Der Urwald vor den Toren der Stadt Saarbrücken

Besuchen wollte ich den Saarbrücker Urwald schon im Jahr 2014. Ich arbeitete damals in der Bürgerinitiative „Waldschutz Essen“ und wir stritten uns wie die Kesselflicker mit dem Essener Forstamt u. a. über Fragen der Verkehrssicherung. ((siehe Der Essener Stadtwald)) Ich telefonierte mit dem damaligen Urwaldförster Martin Müller und staunte, wie anders und wie gut SaarForst die Verkehrssicherung handhabte. ((siehe Betriebsanweisung Verkehrssicherung – Stand Februar 2013)) Ich hätte noch mehr gestaunt, wenn ich schon damals den Urwald besucht und den Wilden Netzbachpfad gegangen wäre. Das habe ich jetzt nachgeholt und ich war sehr beeindruckt: So einen Wanderweg habe ich selbst in deutschen Nationalparks nie gesehen!

Über den Urwald und seine Entstehung habe ich mich lange mit Gangolf Rammo vom saarländischen Umweltministerium unterhalten. Rammo war auch so freundlich, meiner Frau und mir den Urwald zu zeigen. Wegen der vielen Informationen veröffentliche ich deshalb gleich zwei neue Artikel:

Hinweis: Der nächste Artikel erscheint am 30. Mai. Dann zeige ich mit erschütternden Fotos und schaurigen Videos, wie das Fürstliche Forstamt vor den Toren der Stadt Bückeburg die Altbuchen abräumt.

Plattgemachte Märzenbecher

Es gibt Forstarbeiten, die Spaziergänger in helle Empörung versetzen. So geschehen im Hamelner Stadtwald im Januar 2018, als Forstarbeiter im Naturschutzgebiet Schweineberg beim Holzrücken schwere Bodenschäden anrichteten – und zwar genau dort, wo zwei Monate später die berühmte Märzenbecherblüte stattfinden und wieder hunderte Schaulustige anlocken sollte. Im Januar 2018 lösten die Forstarbeiter eine Kaskade von Ereignissen aus: Spaziergänger informierten den lokalen BUND-Vorsitzenden, der wiederum das Forstamt, die Stadtverwaltung und die Untere Naturschutzbehörde. Das Lokalradio und die Zeitung berichten, der Umweltausschuss setzt die Bodenschäden auf die Tagesordnung.

Ich dokumentiere ausführlich den damaligen Skandal, dessen Ablauf und Ergebnis mir typisch scheint für Umweltskandale: Erst sind alle ganz fürchterlich „betroffen“ und fordern dringend „Maßnahmen“ und am Ende verläuft alles im Sand. Außerdem beleuchte ich die sonderbare Rolle der BUND-Kreisgruppe und auch die irrwitzige Rolle, die Facebook damals spielte. Ein Schwerpunkt des Artikels sind dann die Fotos, die ich ein Jahr nach dem Skandal gemacht habe: Ich erwartete verwüstete Rückegassen mit katastrophalen Bodenschäden, wo kein Märzenbecher mehr wächst. Nie mehr! Aber so war es nicht.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Märzenbecher plattgemacht – Der Streit um die Rückegassen im Naturschutzgebiet Schweineberg im Januar 2018.

Hinweis: Mein nächster Artikel erscheint am 15. Mai. Thema wird dann sein eine wunderschöne Wanderung, die ich im Urwald von Saarbrücken gemacht habe.

Nächster Artikel: 15. April

Ich möchte mich an meine Regel halten: 2 Artikel im Monat sind genug. Da ich in diesem Monat bereits drei geschrieben habe, erscheint mein nächster Artikel erst am 15. April. Thema dann wird sein der SPIEGEL-Artikel über die BBIWS und die Online-Petition Wälder sind keine Holzfabriken. Zur Erinnerung: 2 Mitglieder der BBIWS hielten Mitte Dezember in einem Zeitungsinterview eine halbe Million Unterschriften für „eine gute Zahl“. ((siehe In der Holzfabrik, Der Bote vom 15./16. Dezember 2018))