Nationalpark Bayerischer Wald

Hirschgespreng August 2026 – 16 Jahre nach Räumung des Buchdruckerbefalls

„In den Jahren nach dem Windwurf stieg der Befallsdruck des Borkenkäfers, so dass im Jahr 2009 233 Hektar und im Jahr 2010 299 Hektar befallen wurden. Der überwiegende Teil dieser Flächen befand sich außerhalb der Naturzonen und wurde aufgearbeitet, so dass im Jahr 2009 169 und im Jahr 2010 249 Hektar geräumte Flächen entstanden.“1Heurich, M., Baierl, F. und T. Zeppenfeld (2012): Waldentwicklung im Nationalpark Bayerischer Wald in den Jahren 2006 bis 2011. Ergebnisse der Luftbildauswertung und Hochlageninventur. Berichte aus dem Nationalpark. Heft 8/12. Grafenau. S. 13, Hervorhebungen von mir

Nachdenken über Sinner – Teil 2

Nehmen wir einmal an, Sinner sitzt auf seiner Wolke im Himmel und beobachtet von dort das Geschehen in seinem Nationalpark. Was denkt er, wenn er den großflächig abgestorbenen Fichtenwald rund um den Falkenstein sieht?

Hochlagenfichtenwald am Großen Falkenstein

  1. 13 Jahre lang habe ich den Borkenkäfer bekämpft. Hunderte Hektar habe ich räumen lassen.1Siehe Totholzflächen im Nationalpark Bayerischer Wald Alles umsonst!
  2. Immer habe ich an die Wissenschaft geglaubt. Über 99% der Wissenschaftler waren sich einig: Es gibt eine Kaltklimafichtenrasse in den Hochlagen! Und jetzt kommen die Politiker und leugnen die Wissenschaft!
  3. Die Borkenkäferbekämpfung in den Entwicklungszonen war notwendig. Sie war naturverträglich. Sie war gut für den Holzmarkt. Sie war naturschutzrechtlich unstrittig. Und plötzlich stoppen die Politiker die Bekämpfung und ruinieren alles!
  4. Ich habe es immer gewusst, aber ich habe mitgemacht. Wir haben alle mitgemacht. Was tut man nicht alles, um Leitender Forstdirektor zu werden?

Hintergrund

Am 23. Juni 2022 erließ die bayerische Staatsregierung unter Leitung des Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder mit Zustimmung des Bayerischen Landtags die Verordnung 791-4-2-U. Sie trat eine Woche später, am 1. Juli 2022, in Kraft. Mit dieser Verordnung wurde  §14 der Nationalpark-Verordnung (NPVO) ersatzlos gestrichen.2siehe Bayern-Recht – Verkündungsplattform Fundstelle GVBL. 2022 S. 277
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Idee zur unbekannten Pionierbaumart am Wüstebach

In meinem gestern veröffentlichten Artikel Adlerfarn statt Auenwald spreche ich auch über einen unbekannten Pionierbaum, der dort in großen Mengen auf dem Kahlschlag am Wüstebach wächst:

Pionierbaum am Wüstebach im Nationalpark Harz

Ich habe hin und her überlegt, welche Baumart das sein könnte. Weiterlesen

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen Lesern Frohe Weihnachten!

Rachel im Winter

Das Foto stammt aus dem Artikel „Winterwanderung zum Rachel“. Der Artikel beginnt so:

Man kann die Hochlagen am Rachel so fotografieren, dass der Betrachter den Eindruck gewinnt, dort sei der Wald tatsächlich komplett abgestorben und nichts anderes als ein riesiger Baumfriedhof übrig geblieben. Alles tot. Überall nur graue Baumleichen. Es scheint so, als hätte der Borkenkäfer den ganzen Wald aufgefressen. Der Anblick ist verstörend.

Vielleicht verstört Sie der Anblick des Fotos oben auch. Das soll ein Weihnachtsbild sein? Weiterlesen