Wildnisgebiet Solling

Iran-Krieg Tag 148, Super E10 2,30€.

Im Juli bin ich zweimal im Wildnisgebiet Solling gewesen. Über 1.000 ha, die die Niedersächsischen Landesforsten 2021 aus der Nutzung genommen haben. Zweimal bin ich dort mehrere Stunden herumgewandert. Nach der NDR-Reportage über das Wildnisgebiet war ich auf einiges gefasst und hatte mit vielem gerechnet. Damit nicht.

Extraktive Maßnahmen im Wildnisgebiet

Wenn ich in der Vergangenheit fürchterliche Dinge gesehen habe, habe ich sie mit Worten wie „Ödland“ oder „Ultraviolence“ beschrieben. Dieses Mal benutze ich andere Vokabeln. Mein schlimmster Wutausbruch bisher war der über das Sauerland. Dieses Mal bin ich wütender.

Lesen Sie hier meinen ausführlichen Artikel – ausnahmsweise ganz ohne Paywall: Shithole Wildnisgebiet Solling

Friedas Ruh im Naturwald Saubrink-Oberberg

Iran-Krieg Tag 135, Super-E10 2,20€.

Meinem großen Artikel über den Naturwald Saubrink-Oberberg habe ich ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Im Mittelpunkt steht eine der vielen malerischen Felsformationen des nördlichen Ith mit ausgesprochen bizarren alten Buchen: Friedas Ruh.

Lesen Sie hier das 7. Kapitel meines Artikels über den Naturwald Saubrink-Oberberg: Friedas Ruh.

P.S.: Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, die Zähne zusammenzubeißen und trotz der hohen Benzinpreise in den Nationalpark Bayerischer Wald zu fahren, um mir das Fichtensterben anzuschauen.1siehe die Satellitenbilder vom Großen Falkenstein auf Google Maps Aber das Waldschmidthaus wird immer noch renoviert und ich schleppe im Hochsommer keine 3 l Apfelschorle den Rachel hoch. Dass so eine Renovierung 3 Jahre2siehe Arbeiten am Waldschmidthaus am Großen Rachel laufen wieder an dauert – noch dazu in Bayern, wo ja angeblich alles so viel besser funktioniert als in Preußen –, ist ein Armutszeugnis für den Nationalpark. Und nein – ich habe da kein Verständnis für! Böse Zungen würden von einer Bankrotterklärung des Nationalparks sprechen, Verschwörungstheoretiker von gezielter Sabotage. Doch dieses Fiasko ist nicht der Hauptgrund für mein Wegbleiben. Der wichtigste und ausschlaggebende Grund ist: Artikel über das Fichtensterben und/oder eine strapaziöse Wanderung zum Falkenstein in Hitze und Dürre befördern am Ende noch die Klimahysterie. Das möchte ich nicht. Im Solling z. B. sterben die Fichten nicht:Solling im Hochsommer 2026

Der Naturwald Egge im Weserbergland

Iran-Krieg Tag 114, Super E10 1,96€.

Die Westendorfer Egge ist 296 m hoch und liegt auf dem Kamm des Wesergebirges. Der Wald dort gehört zum Naturwald Egge und ist seit 1998 total geschützt. Die Wanderung über den Kammweg ist abenteuerlich: Er ist nicht ausgeschildert und so ist er nur wenigen bekannt. Der schmale Pfad wächst langsam zu.

„‚Egge‘ bezeichnet einen langgestreckten Bergkamm, der nach beiden Seiten steil abfällt.“1Kurzportrait des Naturwalds Egge

In der Tat: An manchen Stellen fällt der Kammweg links steil ab, an anderen rechts. Es ist von Vorteil, wenn man trittsicher und schwindelfrei ist.

Südhang der Westendorfer Egge

Lesen Sie hier den ersten Teil meines Artikels über den Naturwald Egge.

Naturwald Saubrink-Oberberg – 830 Kubikmeter Holzvorrat am Saubrink

Iran-Krieg Tag 112, Super E10 1,98€.

ch habe eine weitere Wanderung durch den Naturwald Saubrink-Oberberg gemacht: dieses Mal durch dessen südlichen Teil – rund um den 355 m hohen Saubrink. Der Naturwald ist mit 245 ha nicht nur der mit Abstand größte in Niedersachsen. Er hat auch – laut Dr. Peter Meyer von der NW-FVA – einen sensationell hohen Holzvorrat: 830 m3/ha. Und selbst diese Zahlen sind vermutlich noch zu niedrig, denn sie stammen von 2015.

Naturwald Saubrink-Oberberg

Lesen Sie hier zwei neue Kapitel meines Artikels über den Naturwald Saubrink-Oberberg:

Antwort von Dr. Peter Meyer (NW-FVA)

Einleitung

Dr. Peter Meyer, Leiter der Abteilung Waldnaturschutz  in der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt, hat mir ausführlich auf meinen offenen Brief geantwortet. Ich hatte Fragen zu den Naturwäldern (NW) und den Wäldern mit natürlicher Entwicklung (NWE) gestellt.

Alter der Bäume

Eine Frage lautete, wie aktuell die Altersangaben für die Bäume im Infoportal für NWE seien. Hierzu schreibt Dr. Meyer Folgendes:

„Sehr geehrter Herr Adrian,
es freut mich, dass Sie unsere Inforportale zu den NWE-Flächen bzw. den Naturwäldern nutzen.

Zunächst: Ganz zufrieden sind wir mit dem erreichten Stand ebenfalls nicht. Ihre Kritik nehmen wir gerne als Anregung für die anstehende Aktualisierung der Portale.

Zu Ihren Fragen im Einzelnen:

Unter Naturwäldern verstehen wir Wälder mit natürlicher Entwicklung (NWE), die gleichzeitig der Forschung dienen. Für die Erforschung dieser Gebiete und die Dokumentation ihrer Entwicklung ist die NW-FVA zuständig. Naturwälder sind Teil der größeren NWE-Flächenkulisse. Um die Gesamtmenge NWE und die Teilmenge Naturwälder auseinanderzuhalten, haben wir zwei Portale eingerichtet.

Im Fall von Naturwäldern sind die Altersangaben zwischen den Portraits in Naturwald-Info online und dem NWE-NI-Infoportal nicht harmonisiert. Die Angaben im NWE-NI-Infoportal sind der Forsteinrichtung im Jahr 2019 entnommen. Sie beziehen sich auf das Stichjahr der Forsteinrichtung des jeweiligen Forstamtes. Im Schnitt müssten Sie 12 Jahre hinzurechnen, um auf das Alter im Jahr 2026 zu kommen (Einrichtungsturnus = 10 Jahre; daraus folgt: 2019 durchschnittlich plus 5 Jahre; 2026: plus 7 Jahre). Im Zuge der Überarbeitung des Portals würden wir das Stichjahr angeben. Das ist leider bisher versäumt worden.

Ja, die Portraits sind leider oftmals hinsichtlich der Datenstände veraltet. Die übergreifenden Angaben sind aber nach wie vor gültig. Eine Aktualisierung liegt auch uns am Herzen und steht weit oben auf der Prioritätenliste.“ Weiterlesen