minderheit gehören, die sich trotzdem für die Naturwaldzelle Kluß interessieren und ausgerechnet dort Erholung suchen, dann finden Sie hier meinen Artikel: Kluß bei Paderborn.

35 ha Prozessschutz – die Naturwaldzelle Rosenberg im Eggegebirge

Nach meinem Offenen Brief folgt nun der ausführliche Artikel zur Naturwaldzelle Nr. 70 – inklusive den ersten jemals veröffentlichten Bestandesbeschreibungen: Rosenberg im Eggegebirge.

Hinweis: Mein nächster Artikel erscheint am Freitiag, den 27.10. zum Thema: Naturgemäße Forstwirtschaft und Jagd – Exkursion mit Lucas von Fürstenberg durch den Forstbetrieb Brabecke.

Offener Brief an Herrn Striepen (Naturwaldzellen NRW)

Sehr geehrter Herr Striepen!

In Ihrer letzten E-Mail baten Sie mich, Fragen zur Naturwaldzelle Rosenberg (i. F. abgek. NWZ) direkt an Sie zu stellen und nicht etwa an Revierbeamte des Regionalforstamts Hochstift. Ich komme dieser Bitte gerne nach! Allerdings schreibe ich diese E-Mail dieses Mal als Offenen Brief, weil ich der Ansicht bin, dass der Inhalt Ihrer Antwort zum einen für eine breitere Öffentlichkeit interessant sein könnte und zum anderen sicherlich keinen Geheimhaltungsvorschriften unterliegt.

Vorab eine kleine Anekdote: Ich war gestern zu Besuch bei Lukas von Fürstenberg, der mich gut eine Stunde in seinem Revier im Sauerland herumfuhr. Ich war geradezu sprachlos, wie viel er über seinen Wald wusste: hier hatte sein Großvater dies gemacht, hier sein Vater jenes und er habe hier vor kurzem usw. etc. pp. Er wusste genau, wo was wächst, was wann warum gepflanzt worden war, wie hier der Boden, dort das Licht und da drüben die Temperatur am Boden Anfang April sei. Warum erzähle ich Ihnen das? Nun – Sie müssen mir nicht gleich die Temperatur am Boden der Steinbeke Anfang April mitteilen, aber die eine oder andere Information über die Naturwaldzelle Rosenberg wäre schon interessant. Zumal diese explizit zu den NWZ für „Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung“ gehört.

Quelle: Wildnis in Nordrhein-Westfalen

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