Vorbildliche und alternativlose Kahlschläge am Wurmberg im Harz

Die Überschrift ist kein Teaser, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzeugen. Es gibt zu den Kahlschlägen am Wurmberg im Harz tatsächlich keine Alternative. Es wurde professionell gearbeitet und die Öffentlichkeitsarbeit der Niedersächsischen Landesforsten ist vorbildlich. Wenn Sie anderer Meinung sind, dann schreiben Sie bitte einen Kommentar!

Neugierig geworden war ich durch alarmistische Meldungen der Süddeutschen Zeitung: „Kahlschlag bisher ungekannten Ausmaßes“. Ich fuhr zum Wurmberg, der direkt neben dem Nationalpark Harz liegt, und schaute mir die Kahlschläge an.

Ich habe Fotos gemacht und die umfangreiche Berichterstattung in den Medien intensiv studiert. Trotz alledem gestehe ich gleich zu Anfang, dass ich die Welt nicht mehr verstehe: Niemand protestiert. Niemand ist beunruhigt. Niemand fragt nach. Niemanden interessiert das Sterben der Fichtenwälder im Harz. Klimawandel! Borkenkäfer! Und? So ist es eben! Wir machen hier Urlaub!

Lesen Sie hier den ersten Teil meines Artikels: Der Kahlschlag am Wurmberg im Harz.

Wieder Fichten und keine neue Wildnis – der NLP Harz scheitert

Vor 5 Jahren schrieb mir der Pressesprecher des Nationalparks Harz, Dr. F. Knolle, zu einem Großkahlschlag in der Nähe des Oderteichs:

„Die Fläche wurde im Anschluss an den Windwurf [Kyrill 2007] geräumt und mit Buchen bepflanzt, um der dort in der Vergangenheit vom Menschen zurückgedrängten Baumart die Chance zur Wiederbesiedlung der umliegenden Wälder zu geben. […] Die Buchen haben sich befriedigend entwickelt.“

5 Jahre später ist genau das eingetreten, was ich schon damals befürchtet habe: Wiederverfichtung, Vergrasung und Wildverbiss. Und was die umliegenden Wälder angeht: sie sind mittlerweile alle vom Borkenkäfer gefressen worden. Die Räumung hätte man sich sparen können. Der NLP hat gegen den Käfer keine Chance. Und gegen die Hirsche auch nicht.

Ich starte heute eine Serie von Artikeln zur aktuellen Entwicklung im NLP Harz. Lesen Sie hier den ersten Artikel: Der Großkahlschlag am Oderteich im Jahr 2020.

Klage gegen das Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe

Am 16.6.2020 beendet das Mindener Tageblatt seine Berichterstattung über die Sperrung des Wolfsschluchtwegs. Lokalredakteur Lieske schreibt den letzten Artikel: Martin Möller, Vorsitzender des Witthüs-Vereins, hat Klage gegen das Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe erhoben.

Ich decke die Unklarheiten, Widersprüche und Lücken des Zeitungsartikels auf. Außerdem zeige ich ein kurzes Video vom Wildnisgebiet. Lesen Sie hier mein Kapitel: 16.6.2020 – der elfte und letzte Artikel des MT zur Sperrung.

Das Mindener Tageblatt als Pressestelle der Stadt Porta Westfalica

Ich weiß nicht, an was Sie denken, wenn Sie Wollfäden an einem Zaun sehen:

Thomas Lieske vom Mindener Tageblatt denkt an folgendes:

„Bunte Wollfäden am Bauzaun als stiller Protest gegen die Sperrung des Wolfsschluchtweges: Der Widerstand in Barkhausen nimmt immer vielfältigere Züge an. Der Stadtrat hat nun eine Resolution auf den Weg gebracht.“

In diesem Stil geht der Artikel von Lieske über die Stadtratssitzung des Vortages weiter. Wieder berichtet Lieske nicht nüchtern und neutral. Wieder ergreift er Partei gegen die Sperrung. Lesen Sie hier meine ausführliche Kritik: 28.5.2020 – der zehnte Artikel des MT zur Sperrung.

Porta Westfalica beschwert sich beim Petitionsausschuss NRW

Am 27.5.2020 beschließt der Stadtrat von Porta Westfalica eine Petition für den Petitionsausschuss NRW: Der gesperrte Wolfsschluchtweg soll wieder geöffnet werden. Der Beschluss ist der vorläufige Höhepunkt der Proteste gegen die Sperrung des Wolfsschluchtwegs.

Geschrieben wurde die Petition von Stadtheimatpfleger Herbert Wiese. Seine Begründung der Petition ist grob fehlerhaft. Der Petition beigefügt ist eine Liste mit „Highlights im Wiehengebirge“. Dass Wiese auch ein KZ-Außenlager und eine KZ-Produktionsanlage1KZ-Außenlager Barkhausen (1300 Männer) und KZ-Produktionsstätte Stöhr 2 (Kugellager, Granaten), siehe Gedenktafel zu den „Highlights“ zählt, fällt niemandem auf.

Warum sich der Stadtrat geschlossen hinter die Petition stellt, erkläre ich im neuen Kapitel: 27.5.2020 – der Stadtrat von Porta beschwert sich beim Petitionsausschuss.