Ich wohne neben einem FFH-Gebiet. Die Naturschutzfachinformationen dazu enthalten Fehler. Drei Fehler. Mindestens. Deshalb hatte ich zunächst mit 4 Angestellten im Call-Center des Umweltministeriums und dann mit 2 hohen Beamten gesprochen: Herrn Dr. Kiel im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur-und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV NRW) und Herrn Dr. Schlüter im Landesamt für Natur und Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV). Beide waren sehr hilfsbereit und freundlich, aber letztlich dann doch nicht zuständig. Am 6. Dezember bin ich dann endlich mit dem richtigen Beamten verbunden: Herrn Stroscher vom Fachbereich 21 des LANUV.1siehe Geschäftsverteilungsplan LANUV, S. 34 Er hört mir mit einer bewunderswürdigenden Geduld zu, während ich die Fehler aufzähle, und er beantwortet alle meine Fragen. Es wird für mich ein sehr lehrreiches Gespräch: Weiterlesen
Kategoriearchiv: Politik
Zoff unterm Weihnachtsbaum
Stellen Sie sich vor, Sie sind am 2. Weihnachtstag bei Ihrem Schwager eingeladen. Der ist Ministerialrat im Umweltministerium. Früher hat er FDP gewählt, heute die Grünen. Er hat viel Verständnis für Fridays For Future und für Greta. Das letzte Treffen mit ihm haben Sie in ganz schlechter Erinnerung: er schwärmte von seinem Urlaub im Bio-Hotel. „Öko-Komfortzimmer“ mit Lichtblick-Strom und belebtem Wasser! Und die Bio-Bäckerei! Und das Bierbad im „Bio-Bier“ aus der „Bio-Braumanufaktur“! Wunderschön! Und so entspannend!
Nicht noch einmal? Es reicht? Sie sind das grüne Getue leid und auf Krawall gebürstet? Dann habe ich einen Tipp für Sie! Schenken Sie Ihrem Schwager doch ein Buch von Dirk Maxeiner! Der Zoff unter dem Weihnachtsbaum ist vorprogrammiert. Garantiert! Weiterlesen
Nationalpark und Windräder
Im Mittelpunkt meines letzten Artikels Sommerwanderung zum Rachel stand der Aufsatz „Gestörte Heimat“ von Erik Aschenbrand und Thomas Michler. Die Heimat war der Nationalpark Bayerischer Wald und gestört wurde sie durch den Borkenkäfer. Die Einheimischen fanden das furchtbar, die Naturschutzexperten waren begeistert. In der Vergangenheit waren meine Sympathien immer klar verteilt: Die Einheimischen waren die Bösen.
Windpark Kreuzstein im FFH-Gebiet Werra- und WehretalBeim Lesen des Aufsatzes beschlich mich aber ein ungutes Gefühl: Was, wenn nicht Borkenkäfer die Heimat stören sondern Windräder? Was, wenn die Einheimischen gegen Windräder protestieren würden? Sind die Einheimischen dann auch die Dummen, die nicht auf die Experten hören? Ich habe den Aufsatz noch einmal ganz genau gelesen und war nicht amüsiert.
Aus dieser Beschäftigung mit dem Aufsatz sind gleich zwei Artikel hervorgegangen:
Viele werden die Aufstellung von Windrädern im Nationalpark Bayerischer Wald für völlig ausgeschlossen halten. Ich bin da überhaupt nicht mehr sicher und begründe das ausführlich.
Sie können meine letzten drei Artikel auch als Podcast anhören und herunterladen:
- Sommerwanderung zum Rachel – 25 MB – 26:55 min
- Der Aufsatz „Gestörte Heimat“ und die Windkraft – 28 MB – 29:30 min
- Windpark im NLP Bayerischer Wald – 17 MB – 17:42 min
Hinweis
Im September veröffentliche ich 2 Filme:
- Abstieg vom Rachel – am 5.9.
- Rund um den Poledník (Mittagsberg) im NLP Šumava – am 10.9.
Der SPIEGEL-Artikel über die BBIWS
Anfang Januar 2019 erschien im SPIEGEL ein Artikel über die BBIWS und ihre Online-Petition.
Ich halte den SPIEGEL-Artikel für inhaltlich flach und politisch nutzlos. Und die Online-Petition ist krachend gescheitert. Beides begründe ich ausführlich in meinem neuen Aufsatz: Von Winnetou und Robin Hood – der SPIEGEL-Artikel über die BBIWS.
Zum Tode von Horst Stern
Ich habe einen Artikel zum Tode von Horst Stern geschrieben. Ich beschäftige mich darin mit den Nachrufen, die anlässlich seines Todes geschrieben worden sind, und werfe diesen Lobeshymnen vor, dass sie falsch und verlogen sind. Außerdem widme ich mich der beängstigenden Resignation dieses Mannes, der doch angeblich so erfolgreich war. Zum Schluss begründe ich, warum die Erfolglosigkeit von Stern eine Mahnung für alle Bürgerinitiativen sein kann, die meinen, sie müssten ganz häufig in der Zeitung stehen und Fernsehauftritte wie einen Sieg feiern.
Lesen Sie hier meinen ganz persönlichen Nachruf auf Horst Stern: Zum Tode von Horst Stern.


