Panoramafoto vom Schneeloch im Nationalpark Harz

Ich habe ein Panoramafoto vom zusammengebrochenen Fichtenforst im mittleren Abschnitt des Schneelochwegs erstellt. Die zum Panorama zusammengefügten Fotos entstanden auf meiner zweiten Exkursion Mitte Juli.

Schneeloch_Panorama_1200

 

Das hochauflösende Panoramafoto ist 3,1 MB groß. Die Auflösung beträgt 3.140 x 1.200 Pixel. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Foto und wählen dann “Link in neuem Fenster öffnen”. Dann öffnet sich das Panorama. Klicken Sie mit der Lupe auf das Bild, wählen Sie mit F11 die Vollbildansicht und scrollen Sie mit den vertikalen und horizontalen Bildlaufleisten in dem Panorama herum.

Sie können sich zwei weitere Auflösungen des Fotos herunterladen:

Als Musik zum Anblick dieses abgestorbenen Forsts mit den wenigen Jungfichten, die dem Verbiss der Rothirsche standhalten, passt: London Grammar – Interlude.

Kasperltheater um Nationalparke

Christian Sebald von der Süddeutschen Zeitung hat am 4. Juli auf dem diesjährigen Weihenstephaner Forsttag einen Vortrag gehalten über „Bürger und Waldwildnis“. In den Mittelpunkt seines Vortrags stellte er einen Ausschnitt aus einer Dokumentation des Bayerischen Rundfunks: „Harald Grill und sein Bayerischer Wald“.

In dem Ausschnitt wandern Harald Grill und sein Freund Gerhard Hopp durch den Nationalpark Bayerischer Wald. In der Nähe der Kahlschläge am Falkenstein treffen sie auf eine Familie, die sich über diese Kahlschläge empört. Es kommt zu einem „denkwürdigen Gepräch“ (Christian Sebald, unveröffentlichtes Redemanuskript) mit Hopp, in das sich am Ende auch Grill einschaltet:

 

 

Sebald warb vor den versammelten Forstleuten für „drei Kernbotschaften“ und formulierte sie mit den Worten von Harald Grill so:

  1. „Wir müssen einen Rest von Natur aufbewahren.
  2. Wildnisgebiete wie der Latschenfilz sind Refugien, wie’s es sonst kaum noch irgendwo gibt in Europa, nur in Nationalparken.
  3. Und: Wenn da kein Umdenken einsetzt, dann hat man so etwas wie ein regelmäßig wiederkehrendes Karperltheater, die einen sind für was, die anderen sind gegen was, und das, was auf dem Spiel steht, das geht kaputt, das ist unsere Natur.“ (unveröffentlichtes Redemanuskript)

Schneelochweg zum Brocken

Der Schneelochweg ist einer der ältesten Wanderwege am Brocken. Schon Heinrich Heine ist über diesen Weg am 21. September 1824 vom Brocken nach Ilsenburg abgestiegen. Der Weg vermittelt im oberen Teil sensationelle Einblicke in den Brockenurwald:

 

Im unteren Teil wandert man durch völlig zusammengebrochene Fichtenforste. Auch deren Anblick ist spektakulär:

 

Leider hat dieser atemberaubende Weg zwei Nachteile:

  1. Der Schneelochweg ist seit 1960 gesperrt: erst durch die DDR-Grenztruppen, danach durch die Nationalparkverwaltung.
  2. Wenn man vom nur noch sehr schwer erkennbaren Weg abkommt und sich verirrt, wird es zwischen den Granitblockfeldern, den umgeworfenen Fichten und den Hangmooren sehr schnell lebensgefährlich.

Lesen Sie hier meinen ausführlichen Bericht über einen der großartigsten Wanderwege Deutschlands: Schneelochweg zum Brocken.

Ich bin den Schneelochweg mittlerweile dreimal gegangen. Hier mein erster Expeditionsbericht: Der Schneelochweg im Winter.

Nationalpark La Gomera: Kein Prozessschutz nach dem Feuer

Aus dem Artikel „Gomera nach dem Feuer“ in der Süddeutschen Zeitung vom 4. August 2014:

Im Gebiet El Infante … war das Feuer besonders intensiv und wütete in einem Bestand, in dem alte Exemplare der Baumheide vorherrschten, die meisten mindestens 100 Jahre alt. „Ich hatte erwartet, dass auch diese Bäume wieder austreiben, aber bei vielen war dies … leider nicht der Fall“, sagt Ángel Fernández.

Deshalb ist der Parkdirektor in diesen Gebieten dazu übergegangen, der Erholung des Waldes auf die Sprünge zu helfen.  15 000 Bäume haben seine Nationalparkmitarbeiter im vergangenen Herbst gepflanzt. Im nächsten Herbst sollen noch einmal 25 000 Exemplare dazukommen. Eigentlich ist er ein Verfechter der Idee, die Natur sich selbst zu überlassen. „Irgendwann würde sich der Wald auch von alleine erholen, doch auf diese Weise ersparen wir der Natur viel Zeit, und das heißt bei einem Wald: Jahrzehnte. Gleichzeitig tragen wir durch die Anpflanzung von dichter belaubten Bäumen und der damit verbundenen Ausdünnung der leichter brennbaren Baumheide dazu bei, dass der künftige Wald weniger feueranfällig ist“, sagt Ángel Fernández.

Nationalparkleiter Fernández ist wie seine deutschen Kollegen Walter, Pusch und Leibl ein großer Anhänger der Prozessschutzidee („Natur Natur sein lassen!“) – in Sonntagsreden und in Werbebroschüren. Weiterlesen

Kahlschläge am Bergerbach im Nationalpark Eifel – Update

Im Juni 2014 habe ich noch einmal die Fichtenkahlschläge am Bergerbach im Nationalpark Eifel besucht. Der Bergerbach, um dessen Renaturierung es laut Nationalparkverwaltung angeblich geht, war ausgetrocknet. Der Fingerhut stand in voller Blüte. Auf den schon etwas älteren Kahlschlägen entwickeln sich eintönige, artenarme Sandbirken– statt der versprochenen Auenwälder. Außerdem zeige ich mit Hilfe von Satellitenbildern, wie sich die Kahlschläge seit Nationalparkgründung ähnlich einem Krebsgeschwür ausgedehnt haben.

Hier geht es zum Artikel: Kahlschläge am Bergerbach – Update.