Verschiedene Briefe und Antworten veröffentlicht

Ich habe endlich einmal diverse Briefe, die ich geschrieben habe, und die Antworten darauf eingescannt und hochgeladen.

 

Zerstörung des Brinkmanns-Waldes in Bottrop

Im Fall der Zerstörung des Brinkmanns-Waldes in Bottrop gibt es vorläufige Antworten von Wald-und-Holz NRW und dem Regionalforstamt Ruhrgebiet. Das heißt; streng genommen sind es Verweigerungen von Antworten. Siehe:

 

Kahlschlag im FFH-Gebiet Teufelsbad in Bad Eilsen

Briefe schreiben kann hilfreich sein. Nachdem ein Kahlschlag im Buchenwald des FFH-Gebiets Teufelsbad Ende November 2013 bei Anwohnern und der örtlichen Presse für erhebliche Unruhe sorgte, will das Naturschutzamt in Stadthagen nun tatsächlich einen Managementplan für das FFH-Gebiet Teufelsbad aufstellen. Siehe: Antwort von Jochen Beug am 21.3.2014.

 

Fällen von Altbuchen im FFH-Gebiet Köllnischer Waldes in Bottrop

Der für das Fällen der Altbuchen zuständige Förster Volker Adamiak hat nicht auf den Offenen Brief des BUND geantwortet und die gesetzte Frist verstreichen lassen.

Sein oberster Chef, Jörg Wipf, gibt sich weniger zugeknöpft. Er gibt persönlich und sehr freimütig Auskunft. Siehe: Antwort von Jörg Wipf. Ich werde in den nächsten Tagen mich ausführlich mit dieser hochinteressanten und aufschlussreichen Antwort beschäftigen.

0,25 ha großer Kahlschlag von Pappeln im FFH-Gebiet Köllnischer Wald

 

Aprilscherz: Förster nicht in Nationalgalerie verhaftet

Große Aufregung gestern am 1. April im Forststützpunkt Heidhof in Bottrop-Kirchhellen: Das Telefon stand nicht still, seit ein Spaßvogel im Internetforum „Wald und Holz“ gepostet hatte, Förster Volker Adamiak sei am Wochenende in der Alten Nationalgalerie Berlin verhaftet worden. Er habe mit einem roten Edding rote Punkte auf das Bild „Der einsame Baum“ von Caspar David Friedrich gemalt und den Baum so zur Fällung ausgezeichnet:

Caspar David Friedrich - Der einsame BaumZur Fällung mit roten Punkten markiert: Caspar David Friedrichs „Der einsame Baum“

Als er von Sicherheitsbeamten festgenommen werden sollte, habe er um sich geschlagen und geschrien: „Der Baum ist nicht verkehrssicher! Der Baum ist nicht verkehrssicher!“

Förster Volker Adamiak war jüngst in die Schlagzeilen geraten, weil er im FFH-Gebiet Köllnischer Wald in Bottrop viele alte Buchen gefällt hatte. Offizielle Begründung: Verkehrssicherung. Der BUND-Bottrop hatte in einem offenen Brief vom 26.2.2014 um eine Stellungnahme gebeten, die Adamiak verweigert hat (siehe die Pressemitteilung von Klaus Lange vom 24.3.2014).

Oberbürgermeister Tischler: Öko-Weinbau am Brinkmanns-Wald

Der Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler (SPD) bricht sein wochenlanges Schweigen. Nach Ausstrahlung des Berichts über empörte Anwohner des Brinkmannswaldes im WDR-Fernsehen stellte er nun das Projekt „Bacchus“ auf einer Pressekonferenz vor: Die kahlgeschlagenen Hänge des ehemaligen Waldes sollen mit Weinreben ökologisch aufgeforstet werden:

Öko-Weinbau als innovative Idee am Brinkmannswald

Seit Wochen, so der Oberbürgermeister im Interview mit der WAZ, stehe man in Gesprächen mit der bayerischen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Veitshöchheim. Die Rebsorte Bacchus wachse besonders gut auf kahlgeschlagenen Buchenwaldflächen. Auch der humuslose und verdichtete Boden im Brinkmannswald sei kein Problem, erklärt Dr. Arnold Schwab von der Landesanstalt, der extra zum Pressetermin angereist war. Sehr gute Erfahrungen habe man mit Stroh gemacht, das den Boden mit Humus und Nährstoffen anreichere.

