Gruselige Zahlen in der Holzrohstoffbilanz

Holz

Wie viel Holz wird pro Jahr im deutschen Wald eingeschlagen? Und wo bleibt das ganze Holz eigentlich? Antworten auf diese Fragen liefert die Holzrohstoffbilanz von Udo Mantau.aus dem Jahr 2012. Diese Studie ist unter Waldschützern viel zu wenig bekannt. Zu Unrecht – denn sie liefert Antworten auf die Frage, warum der Nutzungsdruck auf die Wäldern so stark zugenommen hat. Ein katastrophale Rolle spielt dabei der Boom beim Brennholz. Hier geht es zu meinem Bericht: Gruselige Zahlen aus der Holzrohstoffbilanz.

EU-Kommission: Ein Fall von beispielloser Stümperhaftigkeit

„Ein[en] Fall von beispielloser Stümperhaftigkeit“ nennt Norbert Panek die Antwort der Europäischen Kommission – Generaldirektion Umwelt auf seine Beschwerde über die Zerstörung des Buchenwalds am Neugesäß im FFH-Gebiet Hoher Keller südlich des Nationalparks Kellerwald-Edersee in Hessen.

Die Antwort hätte ebenso gut von Samuel Beckett verfasst worden sein können: Referatsleiter Paul Speight verlegt das Neugesäß kurzerhand in den Nationalpark Kellerwald-Edersee, den er noch dazu falsch schreibt:

„Ich stelle fest, dass das Gebiet „Hoher Keller“ Teil des Nationalparks „Kellerwald Edlersee“ (sic!) ist.“

Dann verweist er Panek an das Hessische Umweltministerium:

„Dieses ist […] faktisch in einer besseren Lage, die Situation vor Ort zu bewerten. Es ist nicht ersichtlich, dass das Landesministerium oder gegebenenfalls die die Verwaltung kontrollierenden deutschen Gerichte dieser Aufgabe nicht nachkommen bzw. nachkommen würden.“

Ich dokumentiere hier das unglaubliche Originaldokument, das mir Herr Panek freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Ich versichere, dass es sich nicht um eine Satire des Postillon oder der Titanic handelt. Paneks Antwort, die sichtlich um Fassung bemüht ist, dokumentiere ich hier.

Kritik am Heimatgefühl des Waldlers

Zufällig bin ich über einen Aufsatz von Martin Müller gestolpert, der sich mit dem Konflikt zwischen NLP-Befürwortern und -Gegnern im Bayerischen Wald auseinandersetzt. ((How natural disturbance triggers political conflict: Bark beetles and the meaning of landscape in the Bavarian forest.)) Ich habe mich über den Aufsatz sehr geärgert, denn Müller läßt die NLP-Gegner und ihre sehr spezielle Vorstellung von Heimat viel zu gut wegkommen. Eine kritische Analyse der Waldler ist nicht sein Ding. Ich dagegen halte das Heimatbild der Waldler für verlogenen Gefühlskitsch. Hier geht es zu meiner ausführlichen Analyse: Da Woid is‘ unser Hoamatland – Zur Kritik am Heimatgefühl des Waldlers.

Johann Christian Kröner Rotwildrudel auf einer Waldlichtung 1899