In der letzten Woche kamen zwei neue Mitglieder hinzu und ich habe mich sehr gefreut. Nun sind es schon 20. Als Dank veröffentliche ich heute das folgende Video über den neuen Urwald am Steinfleckberg. Die Arbeit mit Adobe Premiere Pro macht viel Mühe und kostet mich viel Zeit und Nerven. Vieles sieht noch ziemlich dilettantisch aus und es hört sich auch so an. Aber die beste Ehefrau von allen ermuntert mich und meint, ich müsse nicht immer alles perfekt machen.
Die ausgefallene Apokalypse
Die Fichten rund um den Steinfleckberg im Nationalpark Bayerischer Wald starben 1996 durch Borkenkäferbefall ab. Liest man die Schlagzeilen der Presse damals, ahnt man die Angst und auch die Wut der Anwohner: „Größter Baumfriedhof Europas!“, „Unsere Heimat geht zugrunde“. ((siehe Das Fichtensterben am Lusen)) Die apokalyptischen Prognosen haben sich nicht bewahrheitet: Im Gegenteil: heute wächst dort ein junger Fichtenwald, der einem Urwald sehr ähnlich sieht.
Indian Summer am SteinfleckbergEs gibt einen wunderschönen Rundwanderweg um den Steinfleckberg, der allerdings nicht markiert und auch nicht ausgeschildert ist. Trotzdem ist es nicht verboten, ihn zu gehen und Ortskundige und Einheimische gehen ihn auch. Die Nationalpark-Verwaltung unterstützt das sogar klammheimlich, weil umgestürzte Fichten, die quer über dem Weg liegen, durchgesägt werden. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Indian Summer im neuen Urwald am Steinfleckberg.
Hinweise: Der Artikel befindet sich hinter einer Paywall und ist nur für Abonnenten lesbar. Der ursprüngliche angekündigte Artikel über das Revier Prozessschutz bei Quierschied erscheint am 30.Juni.
Naturschutzdefizite des Fürstlichen Forstamts
In meinem letzten Beitrag hatte ich eine Stellungnahme von Herrn Matthaei angekündigt. Ich habe keine bekommen. Nicht von ihm und auch nicht vom Leiter des Forstamts, Herrn Weber. Beide verweigerten ein Gespräch. Dabei hätte ich sehr gerne mit ihnen darüber gesprochen, ob und wie sie Naturschutzziele in die Bewirtschaftung ihrer Buchenwälder integrieren.
Buchenwaldwirtschaft im HarrlStatt einer Stellungnahme des Forstamts veröffentliche ich nun eine Auflistung seiner Naturschutzdefizite. Dabei berufe ich mich auf eine Veröffentlichung, die in Naturschutzkreisen leider viel zu wenig bekannt ist: die Templiner Erklärung des Jahres 2009. Sie wurde u. a. vom NABU und der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) erarbeitet und zeigt auf, wie Naturschutzziele in die Bewirtschaftung von Buchenwäldern integriert werden können. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Keine Stellungnahme des Forstamts zum Naturschutz im Harrl.
Fällen der letzten Altbuchen
Vor vier Jahren hatte ich meinen letzten Artikel über den Bückeburger Wald geschrieben und den Wald damals als hoffnungslosen Fall abgeschrieben. Um den durch Schirmschlag ruinierten Buchenwald hatte ich seitdem einen großen Bogen gemacht. Ein kurzer Besuch im April 2019 zeigte mir, dass es nicht besser geworden ist.
Lesen Sie hier meinen neuen Artikel mit vielen Fotos und einem Video: Räumungshieb im Harrl.
Hinweis: Im Verlauf der ersten Juniwoche werde ich eine Stellungnahme des zuständigen Revierleiters Herrn Matthaei veröffentlichen. Am 15. Juni starte ich dann eine Artikelserie über das Revier Prozessschutz bei Quierschied. Ich habe das Revier besucht und war von Revierleiter Roland Wirtz und seinem Kollegen Urban Backes sehr beeindruckt.
Der Urwald vor den Toren der Stadt Saarbrücken
Besuchen wollte ich den Saarbrücker Urwald schon im Jahr 2014. Ich arbeitete damals in der Bürgerinitiative „Waldschutz Essen“ und wir stritten uns wie die Kesselflicker mit dem Essener Forstamt u. a. über Fragen der Verkehrssicherung. ((siehe Der Essener Stadtwald)) Ich telefonierte mit dem damaligen Urwaldförster Martin Müller und staunte, wie anders und wie gut SaarForst die Verkehrssicherung handhabte. ((siehe Betriebsanweisung Verkehrssicherung – Stand Februar 2013)) Ich hätte noch mehr gestaunt, wenn ich schon damals den Urwald besucht und den Wilden Netzbachpfad gegangen wäre. Das habe ich jetzt nachgeholt und ich war sehr beeindruckt: So einen Wanderweg habe ich selbst in deutschen Nationalparks nie gesehen!
Über den Urwald und seine Entstehung habe ich mich lange mit Gangolf Rammo vom saarländischen Umweltministerium unterhalten. Rammo war auch so freundlich, meiner Frau und mir den Urwald zu zeigen. Wegen der vielen Informationen veröffentliche ich deshalb gleich zwei neue Artikel:
Hinweis: Der nächste Artikel erscheint am 30. Mai. Dann zeige ich mit erschütternden Fotos und schaurigen Videos, wie das Fürstliche Forstamt vor den Toren der Stadt Bückeburg die Altbuchen abräumt.