Korrektur von Vorurteilen gegenüber Umweltbehörden

Nach den Irrungen und Wirrungen mit dem Call-Center des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur-und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV NRW) habe ich am 5. Dezember dann ein Gespräch mit MR Dr. Kiel.

Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (3).jpg
Von Kürschner (Diskussion) 16:00, 3 November 2015 (UTC) – Selbst fotografiert, Gemeinfrei, Link

Er leitet das Referat III – 4 Biodiversitätsstrategie, Artenschutz, Habitatschutz, Vertragsnaturschutz.1siehe Geschäftsverteilungsplan des MULNV NRW, S. 60 Kiel ist sehr freundlich und hilfsbereit und ich erfahre viel darüber, wer wofür zuständig ist und wie das Ministerium mit Anfragen umgeht. Weiterlesen

2019: Odyssee im Umweltministerium

Ich gehöre zu den 4 Personen in Deutschland, die die Fachinformationen über Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen lesen. (Schätzungen des Umweltbundesamtes gehen dagegen von 7 Personen aus.1siehe Dirk Maxeiner, Der Sonntagsfahrer: Brecht an der Ladestation, Achgut.com vom 8.12.2019) Als ich an meinem letzten Artikel schreibe und die Gebietsinformationen über den Biotoptyp BT-3719-0020-2012 lese, entdecke ich mehrere Fehler: So kommt dort beispielsweise nicht die Stieleiche vor, sondern die Traubeneiche.

Quelle: Karten – Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen

Andere Leute würden jetzt vielleicht denken: „Ist doch egal!“ oder „Sonst hast Du keine Probleme?“ Aber ich fasse einen folgenschweren Entschluss: Ich will mit der Person sprechen, die für die falschen Informationen verantwortlich ist. Weiterlesen

Der Urwald von Porta Westfalica

Auf der Exkursion durch den Nationalpark Hainich mit dem NLP-Chef Großmann1siehe Tagung „Alte Buchenwälder“ hatte ich einen Moment der Klarheit:

„Das sind also die wertvollsten Bestände des NLPs … So sieht also ein UNESCO-Weltnaturerbe aus … Das ist es also … Das hier … Dafür bin ich 400 km gefahren …“

Ich war nicht begeistert. Denn ich habe einen solchen phantastischen Wald direkt vor meiner Haustür.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel aus der Serie Schöne Wanderungen: Der Urwald vor den Toren der Stadt Porta Westfalica.

Hinweis:
Mein nächster Artikel erscheint am 1. Januar 2020 zum Thema: Der FSC und die mangelhafte Verkehrssicherheit am Wolfsschluchtweg.

Der Riesenkahlschlag am Lackenberg im Jahr 2019

Von den großen Kahlschlägen im Nationalpark (NLP) Bayerischer Wald nach dem Orkan Kyrill bekam man außerhalb der Städte in unmittelbarer Nachbarschaft des NLPs nichts mit. Ja, der Bayerwald-Bote berichtete. Aber schon die Süddeutsche Zeitung widmete sich dem Thema nur mit einer Handvoll Artikel, die zudem nur in der bayerischen Ausgabe erschienen.1siehe z. B. „Tricksen, Tarnen, Täuschen“ von Christian Sebald, SZ vom 16. Juli 2014 Und im Fernsehen? Ganze zwei Beiträge zum Riesenkahlschlag am Lackenberg finden sich noch bei YouTube.2siehe hier und hier Sie sind kaum 5 Minuten lang und 10 Jahre alt.

Und so ist mein heute veröffentlichter Film über den Riesenkahlschlag am Lackenberg der dritte Film zum Thema, den Sie im Netz finden werden – und der einzige, der die Kahlschläge ausführlich zeigt. Am Filmende widme ich mich dann der Frage, wer für diese verantwortlich ist und erzähle von einem Gespräch, das ich mit der Presseabteilung des NLPs geführt habe.

Aktuelle Fotos vom Lackenberg finden Sie hier: Der Riesenkahlschlag am Lackenberg im Jahr 2019.

Hinweis:
Mein nächster Artikel erscheint am 1.12.2019 in der Serie Schöne Wanderungen. Es geht dann durch die Wolfsschlucht im Wiehengebirge.

Der Riesenkahlschlag am Hirschgespreng im Jahr 2019

Wie angekündigt veröffentliche ich heute ein Video mit Filmaufnahmen vom Riesenkahlschlag am Hirschgespreng, die ich im September 2019 gedreht habe – 5 Jahre nach meinem ersten großen Artikel darüber. So sieht ein Wald aus, den die Nationalparkverwaltung 22 Jahren gemäß Nationalparkplan bewirtschaftet hat. Und so sieht ein Wald aus nach 22 Jahren Walderhaltungs- und Waldpflegemaßnahmen. Und so sieht ein Wald aus, wenn „Waldwissenschaftler, Wissenschaftler und Borkenkäfer-Experten“ einen Umweltminister „intensiv“ beraten und alle – Minister, Landräte, Bürgermeister, Landtagsabgeordnete, Nationalparkbeamte, Wissenschaftler und Experten – wirklich alle sich einig sind:

„Der Wald soll so grün wie möglich bleiben!“1siehe Der Entscheid von Umweltminister Schnappauf vom 10. Mai 2007

Wie man Natur Natur sein lässt, das demonstriert am Hirschgespreng nicht der Nationalpark Bayerischer Wald, sondern direkt daneben der Nationalpark Šumava. Dort haben die Tschechen das gemacht, wofür sich sonst der deutsche Nationalpark rühmt: sie haben den Käfer einfach fressen lassen. Wenn Sie den Film anschauen, können Sie – ganz ohne forstwirtschaftliches Studium und ganz ohne ökologische Spezialkenntnisse – selbst beurteilen, wer es besser gemacht hat.

Zusätzlich zum Film können Sie sich aktuelle Fotos anschauen: Riesenkahlschlag am Hirschgespreng im Jahr 2019.

Hinweis:
Morgen veröffentliche ich ein Video mit aktuellen Filmaufnahmen von der Mutter aller Kahlschläge im Nationalpark Bayerischer Wald: dem Riesenkahlschlag am Lackenberg.