Riesenkahlschlag am Hirschgespreng – 2014

Als ich den  Riesenkahlschlag am Hirschgespreng in Nationalpark Bayerischer Wald 2014 zum ersten Mal sah, fand ich keine Worte: Das ist … das … was zum Teufel? Ich konnte nicht glauben, was ich sah. Wieder zu Hause vertiefte ich mich in Jahresberichte des Nationalparks, analysierte Satelittenbilder, studierte unzählige Ausgaben der Nationalparkzeitschrift „Unser Wilder Wald“, suchte nach Youtube-Videos, durchstöberte Zeitungsarchive und quälte mich durch Forschungsberichte. Am schlimmsten waren die Gesetzestexte: die Nationalparkverordnung und der Nationalparkplan. Die Hölle hat eine deutsche Hausordnung und ihre Grundsätze stehen im Nationalparkplan. Am Ende entstand der Artikel Riesenkahlschlag am Hirschgespreng. Diesen Artikel habe ich nun zu einem Video verarbeitet:

Hinweis:
Morgen veröffentliche ich dann ein Video mit aktuellen Filmaufnahmen vom Hirschgespreng.

Ein vorbildlicher Förster – Dietrich Mehl

Welcher Förster macht gute, vorbildliche Arbeit? Wenn man mich das vor zwei Jahren gefragt hätte, wären mir folgende Namen eingefallen: Georg Sperber – aber der ist schon pensioniert. Lutz Fähser – auch pensioniert. Martin Levin – auch pensioniert. Georg Meister – ganz lange pensioniert. Knut Sturm! Gott sei Dank! Der ist noch nicht pensioniert! Und natürlich: Peter Wohlleben! Aber der zeigt einem immer nur seinen Ruheforst und da macht er ja nichts. Wer sonst? Mir wäre niemand mehr eingefallen. Schlechte Förster – ja, da hätte ich seitenlange Listen erstellen können! Aber gute Förster?

Dietrich Mehl auf der Tagung „Alte Buchenwälder“ in Bad Langensalza

Mittlerweile kenne ich mehrere und ich habe auch schon über sie geschrieben: Ottmar Heise, Ulrich Mergner und Roland Wirtz. Heute kommt einer hinzu: Dietrich Mehl. Ich habe ihn in seiner Oberförsterei Reiersdorf besucht und daraus ist der längste Artikel dieses Jahres geworden: Naturnahe Waldwirtschaft in der Oberförsterei Reiersdorf.

Den Artikel können Sie auch als Podcast anhören und herunterladen: Naturnahe_Waldwirtschaft_Dietrich_Mehl.mp3 – 70 MB – 1:12 h

Hinweis:
Am 15. November veröffentliche ich zwei Filme zu Riesenkahlschlägen im NLP Bayerischer Wald.

Video zum Brinkmannswald im Jahr 2019

Was wir in der Waldschutzszene viel zu wenig haben, sind Vergleiche vorher – nachher.

  • Was waren die Ziele eines Einschlags? Welche davon wurden erreicht?
  • Was hat der Förster damals versprochen? Was wurde eingehalten?
  • Wie sah es kurz vor und nach dem Einschlag aus? Wie jetzt?

Ich hatte im Brinkmannswald kurz nach dem Fällen der 250 alten Buchen im Jahr 2014 ein paar Videos gedreht. 2019 habe ich das wiederholt. Den Vergleich können Sie sich jetzt anschauen – zusammen mit Interviews von Anwohnern, die der WDR damals gemacht hat. Und vorweg gibt eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse damals.

Hinweis:
Mein nächster Artikel erscheint am 1. November zum Thema: Naturnähe im Wirtschaftswald – Dietrich Mehl und die Oberförsterei Reiersdorf in Brandenburg.

Der Brinkmannswald im Jahr 2019

Dieses Foto hat es zu einiger Berühmtheit gebracht:

Es ist das Titelbild des Videos zur Online-Petition „Wälder sind keine Holzfabriken!“ der Bundesbürgerinitiative Waldschutz (BBIWS). Fotografiert habe ich es 2014 im Brinkmannswald in meiner damaligen Heimatstadt Bottrop. Jeden Tag konnte man damals live dabei sein, wie der 160jährige Buchenwald Schritt für Schritt abgeholzt wurde. Das Ereignis habe ich damals ausführlich dokumentiert: Zerstörung des Brinkmannswaldes. 2015 bin ich umgezogen. Jetzt bin ich wieder in Bottrop gewesen. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Der Brinkmannswald im Jahr 2019.

Auch diesen Artikel können Sie sich wieder als Podcast anhören und herunterladen: Der Brinkmannswald im Jahr 2019.mp3 – 18 MB – 19:58 min.

Klimawandel und Buchensterben

Ich veröffentliche einen zweiten Artikel, der ursprünglich nicht geplant war. Um das Thema habe ich lange Zeit einen weiten Bogen gemacht und das, obwohl es in den Medien seit Monaten topaktuell ist. Ich bin nur ein kleiner Blogger und mir glaubt man ja sowieso nicht. Aber vielleicht glaubt man Prof. Jörg Müller, Vize-Chef des NLP Bayerischer Wald.

Jörg Müller und Manfred Großmann

Ich stelle seine Position zum Waldsterben dar, wie er sie auf der Tagung „Alte Buchenwälder“ in Bad Langensalza vertreten hat, und kontrastiere sie mit der Position von Manfred Großmann, Chef des NLP Hainich. Außerdem geht es um das Thema Jagd im NLP und um die Frage, warum es auf der Tagung nicht zu Tumulten gekommen ist. Und um Björn Höcke.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Faktencheck – Buchensterben und Klimawandel.