Die GRÜNEN und der Hambacher Forst

Die GRÜNEN sind nach der Bayern- und vor der Hessen-Wahl in aller Munde. Ich schließe mich teilweise der Kritik von Albrecht Müller an den GRÜNEN an: Wer Grün wählt, wählt die Anpassung an die Etablierten plus Ökologie. Beim „plus Ökologie“ habe ich allerdings erhebliche Zweifel. Viele Grüne haben auch bei der Großdemonstration am Hambacher Forst teilgenommen:

In meinem neuen Artikel begründe ich am Beispiel einer Umfrage zu Flugreisen, dass der individuelle Lebensstil des typischen GRÜNEN-Wählers extrem klimaschädlich ist. GRÜNEN-Wähler heizen dem Klima mächtig ein:

Nie wurden Nachhaltigkeitsziele lauter bekundet, während sich die Lebenspraktiken immer weiter davon entfernen.“ ((Rettet die Welt vor den Weltrettern, SZ vom 8.11.2011))

Deswegen haben grüne Wähler ein schlechtes Gewissen. Ein Motiv zur Teilnahme an der Großdemonstration war, dieses schlechte Gewissen zu beruhigen:

„Ich fahre zwar einen SUV und bewohne ein viel zu großes Haus, aber dafür bin ich Mitglied einer Bürgerenergiegenossenschaft, trinke nur ökofairen Kaffee und habe für den Kohle-Ausstieg am Hambacher Forst demonstriert.“ ((Abwandlung eines Zitats von Niko Paech, Mythos Energiewende: Der geplatzte Traum vom grünen Wachstum; in: Etscheit, G. (Hrsg.): Geopferte Landschaften – Wie die Energiewende unsere Umwelt zerstört, München, 2016, S. 205-228.))

Lesen Sie hier das fünfte und letzte Kapitel meines Artikels über Motive der Teilnehmer an der Großdemonstration am Hambacher Forst: Der GRÜNEN-Wähler.

Białowieża – Doppelmoral der EU

Wenn die Tagesschau zur besten Sendezeit über Proteste gegen die Bekämpfung des Borkenkäfers berichtet, ((siehe z. B. #reportage – Polens Urwald in Gefahr)) dann kann etwas nicht stimmen: Die Tagesschau berichtet sonst nie über Proteste gegen die Borkenkäferbekämpfung. Aber das „Flaggschiff der ARD“ (siehe Die Macht um Acht) berichtete auch nicht über Deutschland, sondern über Polen: über den Urwald von Białowieża. Das Vorgehen der EU-Kommission und des Europäischen Gerichtshofs gegen Polen war immer wieder „eine der wichtigsten Nachrichten des Tages“ in der Tagesschau.


wPolityce.pl (= In der Politik) vom 16. August 2018

Worüber sie und auch die anderen deutschen Medien nie berichtet haben, war die große Empörung in Polen, als durch einen Zeitungsartikel in der WELT bekannt wurde, wie das Bundesland Bayern den Borkenkäfer bekämpft. Der EU wurden „doppelte Standards“ und „Doppelmoral“ vorgeworfen.

In meinem neuen Artikel habe ich vier Artikel aus den polnischen Medien übersetzt. Ich halte die Vorwürfe für berechtigt: Die Borkenkäferbekämpfung in deutschen Natura 2000-Gebieten unterscheidet sich nicht von der in polnischen Natura 2000-Gebieten. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Białowieża – Doppelmoral der EU.

Der Hambacher Forst als grünes Deckmäntelchen

In meinem neuen Artikel vertrete ich die Auffassung, dass es bei den Protesten im Hambacher Forst überhaupt nicht um den Wald ging. Es ging um Braunkohle, Kohle-Ausstieg, Klima-Schutz und Energiewende. Der Schutz des Hambacher Forsts war immer nur vorgeschoben, er war ein Vorwand, ein grünes Deckmäntelchen.

Mein dritter Artikel zu den Protesten im Hambacher Forst ist sehr ausführlich. Diesmal geht es um „brutale“ Zahlen zu allen Eichenwäldern in Deutschland – und nicht nur zum Eichenwald Hambacher Forst. Es geht um Zahlen, bei denen es einem „eiskalt den Rücken herunter läuft“ (Knut Sturm). Es geht um Fake News zum Hambacher Forst (siehe oben die Falschinformation von Katja Kipping). Es geht um die Rolle der Massenmedien. Es geht um Anne Will, Ken Jebsen und Peter Wohlleben. Zum Schluss stelle ich die Frage, wie der BUND oder die GRÜNEN reagieren würden, wenn Aktivisten den Ebracher Forst besetzen und Baumhäuser in den Methusalem-Buchen des Steigerwalds bauen würden.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Der Hambacher Forst als grünes Deckmäntelchen.

Warum ich nicht an der Großdemonstration am Hambacher Forst teilgenommen habe

Noch vor vier Wochen war ich ein glühender Befürworter von Protestaktionen am Hambacher Forst: Ich wollte das Klima schützen! Ich wollte den Wald retten! In meinem neuen Artikel beschreibe ich diese beiden Motive ausführlich. Vermutlich hatten viele Demonstranten am Samstag ganz ähnliche Motive.

Hambacher Forst, Demonstration 6. Oktober 2018 01

Mittlerweile habe ich entdeckt, dass mein eigener Lebensstil extrem klimaschädlich ist, obwohl ich selbst schon vor 15 Jahren meinen privaten Kohleausstieg vollzogen habe und auf Ökostrom umgestiegen bin. Ich belege dies mit Zahlen, die mein Bild von mir als Klimaschützer erheblich erschüttert haben. Ich befürchte, dass auch viele Demonstranten am Samstag trotz bester Absichten eine ähnlich verheerende persönliche Klimabilanz haben. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Motive der Teilnehmer an der Großdemonstration am Hambacher Forst.

Kritik an der Großdemonstration am Hambacher Forst

Noch vor vier Wochen habe ich der Bundesbürgerinitiative Waldschutz (BBIWS) vorgeschlagen, sich mit möglichst vielen Mitgliedern an den Protestaktionen im Hambacher Forst zu beteiligen. Die Zeiten sind vorbei. Heute nehme ich ganz bewusst nicht an der Großdemonstration teil. Ich habe mich in den vergangenen vier Wochen von einem Befürworter des Protests zu einem Gegner gewandelt. Denn am Hambacher Forst passieren sehr merkwürdige Dinge:

Die Demonstranten fordern den Ausstieg aus der Kohle und loben die Erfolge der Energiewende. Aber die Energiewende ist komplett gescheitert. Lesen Sie hier meinen ersten ausführlichen Artikel: Kritik an den Protesten im Hambacher Forst – die Postwachstumsökonomie von Niko Paech.