Der Brockenurwald im Nationalpark Harz – April 2025

Von einem gewissen Jens wurden mir Filmaufnahmen vom Schneelochweg zugespielt. Einige Aufnahmen zeigen den sog. Brockenurwald im oberen Teil des Wegs, der verboten und gesperrt ist. Wie natürlich dieser Urwald tatsächlich ist, kann niemand sagen – vermutlich nicht einmal Insider in der Nationalparkverwaltung. Denn was die Hirsche vom Urwald übrig lassen, weiß niemand. Auffällig ist, dass hier oben keine Vogelbeeren, keine Birken, kein Bergahorn, keine Weiden und auch sonst keine Pionierbäume wachsen. Vielleicht ist das natürlich, vielleicht nicht.

Wie auch immer: Meiner Meinung nach kommt man nirgendwo im Park so nahe an den Urwald heran wie auf diesem Schneelochweg. Zumindest suggerieren das die Filmaufnahmen. Aber natürlich muss man lebensmüde und todesmutig wie dieser Jens sein, um sich in unmittelbare Nähe der toten Fichten zu wagen. Denn diese können jederzeit und ohne Vorwarnung umfallen.1siehe auch Soll man abgestorbene Fichten stehen lassen? Auf dem nicht einmal 100 m langen sog. Urwaldstieg des Nationalparks kann das selbstverständlich nicht passieren; dieser ist absolut verkehrssicher. So sagt man.

Der Eckerlochstieg im Nationalpark Harz nach dem Fichtensterben

Der Schneelochstieg im Nationalpark Harz ist verboten. Aber es gibt ja noch andere Stiege am Brocken, die nicht verboten sind; z. B. den Eckerlochstieg. 2015 bin ich ihn im Winter gegangen und damals standen die Fichten noch, zumindest die meisten. Siehe meinen damaligen Artikel: Eckerlochstieg zum Brocken. Niemand hat damals auch nur geahnt, was drei Jahre später passieren würde.

Ich veröffentliche heute den ersten Teil eines Artikels über den Eckerlochstieg im Jahr 2025: Auf der Suche nach einem Untertitel.

Nationalpark Harz – Offener Brief an die Verwaltung

Nationalpark Harz – Preiswerte Busverbindung zum Brocken

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage zum Öffentlichen Nahverkehr im NLP Harz. Ich bin 62 Jahre alt und 50 % schwerbehindert. In der vergangenen Woche bin ich den Eckerlochstieg zum Brocken hochgewandert.

teilweise steil“

Ich war – wie Sie sich vielleicht vorstellen können – sehr stolz auf mich, dass ich diesen „teilweise steilen und stein- und wurzelreichen Weg“ und die „500 Höhenmeter“ geschafft habe.

„stein- und wurzelreich“

Sie räumen selbst ein, dass „gute Kondition“ dafür erforderlich ist (Zitate aus Ihrer Broschüre „Durch das Eckerloch zum Brocken“ 8. Auflage 2018).

Liebend gern hätte ich mir den Rückweg gespart und wäre mit einem Bus wieder nach Schierke zurückgefahren. Weiterlesen

Der Schneelochweg im Nationalpark Harz – über das überflüssige Verbot eines unzumutbaren Wegs

Der Schneelochweg ist ein historischer Wanderweg im Nationalpark Harz, der u. a. von Heinrich Heine gegangen wurde. Die Verwaltung des Nationalparks Harz hat ihn verboten. Wer ihn geht, riskiert ein dreistelliges Bußgeld. Ich halte das Verbot aus mehreren Gründen für völlig überflüssig:

  • Der Weg ist nur noch sehr wenigen Menschen bekannt. Auf den Karten ist er nicht mehr eingezeichnet und ausgeschildert ist er natürlich auch nicht.
  • Wer durch Einheimische auf den Weg aufmerksam geworden ist und ihn versuchsweise geht, merkt spätestens nach dem alten Holzlagerplatz, auf welchen Höllentrip er sich eingelassen hat. Viele werden dann vernünftig und geben auf. Wer weitergeht und nicht so erfahren wie Jens1Jens ist der – vermutlich – Einheimische, der mir anonym aktuelle Fotos und Videos vom Schneelochweg geschickt hat. ist, begibt sich in Lebensgefahr.
  • Der Schneelochweg war einmal ein steiler Weg durch den Fichtenwald hinauf auf den Brocken. Früher war er gepflegt und sogar Steinstufen waren angelegt worden. Nichtsdestotrotz war er auch früher schon sehr anstrengend; Heinrich Heine ist ihn bezeichnenderweise hinuntergegangen und nicht hinauf. Heute gibt es Alternativen, die zwar immer noch anspruchsvoll, aber nicht gefährlich sind.

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Neue Fotos und Videos zum verbotenen Schneelochweg

Auch auf die Gefahr, mich zu wiederholen: Der Schneelochweg im Nationalpark Harz wurde von der Nationalparkverwaltung gesperrt. Ich wurde mit einem Bußgeld von 123 € bestraft. Das wäre eigentlich gar nicht nötig gewesen, denn ich geriet auf dem Weg gleich zweimal in Lebensgefahr und hatte genug. Kommt man vom Weg ab, ist man hoffnungslos verloren. Und wenn man Ü60 ist, an Arthrose leidet und keine Kondition hat, ist man auch auf dem Weg verloren.

Nichtsdestotrotz gibt es offenbar Einheimische, die sich von der Nationalparkverwaltung nichts verbieten lassen und vermutlich „gesichert rechtsextrem“ sind. Es scheint so, als gingen sie immer mal wieder „ihren“ Schneelochweg. Sie müssen wohl eine hervorragende Kondition, starke Nerven und einen unbeirrbaren Orientierungssinn haben. Einer nennt sich „Jens“ und hat mir einen Brief, Fotos und Videos geschickt. Meine seien veraltet.

Lesen Sie hier den ersten Teil meines neuen Artikels: Der Schneelochweg zum Brocken im April 2025.