Öko-Weinbau als Leuchtturm-Projekt der InnovationCity Ruhr

Tischler erinnerte daran, dass Bottrop die „InnovationCity Ruhr“ und eine „Modellstadt“ sei. Er lobte das Projekt, das von Bayer CropScience gefördert wird: „Zusammen haben wir eine innovative Idee und Lösung entwickelt, um uns der Herausforderung des zerstörten Brinkmannswaldes zu stellen. Die Umwandlung eines Buchenwaldes in einen Öko-Weinberg ist ein bundesweit beispielloses PPP-Projekt. Schon bald werden sich im ehemaligen Brinkmannswald Goldammern und Feldlerchen beobachten lassen.“

 

Förster in Naturwaldzelle verhaftet

Wie das Bockshorner Tageblatt in seiner Ausgabe vom 1. April 2014 berichtet, ist Herr Hoppenstedt, Förster des hiesigen Regionalforstamts, am Montag, den 31. März 2014, von der Polizei festgenommen worden.

Anwohner der Bockshorner Waldes hatten mittags die Polizei informiert: Aus der streng geschützten Naturwaldzelle „Hohle Buche“, in der seit 1978 Baumfällungen verboten sind, war seit den frühen Morgenstunden Motorsägenlärm zu hören. Als die Polizei am Nachmittag vor Ort erschien, war es bereits zu spät. Ein Dutzend der bis zu 90 cm dicken und bis zu 200 Jahre alten Buchen hatte Hoppenstedt da bereits gefällt:

Anwohner in Bockshorn sind fassungslos

Der Förster, der wegen der Abholzung der alten Linden im Stadtpark in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen sorgte, war nicht vernehmungsfähig. Er sei „vollkommen irre“ gewesen und soll „wirres Zeug“ von sich gegeben haben, so der leitende Kripobeamte Müller-Lüdenscheid gegenüber der Zeitung. Immer wieder habe er gebrüllt: „Ich muss die Naturverjüngung einleiten!“.

Hoppenstedt wurde in die geschlossene Psychiatrie des St.-Florian-Krankenhauses in Bockshorn eingeliefert.

Veröffentlicht unter Satire

Reinhart Hassel verspricht blühende Landschaften

Neues Panoramafoto vom Brinkmannswald. Das Foto entstand in der Nähe der Ripsdörnestraße:

Deep Impact

Reinhart Hassel, Leiter des Regionalforstamts Ruhr, sprach heute im WDR-Fernsehen in der Sendung Lokalzeit Ruhr davon, dass im Brinkmannswald geplant ist, Ahorn, Kirschen und Linden zu pflanzen. Hassel bedient sich eines beliebten rhetorischen Kunstgriffs von Förstern: der Prophezeiung von blühenden Landschaften. Sie stehen vor von ihnen verwüsteten Wäldern und verkünden freudestrahlend die frohe Botschaft, dass dort schon bald wunderbare Dinge passieren werden: Kirschen und Linden werden dort wachsen. Bei Kirschen denkt jeder an Frühling und Kirschblüten, bei Linden an Sommer und Lindenduft.

Dass dort niemals Kirschen und Linden wachsen werden, ist völlig wurscht. Der Pressetermin mit dem WDR ist überstanden, die Öffentlichkeit beruhigt. In wenigen Wochen interessiert sich niemand mehr für den Brinkmannswald und Hassel wird bald pensioniert.