Ergebnisse der Naturwaldforschung im Stadtwald Lübeck

In einem meiner letzten Artikel berichtete ich über das Ergebnis meiner Recherche zu zwei Buchenbeständen im FFH-Gebiet „Wälder von Porta Westfalica“: Die Holzvorräte pro ha waren mit 209 bzw. 163 m³ erschütternd niedrig. Damals hatte ich die Werte mit den 356 m³ aus der Bundeswaldinventur verglichen. ((siehe Fassadennaturschutz in Porta Westfalica – Analyse der Bestandsblätter)) Noch schlimmer wird es, wenn man Werte aus dem Stadtwald Lübeck zum Vergleich heranzieht: Im seit 100 Jahren unbewirtschafteten Schattiner Zuschlag beträgt der Holzvorrat 1.100 m³ und im bewirtschafteten Berkenstrükener Wald 800 m³. Selbst in einem Lübecker Wirtschaftswald steht viermal mehr Holz als in einem europäischen Naturschutzgebiet nahe meiner Heimat Porta Westfalica!

Über die Ergebnisse der Naturwaldforschung im Stadtwald Lübeck informiert der dritte Teil des Vortrags von Knut Sturm und Dr. Torsten Welle: Teil 3 des Vortrags – Naturwälder.

Herausragender Vortrag von Knut Sturm und Torsten Welle

Am 9. Februar 2018 haben Knut Sturm, Forstamtsleiter des Stadtwalds Lübeck, und Dr. Torsten Welle, Leiter Wissenschaft und Forschung der Naturwaldakademie, einen Vortrag im Waldsalon des Bergwaldprojekts gehalten. Thema war der Zustand des Waldes und seine Bewirtschaftung. Es ist nicht nur der beste Vortrag, den ich in den letzten Jahren zu diesem Thema gehört habe, sondern der Inhalt übertrifft auch alles, was ich in den letzten Jahren dazu gelesen habe. Wenn Sie wissen wollen, in welch wirklich beunruhigenden Zustand der deutsche Wald ist  – und zwar mit harten, wissenschaftlich belegbaren Zahlen – und wie man es besser machen kann, schauen Sie sich diesen Vortrag an!

Mittlerweile steht der Vortrag auf Youtube und ich habe den ersten und zweiten Teil transkribiert: Wilde Wälder – Vortrag von Knut Sturm und Torsten Welle.

Greenpeace ist nicht die Lösung

Gestern haben die Mitglieder der SPD für die Große Koalition gestimmt. Alle Warnungen z. B. von Jens Berger und Albrecht Müller (NachDenkSeiten), Heiner Flassbeck (Makroskop) oder Ken Jebsen (KenFM) oder von … und … und … waren völlig nutzlos. An Tagen wie diesen fühlt man sich klein, hilflos und ohnmächtig. Wäre es nicht schön, es gäbe eine große, starke und mächtige Organisation, deren Aktivisten den Herrschenden mutig entgegentreten und Widerstand leisten? Greenpeace ist doch eine solche Organisation, oder? Müsste man an Tagen wie heute nicht gleich ein Greenpeace-Fördermitglied werden und regelmäßig spenden? Wenigstens 10 € monatlich?

Hat Greenpeace nicht Erfolg? Lässt sich mit Greenpeace nicht „was bewegen“? Ich bin nicht dieser Meinung – ganz im Gegenteil! Greenpeace ist Teil des Problems, nicht dessen Lösung. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Greenpeace – der Discounter für ein gutes Gewissen.

Am Ende des Artikels mache ich einen alternativen Vorschlag. Und meine Frau fürchtet jetzt schon, dass ich es ernst meine: „Du willst 1.114 km … Wie heißt das? Obóz dla Puszczy? Du willst … Bist Du waaahnsinnig?“

Greenpeace hilft keinem Schwein

Bei meiner Recherche zu Greenpeace und den Urwäldern Rumäniens ((siehe Gesche Jürgens und das rumänische Ablenkungsmanöver)) stieß ich zufällig auf die folgende Meldung:

Erfolg? Lidl? Mein Interesse war geweckt. Ich habe mehrere Wochen recherchiert und daraus hervorgegangen ist der folgende Artikel über eine grüne Lüge ((siehe Die grüne Lüge)): Greenpeace hilft keinem Schwein.