Lödermann

Riesenkahlschlag am Ruckwiesberg

Es folgt der dritte Teil meiner Analyse der Landtagssitzung am 10. Juli 1997, bei der der Bayerische Landtag eine neue Nationalpark-Verordnung für den NLP Bayerischer Wald verabschiedete. Diese diente fortan als „Ermächtigungsgrundlage“ (Ministerialrat Sailer aus dem Forstministerium) für die mittlerweile 2.000 ha großen Kahlschläge im Erweiterungsgebiet.

Nach Eberhard Sinner (CSU) und Gudrun Peters (SPD) beschäftige ich mich eingehend mit Frau Theresa Lödermann von den Grünen. Ich vertrete die These, dass Lödermann über Ausmaß und Mittel der zukünftigen Borkenkäferbekämpfung getäuscht worden ist. Hier geht es zu meinem Artikel: Theresa Lödermann.

Noch ein Hinweis: Ich werde in den folgenden Wochen nur wenig, wenn überhaupt etwas posten. Ich ziehe um: Die nächsten Wochen werde ich renovieren und Unkraut jäten. In der Zwischenzeit empfehle ich Ihnen die Nachdenkseiten.

Brennholz: Anteil an Stromerzeugung bei 2 %

Im zweiten Teil meiner Serie „Rettet Brennholz das Klima?“ beschäftige ich mit dem Anteil von Brennholz an der Stromerzeugung.

2014 wurden in Deutschland insgesamt 614 Mrd. kWh Strom erzeugt. ((siehe Tabelle 12: Bruttostromerzeugung in Deutschland 1990 bis 2014 nach Energieträgern, in: AG Energiebilanzen (Hg.), Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2014, S. 30)) Mit Hilfe von erneuerbaren Energien wurden 160,6 Mrd kWh produziert. Ihr Anteil lag bei rund 26 %.

Stromerzeugung

Nur ein sehr kleiner Anteil des grünen Stroms stammt allerdings aus der Verfeuerung von HolzWeiterlesen

Peters

Kahlschaege_SchachtenhausRiesenkahlschläge südlich des Schachtenhauses im Erweiterungsteil des NLP Bayerischer Wald (Quelle: BayernAtlas)

Am 30. November 2010 hat Franz Baierl, oberster Waldmanager im NLP Bayerischer Wald, schlechte Nachrichten für den Kommunalen Nationalparkausschuss: „wegen der massiven Käferbekämpfung mit Mensch und Maschine“ gäbe es „immer wieder Beschwerden von Urlaubern„. ((Das große Fressen – Noch nie zuvor wurde im Nationalpark-Erweiterungsgebiet so viel Käferholz eingeschlagen wie im Jahr 2010, Passauer Neue Presse vom 6. Dezember 2010, Hervorhebungen von mir)) Die Lindberger Bürgermeisterin Gerti Menigat, eine seit Jahren entschiedene NLP-Gegnerin, wäscht ihre Hände in Unschuld:

„Auch bei ihr seien immer wieder Beschwerden eingegangen. ‚Diese Briefe waren nicht schön, darin werden oft die Lokalpolitiker für die Situation und den Zustand des Waldes nach der Bekämpfung verantwortlich gemacht. Man sollte den Leuten schon die Wahrheit sagen und ihnen erklären, dass das Liegenlassen der Windwürfe zu dieser Situation geführt hat und nicht den Lokalpolitikern den Schwarzen Peter zuschieben‘, ärgerte sie sich.“ ((ebd))

NLP-Chef Sinner erklärt sich für unzuständig. Weiterlesen

Der BN hofiert Karl Friedrich Sinner

Vor vier Monaten hatte ich mich bitter darüber beklagt, dass der Freundeskreis NLP Steigerwald ausgerechnet Karl-Friedrich Sinner als Referenten eingeladen hatte. Damals sprach er über das Thema “Nationalpark und Trittsteinkonzept – Ergänzung oder Alternative?” ((siehe Freundeskreis NLP Steigerwald lädt Karl-Friedrich Sinner ein)) Jetzt hofiert auch der Bund für Naturschutz Sinner und lässt ihn auf seinem Waldseminar in Ebrach am 27. Juni zu genau demselben Thema referieren. ((siehe Wie viel Schutz braucht und wie viel Nutzen verträgt der Wald?))

Der BN setzt sich seit über einem Jahr mit aller Kraft für den Hohen Buchenen Wald ein. ((siehe z. B. die  Pressemitteilung Ebracher Schutzgebiet schutzwürdig und notwendig)) Das Schutzgebiet hat eine Fläche von 775 ha. Als Leiter des NLPs Bayerischer Wald hat Sinner in den Hochlagen zwischen Falkenstein und Rachel eine Fläche kahlschlagen lassen, die mehr als doppelt so groß ist. ((siehe Ultraviolence))

Warum lädt man innerhalb von einem halben Jahr Sinner ein zweites Mal in den Steigerwald ein? Kennt der BN etwa keine anderen Redner, die über Buchenwälder und Prozessschutz referieren können? Warum lässt man nicht Norbert Panek gegen Ulrich Mergner antreten? Schließlich hat Panek im Auftrag des BN das Gutachten verfasst, das schonungslos mit dem Trittsteinkonzept abrechnet. ((siehe Gutachten von Norbert Panek zum Steigerwald)) Oder warum schickt man nicht Lutz Fähser ins Rennen, der an der Buchenwaldbewirtschaftung der Bayerischen Staatsforsten kein gutes Haar gelassen hat? ((siehe Betrachtung der „Grundsätze für die Bewirtschaftung von Buchen- und Buchenmischbeständen im Bayerischen Staatswald“))

Sinner soll über „wilde Wälder“ referieren. Die, die er im NLP Bayerischer Wald geschaffen hat, sehen so aus:

Riesenkahlschlag am Hirschgespreng

 

Rettet Brennholz das Klima?

Woche der Holzpellets 2013 (10153208656)PowerPellets – Propaganda der Pellet-Lobby

Diskutiert man mit Förstern über die Notwendigkeit von Fällarbeiten, so taucht in letzter Zeit ein neues Argument auf: Die Nutzung der Wälder sei gut für den Klimaschutz. Wohlgemerkt: Es geht um die Nutzung. Das Ziel ist nicht ein alter Wald mit vielen dicken Bäumen, die in ihrem Stamm viel Kohlenstoff speichern. Das Ziel ist auch nicht ein alter Wald mit einem geschlossenen Kronendach, dessen Blätter durch Photosynthese viel Kohlendioxid aufnehmen. Und das Ziel ist erst recht nicht ein alter Wald mit viel Totholz, in dem viel Kohlenstoff gebunden ist. Im Gegenteil: Alte vorratsreiche Wälder wie sie der Göttinger oder der Lübecker Stadtwald zum Ziel haben oder wie sie in den Nationalparken heranwachsen, gelten geradezu als Klimakiller. Wälder aus der Nutzung zu nehmen, gilt zum Beispiel beim Deutschen Forstwirtschaftsrat als Klimafrevel. Weiterlesen