Ein freundlicher Förster

Die 5. Etappe des Weserbergland-Wegs führte uns in das Revier von Förster Metje. Er ist Revierleiter im Forstamt Neuhaus der Niedersächsischen Landesforsten. Über die Schlammwüsten in einem Fichtenforst war ich entsetzt.

Die Antwort von Herrn Metje hat mich positiv überrascht und ich habe mich sehr gefreut. Hier geht es zu meinem Artikel: Pures Naturerlebnis im Naturpark Solling-Vogler.

Ammer, Wohlleben und das Wiehengebirge

Künstlich gepflanzte Buchen in Schutzhüllen auf einem Kahlschlag im Wiehengebirge

In meinem letzten Beitrag hatte ich geschrieben, dass ich mich über Prof. Ammer geärgert hatte. Dieser hatte über Wohllebens Buch „Das geheime Leben der Bäume“ geschrieben:

„Was den wissenschaftlichen Gehalt angeht, kann man […] bei manchen Passagen nur den Kopf schütteln.“

Bei einem Sonntagsspaziergang durch das Wiehengebirge wurde mir deutlich, dass ich auch deshalb so verärgert war, weil Ammer verschweigt, dass er und Wohlleben zumindest bei zwei zentralen Themen einer Meinung sind:

  1. Die Wildbestände sind in Deutschland überhöht.
  2. Fichtenforste sind nicht an das Klima in Deutschland angepasst.

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Ammer contra Wohlleben

Es gibt einen schönen neuen Zeitungstext über Peter Wohlleben. Henning Sußebach hat ihn am 25. Februar für DIE ZEIT geschrieben: Ein Herz und eine Säge. Sußebach lässt auch ausführlich einen Gegner von Wohlleben zu Worte kommen: den Waldbesitzer Florian von Schilcher. Der Leser vermag dann selbst entscheiden, wer von beiden Recht hat.

Interessant fand ich, dass Karl-Friedrich Weber, Autor der Facebook-Seite Waldwahrheit, sich offenbar genau wie ich nicht über Schilcher geärgert hat, sondern über eine ganz andere Person, die im Artikel nur ganz kurz zu Worte kommt: Weiterlesen

Radio Bamberg dreht ein Werbefilmchen

Bei meinen Recherchen zum Geschützten Landschaftsbestandteil im Steigerwald ist mir aufgefallen, dass ein Großteil der Lokalberichterstattung Public Relation für den Ebracher Forstbetrieb ist: Man lässt Mergner reden und reden und reden. Ein journalistischer Tiefpunkt ist der Film von Radio Bamberg zum Ebracher Naturschutzkonzept, den die Bayerischen Staatsforsten auch nicht besser hätten machen können.

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Hier geht es zu meinem Verriss: Radio Bambergs Werbefilm für den Forstbetrieb Ebrach.

Prof. Fabricius und die Durchforstung im NSG Glindower Alpen

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Waldbauprofessor Fabricius auf dem 1. Deutschen Naturschutztag 1925:

„Aber warum läßt man nicht wenigstens die Bestände älter werden? Nichts vermittelt doch das erhabene Gefühl von lebenschaffender Natur so wie ein Jahrhunderte alter Wald. Nichts verkörpert die Schöpferkraft des ewigen Bodens und Lichtes so wie die Baumriesen, die wir vereinzelt nur noch als Naturdenkmäler in unseren Wäldern antreffen. Doch der Forstwirt muß rechnen: Ein Baum ist ein Kapital; solange er stehen bleiben soll, muß er dieses Kapital durch seinen Wertzuwachs angemessen verzinsen. Dazu ist er aber nur imstande, solange sein Wert gering und sein Zuwachs groß ist. Im Laufe der Zeit aber wird jener immer größer, dieser kleiner, also muß ein Zeitpunkt eintreten, wo die Verzinsung ungenügend wird; und dann spricht der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit das Urteil, der Forstmann ist nur der Vollstrecker dieses Urteils und hat im übrigen nur zu sorgen, daß der Boden dabei nicht zu Schaden kommt. Verschonen kann ihn nur, wer die Zinsen aus seiner Tasche draufzahlen kann, der Staat in Deutschland jedenfalls nicht.“ ((Beiträge zur Denkmalpflege Band X (1926), Heft 6, S. 480 – 491, S. 484))

Im Fall der Glindower Alpen müsste zwar nicht der Staat, sondern Johannes Baron von der Osten-Sacken draufzahlen. ((Petzower empört über Rodungen, Märkische Allgemeine vom 9. Februar 2016)) Aber auch ein Baron hat heutzutage nichts zu verschenken.