Torsten Welle und Knut Sturm zu Holzvorräten

Einer der zentralen Kritikpunkte des Wissenschaftlichen Beirats Waldpolitik (WBW) an der Studie Waldvision sind die hohen Holzvorräte, die das Szenario Waldvision anstrebt.

Deshalb hatte ich Dr. Torsten Welle und Knut Sturm von der Naturwald-Akademie eine E-Mail geschrieben und gefragt, was sie zu dieser Kritik sagen. Die sehr freundliche und sehr informative Antwort finden Sie hier: E-Mail an die Naturwald-Akademie.

Nicht minder interessant ist der Streit um das Klimaschutzgutachten des WBW aus dem Jahr 2016. Hingewiesen wurde ich auf den öffentlich ausgetragenen Konflikt von einem der Beteiligten: Dr. Lutz Fähser. Deutlich wird, dass die Positionen des WBW auch innerhalb der Forstwissenschaft selbst keinesfalls unumstritten sind: Streit um das Klimaschutzgutachten des Wissenschaftlichen Beirats.

Ich verstehe die Studie „Waldvision“ nicht!

Am 28. Februar 2018 veröffentlichte das Freiburger Öko-Institut die Studie „Waldvision Deutschland“. Die Studie wurde von Greenpeace in Auftrag gegeben und bezahlt und nach meinen letzten schlechten Erfahrungen mit Greenpeace (siehe Greenpeace hilft keinem Schwein und Greenpeace – der Discounter für ein gutes Gewissen und Gesche Jürgens und die Halbwahrheiten über das Heizen mit Holz) war ich skeptisch. Aber auch die Naturwald-Akademie mit Dr. Torsten Welle und Knut Sturm (siehe Wilde Wälder – Vortrag von Knut Sturm und Torsten Welle) waren an der Studie beteiligt und deswegen habe ich die Studie gelesen.

Um es kurz zu machen: Ich habe sie nicht verstanden. Ich bin kläglich gescheitert. Oder verstehen Sie etwa eine der oben stehenden Formeln des „logarithmischen Modells zur Beschreibung des Grundflächen- und Höhenzuwachses“ der „agentenbasierten Modellierung“ der „Software AnyLogic“?

Lesen Sie hier meinen Brief an Dr. Hannes Böttcher, den Leiter der Studie, mit der Bitte um Hilfe: Brief an Dr. Hannes Böttcher.

Wissenschaftlicher Beirat für Waldpolitik und der Weserbergland-Weg

In ihrer Stellungnahme zur Studie „Waldvision Deutschland“ schreiben die 13 Professoren des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik den folgenden denkwürdigen Satz:

„[…] das Erholungsangebot [in den deutschen Wäldern] hat sich verbessert […]“ ((S. 8, Hervorhebungen von F.-J. A.))

Ich habe tagelang gegrübelt und recherchiert, woher die besten und klügsten Forstwissenschaftler Deutschlands diese Information haben. Und jetzt glaube ich es zu wissen: Als wissenschaftliche Quelle haben sie das Serviceheft des Weserbergland-Wegs benutzt! Und das war ein schlimmer Fehler! Auch die beste Ehefrau von allen und ich haben uns fälschlicherweise auf die wissenschaftliche Expertise des Servicehefts verlassen und sind von Stadtoldendorf nach Bodenwerder gewandert. Das „Erholungsangebot“ war eine einzige Katastrophe!

Lesen Sie hier den Bericht über eine entsetzliche Wanderung ohne jede Erholung: Stadtoldendorf – Bodenwerder.

FSC-Deutschland ist keine Hilfe

Ich stehe in einem ungelösten Konflikt mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW: Es geht um die wundersame Biotopbaumvermehrung in Porta Westfalica. Da Biotopbäume auch ein wichtiges Thema für den FSC-Deutschland sind, dachte ich, der FSC könnte mir helfen. Leider hat der FSC mir nicht geholfen. Er hat nicht einmal das Problem verstanden.

Kein Biotopbaum – nirgends! ((Das Panoramafoto wurde aufgenommen an der Mündung des Mittel- in den Königsweg 400 m östlich des Wanderparkplatzes „Am Levernsiek“  Es zeigt den Biotoptyp 3719-0088-2012 des FFH-Gebiets Wälder bei Porta Westfalica.))

In meinem neuen Artikel dokumentiere ich den Schriftwechsel mit Elmar Seizinger, dem stellvertretenden Geschäftsführer des FSC. Dann fasse ich meine Kritik am FSC-Deutschland in 5 Punkten zusammen. Ich bin für die Abschaffung des FSC und fordere stattdessen ein neues Waldgesetz und die Gründung eines neuen Bundesamts für Naturnahe Waldnutzung.

Hier geht es zu meinem Artikel: Kritik des FSC-Deutschland.