Das Biotopbaumgeheimnis wird gelüftet

In meiner Heimatstadt Porta Westfalica geschehen merkwürdige Dinge: Zuerst vermehren sich wie durch ein Wunder die markierten Biotopbäume (siehe Fotos der wundersamen Vermehrung von Biotopbäumen), dann macht der Landesbetrieb Wald und Holz NRW aus der Anzahl der Biotopbäume ein Geheimnis (siehe Das Biotopbaumgeheimnis). Erst nach erneuter Intervention des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit wurde nun das Geheimnis gelüftet.

ehemaliger Biotopbaum im FFH-Gebiet „Wälder von Porta Westfalica“

Lesen Sie hier die Fortsetzung meines Artikels: Wundersame Biotopbaumvermehrung in Porta Westfalica.

Nachtrag zu: Greenpeace hilft keinem Schwein

Am 22. Februar hatte ich behauptet: Greenpeace hilft keinem Schwein. Die ARD braucht immer etwas länger. Drei Monate später kommt plusminus zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Sendung vom 6. Juni stellt fest: ((siehe Discounter-Label – Woher soll so viel besseres Fleisch kommen?))

  • „Tolle Labels [sind] allein noch kein Garant für besseres Fleisch.“
  • „Konventionelle Massentierhaltung beherrscht weiterhin den Markt.“

Die Kampagne von Greenpeace erwähnt die Sendung mit keinem einzigen Wort. Das ist gnädig, denn Greenpeace hatte die Einführung der Labels als großen Erfolg gefeiert.

Der eigentliche Verdienst der Sendung aber sind die Filmszenen, in denen gezeigt wird, wie Hühner und Schweine in der Stufe 3 „Für mehr Tierschutz“ gehalten werden.

Die Filmszenen haben mich schockiert. Weiterlesen

Schutzlos

Der kleine Krabbler im Video ist Ampedus elegantulus. Er ist einer der 20 Urwaldrelikt-Arten im Buchenurwald von Uholka-Schyrokyj Luh in der Ukraine. In Deutschland steht er auf der Roten Liste. Er ist vom Aussterben bedroht. Über Ampedus elegantulus gibt es keinen Artikel auf Wikipedia. In Käferführern kommt er nicht vor. Und er ist nicht gesetzlich geschützt. So könnte es passieren, dass Ampedus elegantulus in Deutschland ausstirbt und niemand es bemerkt. Der kleine Kerl hat nicht einmal einen deutschen Namen.

Ich habe die wenigen spärlichen Informationen über die 20 Urwaldrelikt-Arten von Uholka-Schyrokyj Luh zusammengekratzt. Lesen Sie hier die Fortsetzung meines Artikels: Totholzkäfer in Uholka-Schyrokyj Luh.

Ausgestorben

Es gibt Artikel, um die ich mich drücke. So war es mit dem Artikel über Totholzkäfer im ukrainischen Buchenurwald von Uholka-Schyrokyj Luh. Monatelang habe ich mich gedrückt und den Artikel immer wieder auf die lange Bank geschoben. Das liegt zum einen daran, dass die Recherche unendlich mühselig ist: Es gibt keine Bücher über diese Totholzkäfer und ihre Lebensweise, es gibt keine Webseiten, es gibt keine Wikipedia-Artikel und die wenigen wissenschaftlichen Aufsätze sind auf Chinesisch geschrieben (siehe hier). Es gibt nicht einmal deutsche Namen für sie. Und nein, ich rede nicht über Totholzkäfer wie den Eremiten oder den Eichenbock. Das sind vergleichsweise Superstars des deutschen Naturschutzes. Ich rede über Käfer, die niemand kennt, Käfer wie Dacne notata:


Dacne notata, in Deutschland ausgestorben

Es gibt einen zweiten Grund, warum ich mich so lange gedrückt habe. Und das ist auch der Grund, warum diese Käfer so unbekannt sind. Die Käfer, die es in Uholka in der Ukraine noch gibt, sind in Deutschland fast alle ausgestorben oder kurz davor. Ich habe mich mit Toten beschäftigt. Lesen Sie hier meinen Artikel: Totholzkäfer in Uholka-Schyrokyj Luh.

Veröffentlicht unter Uholka

Hilferuf an Dr. Lachat

Dr. Thibault Lachat ist Forstwissenschaftler an der Berner Fachhochschule. Mein Verhältnis zu Wissenschaftlern ist ja in letzter Zeit etwas angespannt (siehe hier und hier). Aber Lachat gehört zu den Guten! (siehe hier) Nichtsdestotrotz verstehe ich von seinen wissenschaftlichen Aufsätzen immer nur die Einleitung ganz am Anfang und die Diskussion ganz am Schluss. Sonst nichts. Im übrigen Teil könnte Lachat ebenso gut die Schwedische Nationalhymne zitieren. (siehe Varoufakis: „Ich hätte auch die schwedische Hymne singen können“)

Deshalb habe ich einen Hilferuf an Dr. Lachat geschrieben: Offener Brief an Thibault Lachat.