Fehlerkorrektur: Trittsteine doch online

In meinem Artikel Faktencheck: Naturwaldreservat Waldhaus vom 21. Dezember 2015 hatte ich folgendes behauptet:

„Nicht einmal für seinen eigenen Forstbetrieb legt Mergner die Karten offen auf den Tisch: Die Lage der Trittsteine kann im Internet nicht eingesehen werden. Diese Geheimniskrämerei ist unerträglich!“ ((Wie steht es um den Schutz der Urwaldreliktarten in Bayern?))

Das ist falsch. Trittsteine gehören ja zu den Klasse-1-Wäldern. ((zur Einteilung der Wälder in Klassen siehe Die 4 Waldklassen im Naturschutzkonzept der Staatsforsten)) Und die Lage der Klasse-1-Wälder der Bayerischen Staatsforsten kann auf deren Homepage eingesehen werden: Klasse-1-Wälder in Bayern. Wenn Sie dort auf der Karte oben rechts „Vollbildmodus“ und oben links „Satellit“ anklicken und dann auf Ebrach zoomen, sehen Sie das folgende Bild:

Trittsteine_EbrachDie gelbe Beschriftung der beiden Naturwaldreservate Waldhaus und Brunnstube und des Ortes Ebrach stammen von mir. Die kleinen grünen Bäumchen zeigen die Lage der Klasse-1-Wälder bzw. eben der Trittsteine an. Weiterlesen

Hans Stadler – Waldschutz in Unterfranken

Über die wichtige Rolle von Hans Stadler auf dem 1. Deutschen Naturschutztag in München 1925 hatte ich bereits berichtet: Der Streit um ein Waldschutzgebiet auf dem erstem Deutschen Naturschutztag 1925. Hier folgt nun der klassische Aufsatz von Stadler über Waldschutz in Unterfranken. Er erschien vor genau 90 Jahren in den Blättern für Naturschutz und Naturpflege, der Zeitschrift des Bund Naturschutz in Bayern. An Aktualität hat der Aufsatz nichts verloren:

Faktencheck: Exakte Daten über den Wald

Es folgt der zehnte Teil meiner Artikelserie zur Kritik des Trittsteinkonzepts des Forstbetriebs Ebrach. In seinem Aufsatz „Waldtrittsteine statt Großschutzgebiete“ ärgert sich Betriebsleiter Mergner über die Kartierung von Greenpeace im Spessart:

„Bäume mit Kluppe, Maßband und GPS-Gerät zu vermessen – wie Greenpeace das im Spessart praktiziert hat – ist genauso spektakulär wie unnötig. Die Bayerischen Staatsforsten haben ein umfangreiches Stichprobennetz, mit welchem alle zehn Jahre exakte Daten über Waldstruktur, die Baumarten, das Alter oder die Habitatstrukturen an Einzelbäumen erfasst werden.“ ((Waldtrittsteine, S. 22))

Noch mehr ärgert ihn natürlich das Kartierprojekt von BN und WWF in seinem eigenen Forstbetrieb. Wie es dazu kam, erkläre ich ausführlich in meinem Artikel: Faktencheck – Exakte Daten über den Wald.

Faktencheck: Überleben von Waldarten in Einzelbäumen

Im neunten Teil meiner Artikelserie über das Trittsteinkonzept des Forstbetriebs Ebrach widme ich mich ausführlich den Urwaldreliktarten im Steigerwald, oder besser gesagt, den dort ausgerotteten Urwaldreliktarten; Arten wie dem 9 mm kleinen Mattschwarzen Schnellkäfer (Megapenthes lugens), dessen Larven sich „im verpilzten Wandholz von Stammhöhlen anbrüchiger Laubbäume“ entwickeln. ((G. Möller, R. Grube, E. Wachmann, Der Fauna-Käferführer I – Käfer im und am Wald, Nottuln 2006, S. 104)) Vermutlich wurde er vor 90 Jahren ausgerottet, als die über 300jährigen Uralteichen im Steigerwald gefällt wurden.

Ich erzähle auch die unbekannte Geschichte vom 1. Deutschen Naturschutztag 1925 in München, der gegen das Abholzen der Eichen im Steigerwald und Spessart protestierte und vergeblich ein 500 ha großes Schutzgebiet forderte. Die Ähnlichkeiten zur heutigen Situation und der Aufhebung des Schutzgebiets „Der Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst“ sind bestürzend: Faktencheck – Überleben von Waldarten in Einzelbäumen.

Megapenthes lugensMattschwarzer Schnellkäfer (Megapenthes lugens), Foto: Hervé Bouyon

Frohes Neues Jahr!

Ich wünsche allen meinen Lesern ein Frohes Neues Jahr!

Ochsenkopf_Panorama_800

Bannwald am Hohen Ochsenkopf (NLP Schwarzwald), 100 m südsüdöstlich des Gipfels

Das Panoramafoto oben hat eine Auflösung von 2.572 x 800 Pixeln und eine Dateigröße 1,5 MB. Sie können sich das Foto auch in sehr viel höheren Auflösungen anschauen: