Antwort von Albrecht Müller

Der Herausgeber der NachDenkSeiten, Albrecht Müller, hat mir gestern sofort geantwortet. Seine Antwort hat mich sehr beeindruckt.

Albrecht Müller beim Pleisweiler Gespräch über Reichtum und Eliten am 30.7.2017

Offen und ehrlich gibt er zu, dass es „keine großen Differenzen“ zwischen ihm und mir gibt.

„Aber ich kann auch nicht ständig schreiben, wie erfolglos unsere Aufklärungsarbeit ist. Dann wäre die eigentlich richtige Konsequenz aufzuhören.“

Lesen Sie hier seine E-Mail: Antwort von Albrecht Müller.

Offener Brief an die NachDenkSeiten

Ich habe heute einen offenen Brief an die NachDenkSeiten geschrieben. Auslöser war die Berichterstattung über die Demonstration vor der Air Base Ramstein am 30.6.2018. In meinen Augen waren die Proteste ein deprimierender Misserfolg. Die Fotos täuschen eine hohe Teilnehmerzahl nur vor. Die Polizei spricht von nur 1.500 Demonstranten.

In meinem Blog geht es normalerweise um Wald und Forstwirtschaft und nicht um NATO und Drohnenkrieg. Aber meine Überlegungen zur Erfolglosigkeit der Friedensbewegung sind übertragbar auf die der Naturschutzbewegung. Zum Nationalparktag in Bamberg am 9.6.2018 kamen auch nur wenige Leute. Die Bilder gleichen sich. Lesen Sie hier meinen Leserbrief an die NachDenkSeiten:

Liebes NachDenkSeiten-Team!
Ich habe am Samstag den ganzen Tag die Berichterstattung über die Protestaktionen in Ramstein sehr aufmerksam und wie gebannt verfolgt. Persönlich teilnehmen konnte ich wegen meiner Schwerbehinderung nicht. RT-Deutsch, Sputnik und der SWR berichteten schon am Samstag mit Videos – und ich war zutiefst erschüttert und deprimiert über die geringe Teilnehmerzahl: 2.500 laut Veranstalter, sogar nur 1.500 laut Polizeiangaben. Ich nenne das einen Misserfolg. Weiterlesen

Nachtrag zu: Greenpeace hilft keinem Schwein

Am 22. Februar hatte ich behauptet: Greenpeace hilft keinem Schwein. Die ARD braucht immer etwas länger. Drei Monate später kommt plusminus zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Sendung vom 6. Juni stellt fest: ((siehe Discounter-Label – Woher soll so viel besseres Fleisch kommen?))

  • „Tolle Labels [sind] allein noch kein Garant für besseres Fleisch.“
  • „Konventionelle Massentierhaltung beherrscht weiterhin den Markt.“

Die Kampagne von Greenpeace erwähnt die Sendung mit keinem einzigen Wort. Das ist gnädig, denn Greenpeace hatte die Einführung der Labels als großen Erfolg gefeiert.

Der eigentliche Verdienst der Sendung aber sind die Filmszenen, in denen gezeigt wird, wie Hühner und Schweine in der Stufe 3 „Für mehr Tierschutz“ gehalten werden.

Die Filmszenen haben mich schockiert. Weiterlesen

Schutzlos

Der kleine Krabbler im Video ist Ampedus elegantulus. Er ist einer der 20 Urwaldrelikt-Arten im Buchenurwald von Uholka-Schyrokyj Luh in der Ukraine. In Deutschland steht er auf der Roten Liste. Er ist vom Aussterben bedroht. Über Ampedus elegantulus gibt es keinen Artikel auf Wikipedia. In Käferführern kommt er nicht vor. Und er ist nicht gesetzlich geschützt. So könnte es passieren, dass Ampedus elegantulus in Deutschland ausstirbt und niemand es bemerkt. Der kleine Kerl hat nicht einmal einen deutschen Namen.

Ich habe die wenigen spärlichen Informationen über die 20 Urwaldrelikt-Arten von Uholka-Schyrokyj Luh zusammengekratzt. Lesen Sie hier die Fortsetzung meines Artikels: Totholzkäfer in Uholka-Schyrokyj Luh.