Adventskalender – 16. Dezember

Lörmecke-Tal bei Bestwig-Nuttlar

Hinweis: Das Folgende ist eine Satire. Es ist nicht ernst gemeint. Man könnte mich missverstehen. Denn der größte Binnenland-Windpark Europas (Lichtenau-Asseln) ist tatsächlich keine 50 km vom Lörmecke-Tal entfernt. Und viele Förster hören sich fast so an wie Aktivisten von Fridays For Future, wenn sie in jedem zweiten Satz von Dürre, Trockenheit, Klimakrise und Hitzenotstand reden und sich fast so gebärden, als seien sie die Last Generation von Förstern:

Haben die Aktivisten von Fridays For Future nicht recht? Kann das Aufforsten der Kalamitätsflächen im Sauerland überhaupt funktionieren? Das mit dem klimastabilen Mischwald ist ja gut gemeint … Aber jetzt mal ehrlich: Dürre und Hitze – das wird doch immer schlimmer! Und beim nächsten Hitzenotstand vertrocknen die ganzen gepflanzten Bäumchen wieder! All diese mickrigen Esskastanien, Stieleichen und Elsbeeren können einem doch nur leid tun! Von wegen „Zukunftsbäume“! Das waren die Fichten auch mal! Und jetzt?

Wäre es nicht am besten, man würde auf den Freiflächen Windräder bauen? Im Sauerland gäbe es auch keinen Ärger mit Bürgerinitiativen wie im Reinhardswald. Denn Bäume müssten ja keine mehr gefällt werden; die sind ja schon alle weg! Freiflächen For Future!

Adventskalender – 15. Dezember

Nur, damit ich hier jetzt nichts Falsches schreibe: Beim Verbrennen von Fichtenholz wird weniger CO2 frei als beim Verbrennen von Braunkohle? Und das ist gut für RWE? Und gut für das Klima? Verstehe ich das richtig? Erst sterben die Fichten wegen des Klimas. Dann werden sie verbrannt. Und das ist gut für das Klima. So richtig?

„Hierzu wurden Kalamitätshölzer aus den umliegenden Staatswaldflächen durch externe Unternehmer gehackt und frei Werk an Standorte der RWE Power AG geliefert. Der Holzerlös wurde an den CO2-Zertifikatspreis gekoppelt, den die RWE Power AG durch die Substitution der Rohbraunkohle aufgrund des damit verbundenen vergleichsweise geringeren CO2-Ausstoßes erhält“1Landesbetrieb Wald und Holz NRW, Nachhaltigkeitbericht 2020/21, S. 64

Adventskalender – 14. Dezember

Habe ich das richtig verstanden? Ein Teil der Fichten wurde verbrannt? Weil sie sonst niemand haben wollte? Weil sie aber gefällt werden mussten, um den Forst zu schützen?

„Darüber hinaus sind anderweitig nicht zu vermarktende sowie forstschutzrelevante Industrieholzsortimente im Rahmen der Zusammenarbeit mit der RWE Power AG einer energetischen Verwendung als Regelbrennstoff im „Co-firing-Verfahren“ zugeführt worden.“1Landesbetrieb Wald und Holz NRW, Nachhaltigkeitbericht 2020/21, S. 64

Adventskalender – 13. Dezember

2020 exportiert der Landesbetrieb Wald und Holz NRW fast die Hälfte seiner Fichten nach Asien. Und macht trotzdem über 12 Mio. € Verlust. Warum hat man die Fichten nicht einfach stehen gelassen?

„Wie die beiden Vorjahre war auch das Jahr 2020 durch den Einschlag von Kalamitätsholz geprägt. Rund 95 % des Holzeinschlages entfielen auf die Baumartengruppe Fichte. Die regionalen Absatzmärkte waren nicht in der Lage, das anfallende Kalamitätsholz aufzunehmen, so dass rund 40 % der verkauften Holzmenge in den Export (v. a. nach Asien) gingen.“1Landesbetrieb Wald und Holz NRW, Nachhaltigkeitbericht 2020/21, S. 64