Plattgemachte Märzenbecher

Es gibt Forstarbeiten, die Spaziergänger in helle Empörung versetzen. So geschehen im Hamelner Stadtwald im Januar 2018, als Forstarbeiter im Naturschutzgebiet Schweineberg beim Holzrücken schwere Bodenschäden anrichteten – und zwar genau dort, wo zwei Monate später die berühmte Märzenbecherblüte stattfinden und wieder hunderte Schaulustige anlocken sollte. Im Januar 2018 lösten die Forstarbeiter eine Kaskade von Ereignissen aus: Spaziergänger informierten den lokalen BUND-Vorsitzenden, der wiederum das Forstamt, die Stadtverwaltung und die Untere Naturschutzbehörde. Das Lokalradio und die Zeitung berichten, der Umweltausschuss setzt die Bodenschäden auf die Tagesordnung.

Ich dokumentiere ausführlich den damaligen Skandal, dessen Ablauf und Ergebnis mir typisch scheint für Umweltskandale: Erst sind alle ganz fürchterlich „betroffen“ und fordern dringend „Maßnahmen“ und am Ende verläuft alles im Sand. Außerdem beleuchte ich die sonderbare Rolle der BUND-Kreisgruppe und auch die irrwitzige Rolle, die Facebook damals spielte. Ein Schwerpunkt des Artikels sind dann die Fotos, die ich ein Jahr nach dem Skandal gemacht habe: Ich erwartete verwüstete Rückegassen mit katastrophalen Bodenschäden, wo kein Märzenbecher mehr wächst. Nie mehr! Aber so war es nicht.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Märzenbecher plattgemacht – Der Streit um die Rückegassen im Naturschutzgebiet Schweineberg im Januar 2018.

Hinweis: Mein nächster Artikel erscheint am 15. Mai. Thema wird dann sein eine wunderschöne Wanderung, die ich im Urwald von Saarbrücken gemacht habe.

Nächster Artikel: 15. April

Ich möchte mich an meine Regel halten: 2 Artikel im Monat sind genug. Da ich in diesem Monat bereits drei geschrieben habe, erscheint mein nächster Artikel erst am 15. April. Thema dann wird sein der SPIEGEL-Artikel über die BBIWS und die Online-Petition Wälder sind keine Holzfabriken. Zur Erinnerung: 2 Mitglieder der BBIWS hielten Mitte Dezember in einem Zeitungsinterview eine halbe Million Unterschriften für „eine gute Zahl“. ((siehe In der Holzfabrik, Der Bote vom 15./16. Dezember 2018))

Verkehrssicherung im Nationalpark Jasmund

Ich habe meinen allerersten Aufsatz zum Nationalpark Jasmund geschrieben. Grund war ein Artikel in der Ostsee-Zeitung vom 24. Februar 2019 über Baumfällungen im Rüganer Nationalpark. Der Untertitel lautete:

„Zum Entsetzen von Naturliebhabern werden im Nationalpark Jasmund auf Rügen seit Mitte Januar in großem Stil Bäume gefällt. Grund dafür ist die Verkehrssicherheit.“ ((Hervorhebungen von F.-J. A.))

Verkehrssicherungskorridor im NLP Jasmund, © Ingolf Stodian

Ich war alarmiert, zumal die dazu passende Fotostrecke: Baumfällungen im Nationalpark Jasmund zeigte, dass offenbar gesunde und auch junge Buchen gefällt worden waren.

„Insgesamt werde der Wald auf etwa 40 Hektar eingeschlagen.“ ((Hervorhebungen von F.-J. A.))

Ich habe viele Gespräche geführt; nicht nur mit Journalisten der Ostsee-Zeitung, sondern auch mit Dr. Ingolf Stodian, dem Dezernatsleiter des NLP Jasmund, und mit Olaf Dieckmann vom Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern. Das Ergebnis ist nicht nur für Freunde des Nationalparks Jasmund interessant, sondern auch für alle, die sich über das Thema Verkehrssicherheit informieren wollen. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Verkehrssicherung im Nationalpark Jasmund.