Nach meiner Beschwerde beim Umweltministerium sah sich auch die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) gezwungen, zum Holzrausch im Fernewald Stellung zu nehmen. Ich habe mit Biologischen Stationen bislang nur negative Erfahrungen gemacht: Bei dem bundesweit für Aufregung sorgenden Kahlschlag am Wüstebach war beispielsweise die Biologische Station Aachen maßgeblich beteiligt. Die Kette negativer Erfahrungen reißt nicht ab: Ich dokumentiere die Antwort der BSWR und meine Rückfragen.
LANUV bezieht Stellung zum Fernewald
Im Dezember 2014 berichtete ich über den Holzrausch im Fernewald. Anfang Januar bat ich das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) um eine Stellungnahme, weil dieses angeblich am Forstbetriebswerk mitgearbeitet hatte. Das LANUV antwortete nicht, sodass ich mich im März bei Umweltminister Remmel beschwert habe. ((siehe Beschwerde über LANUV und BSWR))
Geschundener Fernewald im April 2015Kurz nach meiner Beschwerde erhielt ich Antwort vom LANUV. Ich veröffentliche diese Antwort zusammen mit meiner Kritik daran: Antwort des LANUV und Kritik an der Antwort des LANUV.
Großkahlschlag am Neubruck im NLP Bayerischer Wald
Bei meinem einwöchigen Aufenthalt im NLP Bayerischer Wald habe ich um die Riesenkahlschläge im Erweiterungsgebiet zwischen Falkenstein und Rachel einen weiten Bogen gemacht. Ich wollte mich nicht aufregen. In das Erweiterungsgebiet habe ich überhaupt nur ein einziges Mal meinen Fuß gesetzt: Ziel war der winzige Urwaldrest im Hain-Watzlik-Hain. Ansonsten bin ich kreuz und quer durch die von Förstern befreite Naturzone des Altparks zwischen Rachel und Lusen gestiefelt. Nur am allerletzten Tag war ich des knöchelhohen Schneematsches auf den Wegen müde und entschied mich für eine Wanderung rund um das Große Filz und das Klosterfilz. Der Rundwanderweg führt aber größtenteils durch den Randbereich des Altparks, in dem der Borkenkäfer zum Schutz der angrenzenden Privatwälder bekämpft wird. Und prompt stieß ich auf einen rund 50 ha großen Kahlschlag am Neubruck, unmittelbar westlich des Großen Filzes.
In den offiziellen Dokumenten des NLPs fand ich fast nichts über diesen Kahlhieb. Deswegen telefonierte ich mit dem zuständigen Nationalparkförster Werner Kaatz und dem Redakteur des Grafenauer Anzeigers Andreas Nigl. Hier mein ausführlicher Bericht mit zahlreichen Fotos und Videos: Großkahlschlag am Neubruck.
Berichte über NLP Schwarzwald müssen ausfallen
Mein Besuch im NLP Schwarzwald in der ersten Aprilwoche war ein Fiasko. Erst wütete Orkan Niklas, dann fiel Schnee. Die Räumfahrzeuge kamen mit den Schneemassen kaum nach. Fahrspuren vereisten. Räder von Lastwagen drehten durch. Laster lagen im Straßengraben oder standen quer über der Fahrbahn. Zusätzlich zum Schneegestöber verhinderte Nebel in den Hochlagen die Sicht. Autos fuhren nur noch Schritttempo. Das folgende Video entstand auf der Schwarzwaldhochstraße in unmittelbarer Nähe des Naturschutzzentrums Ruhestein:
In der zweiten Aprilwoche war ich im NLP Bayerischer Wald und dort hatte ich mehr Glück: Weiterlesen
Heinrich Göppert: Kubany-Urwald, 1868
Der Botanikprofessor Heinrich Göppert hat uns in seinem 1868 erschienenen Buch zahlreiche zauberhafte „Skizzen zur Kenntniss der Urwälder Schlesiens und Böhmens“ hinterlassen. Das Buch kann man bei Google lesen. Die oben gezeigte Skizze hat die Nummer 16 und wird von Göppert folgendermaßen erläutert:
Ein Stamm mit einem Umfang von 20 Fuß (1 Fuß = 31 cm) hat einen Durchmesser von rund 2 m.

