Reise in die Finsternis

Auf die Idee zu dieser Reportage hat mich der nordrhein-westfälische Umweltminister Remmel gebracht. Remmel war Anfang September zu Besuch in Lichtenau, wo er den Streit zwischen Landwirten und Jägern wegen viel zu hoher Rotwildbestände schlichten wollte. Dabei sprach er von Wildschäden, die in die Millionen gehen könnten – und zwar auf den Feldern und im Wald. ((siehe Rothirschzucht im Eggegebirge)) Also beschloss ich, mir den Wald in Lichtenau einmal anzuschauen.

Es war schlimm, ganz schlimm. Wenn Bäume vor Schmerzen schreien könnten, müssten sich die Bewohner von Lichtenau die Ohren zuhalten.

Lichtenau_Wildschaeden_1000

Hier geht es zu meiner ausführlichen Reportage mit vielen hochauflösenden Fotos: Wildschäden durch Rothirsche in Lichtenau.

KSR Recklinghausen: Mahnung über 200 €

2014 war am Autobahnrastplatz Hohenhorst in Recklinghausen an der A2 ein 200 Jahre alter Buchenbestand nach dem Pfingststurm Ela geräumt worden. Ich hatte seinerzeit diesen Fall ausführlich dokumentiert: Kahlschlag im Hohenhorster Buchenwald. Auffallend war, dass der wertvolle Buchenaltbestand ausgerechnet ein Jahr nach einer intensiven Durchforstung durch den Sturm umgeworfen wurde.

Panorama des geräumten Windwurfs in Hohenhorst

Die zuständigen Kommunalen Servicebetriebe der Stadt Recklinghausen verweigerten praktisch jede Auskunft. Sie antworteten auf meine Fragen erst nach Intervention von Frau Schulte-Zurhausen, die für den Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW arbeitet. Dann stellten die KSR für ihre Auskunft auch noch einen überhöhten Gebührenbescheid über 200 € aus, der dann auf 20 € korrigiert wurde. So dachten Frau Schulte-Zurhausen und ich jedenfalls.

Vor ein paar Wochen bekam ich dann eine Mahnung über 200 €. Was dann geschah, dokumentiere ich hier: Nachspiel – Mahnung über 200 €.

Brennholz: Klimaneutralität beruht auf Rechenfehler

Scheitholzproduktion in Steinsfeld im Steigerwald

Ein zentrales Dogma von Befürwortern der Holzverbrennung lautet:

„Für einen nachwachsenden Rohstoff wie Holz wird davon ausgegangen, dass bei der Verbrennung so viel CO2 emittiert wird, wie beim Baumwachstum der Atmosphäre zuvor an CO2 entzogen wurde. Insofern gleichen sich Holzwachstum (CO2-Senke) und Holzverbrennung (CO2-Quelle) aus: Holz ist deshalb als Energieträger CO2-neutral.“ ((Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz
des Landes Nordrhein-Westfalen (Hg.), Wald und Klimaschutz in NRW, Düsseldorf 2013, S. 16, Hervorhebungen von mir))

Aber die Holzverbrennung ist nicht klimaneutral. Die angebliche Klimaneutralität beruht auf einem Rechenfehler. Darauf hatte bereits der Sachverständigenrat für Umweltfragen in seinem Umweltgutachten 2012 hingewiesen: Weiterlesen

Brennholz: Preisverdopplung in 10 Jahren

Das Bundesamt für Statistik veröffentlicht monatlich den Preisindex für Holzprodukte zur Energieerzeugung. ((siehe Hubert Vorholt, Preisindex für Holzprodukte zur Energieerzeugung, Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2010)) Seit 2005 haben sich die Preise verdoppelt:

Preisindex_EnergieholzPreisindex für Holzprodukte zur Energieerzeugung (2005 = 100) ((Zahlen aus: Statistisches Bundesamt, Daten zur Energiepreisentwicklung – Lange Reihen von Januar 2000 – Juli 2015, S. 51))

Noch ein wenig dramatischer ist der Preisanstieg bei PelletsWeiterlesen

Brennholz: Beitrag zur Wärmeerzeugung bei 7 %

Brennholzproduktion in Bottrop

Der Beitrag von Brennholz zur Stromerzeugung ist verschwindend gering: Nur 1,9 % des deutschen Stroms werden mit Brennholz produziert. ((Rettet Brennholz das Klima? – Teil 2)) Auch der Anteil von Brennholz am Primärenergieverbrauch ist marginal: Er liegt bei 3 %. ((Rettet Brennholz das Klima? – Teil 3)) In Teil 5 meiner Serie „Rettet Brennholz das Klima?“ möchte ich zeigen, dass Brennholz auch zur Wärmeversorgung nur wenig beiträgt: Lediglich 7,4 % der Wärmeenergie werden durch die Verfeuerung von Holz gewonnen. Weiterlesen