FSC-Deutschland ist keine Hilfe

Ich stehe in einem ungelösten Konflikt mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW: Es geht um die wundersame Biotopbaumvermehrung in Porta Westfalica. Da Biotopbäume auch ein wichtiges Thema für den FSC-Deutschland sind, dachte ich, der FSC könnte mir helfen. Leider hat der FSC mir nicht geholfen. Er hat nicht einmal das Problem verstanden.

Kein Biotopbaum – nirgends! ((Das Panoramafoto wurde aufgenommen an der Mündung des Mittel- in den Königsweg 400 m östlich des Wanderparkplatzes „Am Levernsiek“  Es zeigt den Biotoptyp 3719-0088-2012 des FFH-Gebiets Wälder bei Porta Westfalica.))

In meinem neuen Artikel dokumentiere ich den Schriftwechsel mit Elmar Seizinger, dem stellvertretenden Geschäftsführer des FSC. Dann fasse ich meine Kritik am FSC-Deutschland in 5 Punkten zusammen. Ich bin für die Abschaffung des FSC und fordere stattdessen ein neues Waldgesetz und die Gründung eines neuen Bundesamts für Naturnahe Waldnutzung.

Hier geht es zu meinem Artikel: Kritik des FSC-Deutschland.

Alle Eichenwälder in Deutschland sind bedroht

In der Fragestunde zum Vortrag über „Wilde Wälder“ nimmt Knut Sturm kein Blatt vor den Mund:

Alle Eichenwälder in Deutschland sind bedroht. Als ich die Daten für den acidophilen Eichenmischwald gesehen habe, ist es mir eiskalt den Rücken herunter gelaufen. […] Alle dicken Bäume werden abgeräumt, und es wächst nichts nach. Wenn man mir so etwas vor 10 Jahren vorgelegt hätte, als ich häufig in Entwicklungsländern gewesen bin, dann hätte ich gesagt, ich bin im Kongo oder in Brasilien, aber ich hätte nie gedacht, dass ich in Deutschland bin. […] Es gibt eine systematische Ausrottung von deutschen Waldgesellschaften.“

Hier geht es zu meinem Artikel: Teil 1 der Fragestunde – Nadelholzmangel, Eichenwälder, Nutzungsverzicht, Vorratsaufbau.

Alte Wälder schützen das Klima

Im fünften und letzten Teil des Vortrags präsentiert Dr. Torsten Welle von der Naturwald-Akademie vier neue wissenschaftliche Studien. Alle vier beschäftigen sich mit der Frage, welchen Beitrag Wälder für den Klimaschutz leisten können. Dabei korrigiert Welle Fake Knowledge der Forstwissenschaft, wie z. B. das Märchen, dass alte Wälder keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten würden.

Hier geht es zum fünften Teil des Vortrags: Klimawandel. Am Ende folgt noch eine kurze Zusammenfassung.

Hohe Holzvorräte und dicke Bäume

Im vierten Teil des Vortrags berichtet Knut Sturm u. a. über den Starkholzaufbau im Stadtwald Lübeck. Dabei korrigiert er Fake Knowledge der Forstwirtschaft: Dünne Bäume wachsen nicht schneller als dicke Bäume.

Aber der Vortrag ist nicht nur sehr lehrreich, sondern auch wegen der Bonmots von Sturm sehr amüsant:

„Die Krone hat sich die Mecklenburgische Forstverwaltung gerade aufgesetzt! Sie hat die Zieldurchmesser für die Kiefer bei 35 cm festgeschrieben. Das ist für mich Kindermord!“

Hier geht es zum vierten Teil des Vortrags: Starkholzaufbau und Biodiversität.