Über die wichtige Rolle von Hans Stadler auf dem 1. Deutschen Naturschutztag in München 1925 hatte ich bereits berichtet: Der Streit um ein Waldschutzgebiet auf dem erstem Deutschen Naturschutztag 1925. Hier folgt nun der klassische Aufsatz von Stadler über Waldschutz in Unterfranken. Er erschien vor genau 90 Jahren in den Blättern für Naturschutz und Naturpflege, der Zeitschrift des Bund Naturschutz in Bayern. An Aktualität hat der Aufsatz nichts verloren:
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Faktencheck: Exakte Daten über den Wald
Es folgt der zehnte Teil meiner Artikelserie zur Kritik des Trittsteinkonzepts des Forstbetriebs Ebrach. In seinem Aufsatz „Waldtrittsteine statt Großschutzgebiete“ ärgert sich Betriebsleiter Mergner über die Kartierung von Greenpeace im Spessart:
„Bäume mit Kluppe, Maßband und GPS-Gerät zu vermessen – wie Greenpeace das im Spessart praktiziert hat – ist genauso spektakulär wie unnötig. Die Bayerischen Staatsforsten haben ein umfangreiches Stichprobennetz, mit welchem alle zehn Jahre exakte Daten über Waldstruktur, die Baumarten, das Alter oder die Habitatstrukturen an Einzelbäumen erfasst werden.“ ((Waldtrittsteine, S. 22))
Noch mehr ärgert ihn natürlich das Kartierprojekt von BN und WWF in seinem eigenen Forstbetrieb. Wie es dazu kam, erkläre ich ausführlich in meinem Artikel: Faktencheck – Exakte Daten über den Wald.
Faktencheck: Überleben von Waldarten in Einzelbäumen
Im neunten Teil meiner Artikelserie über das Trittsteinkonzept des Forstbetriebs Ebrach widme ich mich ausführlich den Urwaldreliktarten im Steigerwald, oder besser gesagt, den dort ausgerotteten Urwaldreliktarten; Arten wie dem 9 mm kleinen Mattschwarzen Schnellkäfer (Megapenthes lugens), dessen Larven sich „im verpilzten Wandholz von Stammhöhlen anbrüchiger Laubbäume“ entwickeln. ((G. Möller, R. Grube, E. Wachmann, Der Fauna-Käferführer I – Käfer im und am Wald, Nottuln 2006, S. 104)) Vermutlich wurde er vor 90 Jahren ausgerottet, als die über 300jährigen Uralteichen im Steigerwald gefällt wurden.
Ich erzähle auch die unbekannte Geschichte vom 1. Deutschen Naturschutztag 1925 in München, der gegen das Abholzen der Eichen im Steigerwald und Spessart protestierte und vergeblich ein 500 ha großes Schutzgebiet forderte. Die Ähnlichkeiten zur heutigen Situation und der Aufhebung des Schutzgebiets „Der Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst“ sind bestürzend: Faktencheck – Überleben von Waldarten in Einzelbäumen.
Mattschwarzer Schnellkäfer (Megapenthes lugens), Foto: Hervé Bouyon
Faktencheck: Naturwaldreservat Waldhaus
Was Heiner Flassbeck über die Wirtschaft sagt, gilt auch für die Forstwirtschaft:
„Man darf die Wirtschaft nicht den Ökonomen überlassen. Man muss darüber nachdenken. Man kann darüber nachdenken. Es ist nicht so kompliziert.“ ((Heiner Flassbeck, Kapitalismus am Ende? Konsequenzen der neoliberalen Weltordnung, 1:18:25))
Im achten Teil meiner Artikelserie über das Trittsteinkonzept überprüfe ich die Angaben von Ulrich Mergner, Forstbetriebsleiter in Ebrach, zum Naturwaldreservat Waldhaus: Faktencheck – Naturwaldreservat Waldhaus.
Mergner und die Altholzinseln
2012 veröffentlichten die Schweizer Wissenschaftler Markus Müller, Thibault Lachat und Rita Bütler ihre Forschungsergebnisse zur Frage: Wie groß sollen Altholzinseln sein? Ihre Ergebnisse spielen eine zentrale Rolle im Artikel des Ebracher Forstbetriebsleiters Ulrich Mergner über „Waldtrittsteine statt Großschutzgebiete“. Mergner gibt die Ergebnisse der Schweizer Forscher nachweislich falsch wieder: Er macht gleich fünf Fehler. Lesen Sie hier den siebten Teil meiner Artikelserie über das Trittsteinkonzept: Faktencheck – Altholzinseln.